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Honorar Energieberater (durch BAFA geförderte Energieberatung)

08.08.2018 09:09 |
Preis: 48,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben kürzlich für unser neu erworbenenes Haus eine Energieberatung durchführen lassen um uns vor Renovierung/Sanierung eine Übersicht über mögliche und für uns sinnvolle und bezahlbare Sanierungsmöglichkeiten zu verschaffen. Der Energieberater wollte uns einen Sanierungsfahrplan erstellen, aus dem hervorgehen sollte in welcher Reihenfolge welche Sanierungsmaßnahme durchgeführt werden kann und welche Zuschüsse es jeweils gibt.

Dazu haben wir einen Vertrag unterschrieben in welchem sich der Energieberater auf das Dienstvertragsrecht bezieht („Beratung erfolgt nach Maßgabe der Richtlinie zur Vor-Ort-Beratung") und die Vergütung wie folgt dargelegt wurde:
(1) Abrechnung nach Zeit - Stundenverrechnungssätze. Die zu erbringenden Leistungen werden nach Aufwand abgerechnet. Es werden folgende Stundensätze vereinbart: Für den Berater/Auftragsnehmer: 75,00 Euro
(2) Honorarberechnung auf Grundlage des Honorarangebots vom 11.04.2018:
Vereinbartes vorläufiges Honorar für die Beratungstätigkeit: 1.350,00 Euro
Bundeszuschuss nach Ziffer 4. der Richtlinie: 60% (max: 800,00 Euro): 800,00 Euro
Eigenanteil des Beratungsempfängers: 550,00 Euro
(3) Besondere zusätzliche Leistungen auf Abruf nach Aufwand.
Besondere Leistungen werden im Nachweis auf Grundlage der vereinbarten Stundensätze berechnet

Bevor wir den Vertrag unterschrieben haben, habe ich telefonisch bei ihm nachgefragt, wofür noch weitere Kosten entstehen könnten, die dann mit 75 Euro/Std. abgerechnet werden würden. Er sagte daraufhin, dass sich das nur darauf beziehen würde, wenn „erheblicher Mehraufwand" entstehen würde, wir aber im Grunde von seinem Angebot ausgehen können - +/- 50 Euro. Daher waren wir sehr überrascht als wir dann eine Rechnung erhielten, die sich auf gesamt 2.212,50 Euro statt der ursprünglich geschätzten 1.350,00 Euro belief (er hat uns allerdings großzügig einen Rabatt i. H. v. 20 % eingeräumt, so dass sich die Summe dann „nur" noch auf 1.770,00 Euro beläuft). Wir haben den Energieberater darauf angesprochen und um Erklärung bzw Aufschlüsselung gebeten und gefragt, warum wir nicht im Vorfeld über anfallenden Mehraufwand informiert wurden.

Den „Mehraufwand" hat er versucht zu erläutern; wozu u. a. eine Solarsimulation gehörte, um die wir nie explizit gebeten haben (zudem haben uns mittlerweile 4 Heizungsbauer unabhängig voneinander bestätigt, dass es in einem 2 Personen Haushalt wirtschaftlich keinen Sinn macht über Solar nachzudenken). Außerdem meinte er, dass er mehr Aufwand hatte, da uns vom Verkäufer der falsche Energieausweis vorlag (haben nur einen Verbrauchsweis statt den [für Bauantrag bis 1976] erforderlichen Bedarfsausweis erhalten). Diese Information hat er uns allerdings auch erst einige Zeit NACH dem Vor-Ort-Termin zukommen lassen. Zudem wurde sein Angebot neutral - also ohne Bezug auf ein Baujahr bzw. Jahr des Bauantrags - ausgestellt. Wir fragen uns auch, auf welcher Grundlage er seine Berechnungen durchgeführt hätte, wenn wir bereits länger Eigentümer gewesen wären und dementsprechend gar keinen (für den Verkauf notwendigen) Energieausweis gehabt hätten? Außerdem wird in keinem der von ihm übersandten Flyer oder sonstigen Informationen (dena, BMWi, sein persönliches Angebot...) darauf hingewiesen, dass dieser Ausweis essentiell wäre.

Abgesehen davon, dass er verschiedene sowohl kleinere als auch umfangreichere „Mehraufwände" abgerechnet hat, die er eigeninitiativ und ohne ausdrücklichen Wunsch unsererseits durchgeführt hat, würden wir gerne wissen, ob es nicht eine „Pflicht" seitens des Energieberaters gibt, uns als Kunden VOR Entstehung von weiteren Kosten, als den bereits besprochenen, zu informieren...? Sind wir verpflichtet die Rechnung so hinzunehmen oder haben wir eine Möglichkeit diese auf das ursprüngliche Angebot zu kürzen?

Vielen lieben Dank vorab für Ihre Hilfe!
08.08.2018 | 09:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Bedenken gegen die Ordnungsmäßigkeit der Rechnung scheinen berechtigt. Selbstverständlich muss sich die Abrechnung des Energieberaters an den vertraglichen Vorgaben und eventuellen späteren Nachträgen oder ergänzenden Vereinbarungen halten.

Leistungen, die nicht beauftragt worden sind, können mangels Vertragsgrundlage auch nicht abrechnet werden. Für die Mehraufwände gilt die vertragliche Regelung, dass "besondere Leistungen auf Abruf nach Aufwand" berechnet werden können. Diese Leistungen müssen also von Ihnen abgerufen - d.h. in Auftrag gegeben- worden sein.

Ich empfehle Ihnen daher, nochmals das Gespräch mit dem Berater zu suchen, um eine einvernehmliche Lösung im Wege eines Kompromisses zu suchen. Unter Umständen können Sie einige zusätzliche Positionen, die für Sie von Nutzen waren, akzeptieren und so zu einer Einigung kommen.

Wenn nicht, so sollten Sie den vereinbarten Betrag zahlen und die Forderung im Übrigen zurückweisen. Der Berater wäre im Falle einer gerichtlichen Geltendmachung der Forderung beweispflichtig für den Auftragsumfang und die Vergütungspflicht. Er müsste Ihnen also nachweisen, dass Sie die Mehraufwände "abgerufen" haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht


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