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Honorar-Einbehaltung für verursachten Schaden?


09.12.2006 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich arbeite freiberuflich als Fremdsprachendozent für verschiedene Auftraggeber in der Erwachsenenbildung.
Nun habe ich einen Schlüssel für den Unterrichtsraum "verbummelt". Nun will der Träger der Bildungseinrichtung mich dafür haftbar machen.
Darf der Auftraggeber den entstandenen Schaden (neue Schlösser einbauen usw.) direkt von meinem Honorar abziehen?

Ich habe einen Kurs gegeben über einen Monat, das Honorar dafür betrug 1320 Euro. Der Schaden soll ca. 600 Euro betragen. Kann ich damit rechnen, dass dieser Betrag nun komplett von meinem Honorar abgezogen wird?

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Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Generell kann der Auftraggeber mit Geldansprüchen aus Schadenersatz gegenüber Ihren Honoraransprüchen aufrechnen; es sei denn, es wurde vertraglich ein Aufrechnungsverbot vereeinbart. Der Auftraggeber wird Ihnen somit nur den Restbetrag unter Abzug des Schadenersatzes bezahlen. Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit der Verrechnung bzw. Aufrechnung ist aber, dass Ihrem Auftraggeber ein Schadenersatzanspruch gegenüber Ihnen zusteht. Da nach Ihrer Schilderung wohl ein Dienstvertrag vorliegt, haften Sie grundsätzlich für Vorsatz und jede Fahrlässigkeit auf Schadenersatz haften. Da Sie den Schlüssel "verbummelt" haben, können Sie somit haftbar gemacht werden; es sei denn, es ist vertraglich etwas anderes vereinbart. Um dies endgültig beurteilen zu können, müssten Sie mir den Vertrag übersenden.
Darüber hinaus wäre auch interessant zu erfahren, ob der Auftraggeber eine versicherung für diesen Fall des Schlüsselverlustes abgeschlossen hat. Ihre Privathaftplicht würde diese Schaden nicht übernehmen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: phermes1@gmx.de

Mit besten Grüßen

RA Hermes

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2006 | 14:50

Danke für die ausführliche Antwort!

Allerdings bin ich nun etwas beunruhigt. Mal angenommen, der Schadensbetrag würde 1300 Euro betragen - was exakt dem Honorar entspräche, das ich für den gegebenen Kurs bekommen sollte.

Hieße das im Ernstfall, dass mein Auftraggeber mein komplettes Honorar einbehalten könnte? Dann könnte ich ja weder Miete bezahlen noch essen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2006 | 15:37

Insoweit würde ein gesetzliches Aufrechnungsverbot gemäß § 394 BGB bestehen, da Ihnen nicht gänzlich die Lebensgrundlage entzogen werden soll.

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