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Homeoffice in Österreich für Deutschen Arbeitgeber

16.10.2019 13:06 |
Preis: 60,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich werde ab Januar nach Österreich ziehen und von dort aus im Homeoffice für meinen deutschen Arbeitgeber arbeiten.
Ich arbeite als Software-Entwickler und werde dann jeden Monat circa eine Woche in D im Büro sein und die restliche Zeit in AUT arbeiten.

Nun ist die Frage, was es in Sachen Steuern/Sozialabgaben zu beachten habe?
Zahle ich doppelt Steuern?
Muss ich meinen Hauptwohnsitz in AUT anmelden oder kann der weiter in D sein?
Kann ich die monatlichen Bahnfahrten von AUT ins Büro nach D als Reisekosten von der Steuer absetzen?
Was gibt es unter Umständen sonst noch zu beachten?

Einsatz editiert am 16.10.2019 15:40:39
18.10.2019 | 17:24

Antwort

von


(50)
Gräfelfinger Str., 97a
81375 München
Tel: 089 1222189
Web: http://www.medienkanzleirichter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Doppelbesteuerung

Vorbehaltlich der Artikel 16 bis 20 des Doppelbesteuerungsabklmmen zwischen Deutschland und Österreich dürfen Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unselbständiger Arbeit bezieht, nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, die Arbeit wird im anderen Vertragsstaat ausgeübt. Wird die Arbeit dort ausgeübt, so dürfen die dafür bezogenen Vergütungen im anderen Staat besteuert werden.

Da Sie die Vergütung ausschließlich vom deutschen Arbeitgeber beziehen, müssen Sie auch nur in Deutschland Steuern zahlen.

2. Reisekosten

Die Kosten für eine Familienheimfahrt sind im Rahmen der doppelten Haushaltsführung steuerlich absetzbar. Sie werden hier als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung angegeben, da die Fahrten der Ausführung der beruflichen Tätigkeit dienen. Arbeitnehmer werden dabei unterstützt, einmal die Woche zu ihrer Privatwohnung zu fahren. Es müssen dabei keine Voraussetzungen erfüllt werden, um die steuerlichen Vorteile der Familienheimfahrt nutzen zu können. Das heißt, der Besuch des ersten Wohnsitzes ist auch dann absetzbar, wenn dort keine Familienmitglieder leben. Bei jeder Familienheimfahrt kann nur eine der Strecken steuerlich geltend gemacht werden. Wenn also der Hinweg in der Einkommensteuererklärung schon angegeben wurde, kann die Rückfahrt nicht mehr berücksichtigt werden.

Absetzbar sind zum einen die tatsächlich entstandenen Kosten, die für die Fahrt aufgebracht werden mussten, zum anderen kann auch eine Pauschale genutzt werden. Diese Entfernungspauschale beträgt 0,30 Euro pro Kilometer, der zwischen den Wohnungen liegt. Dabei zählt also nicht die Zeit, die die Reise in Anspruch nimmt, sondern nur die Entfernung. Hier wird übrigens nur die kürzeste Straßenverbindung zwischen Arbeitsort und dem privaten Wohnort akzeptiert. Anders als bei Fahrtkosten für Dienstreisen gibt es bei der Familienheimfahrt keinen jährlichen Höchstbetrag.

3. Anmeldung Hauptwohnsitz in Ö

Die Anmeldung lohnt sich im Hinblkck darauf, dass dann die Heimfahrten zum Erstwohnsitz geltend gemacht werden können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter


ANTWORT VON

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