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Holzunterstand an Grundstücksgrenze NRW

| 24.04.2012 14:39 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich möchte an der Grenze zum Nachbarsgrundstück (Kreis Coesfeld, NRW) einen Holzunterstand bauen, welcher eine Länge von 3 Meter, eine Höhe von 1,80 Meter und eine Tiefe von 65 cm haben sollte. Die Rückseite sollte holzverkleidet sein, die Seiten und vorne offen. Das ganze dann mit einem Holzdach (Tiefe 80 cm) versehen. Durch 2 Garagen besteht bereits eine Grenzbebauung von 15 Metern, zum entsprechenden Grundstück sind es 6 Meter.
Ist der Bau eines solchen Unterstandes a) zulässig und b) genehmigungspflichtig?
Danke für eine fachliche Antwort

-- Einsatz geändert am 24.04.2012 16:00:34

Sehr geehrter Ratsuchender,



ohne ausdrückliche Ausnahmegenehmigung werden Sie Ihr Vorhaben nicht zulässig umsetzen können:


Hier greift § 6 Nr 11 BauO NRW ein, wonach die Die Gesamtlänge der Bebauung je Nachbargrenze 9m und auf einem Grundstück zu allen Nachbargrenzen INSGESAMT 15m nicht überschreiten darf.

Da nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung aber schon 15m ausgeschöpft sind, ist das Vorhaben nicht umsetzbar.


Allenfalls mit einer zuvor einzuholenden Ausnahmegenehmigung, die im Ermessen der Behörde steht, könnten Sie diesen Wunsch verwirklichen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Nachfrage vom Fragesteller 24.04.2012 | 17:21

Sehr geehrter Herr Bohle
Danke für Ihre Antwort, die mir aber inhaltlich nicht wirklich weiterhilft.
Mir ist klar, dass bereits eine Bebauung von 15 Metern besteht. Unklar war für mich, ob denn ein Unterstand in den angegeben Maßen, seitlich und nach vorne offen, auch als Gebäude zu werten ist und damit unter die 15 Meter Grenzbebauung fällt. Ein Sichtschutzzaun aus Holz dürfte ja auch weiterhin in einer Höhe von 1,8 m von mir gesetzt werden. Ich hatte mir erhofft, dass Sie eine Aussage dazu treffen können, ob der Unterstand nach Gesetzgebung unter ein Gebäude fällt oder es hier vielleicht eine andere Auslegung gibt. Vielleicht hatte ich mich diesbezüglich auch nicht klar ausgedrückt.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.04.2012 | 17:44

Sehr geehrter Ratsuchender,


dann haben wir in der Tat aneinander vorbeigeschrieben.


Einen Sichtschutzzaun dürfen Sie im Gegensatz zu dem geplanten Unterstand errichten, weil ihm das Dach fehlt und er deshalb nicht als Gebäude einzustufen ist.

Ihr Objekt wird aber in der jetzigen Planung leider als solches anzusehen sein, da es eine mit dem Erdboden verbundene, aus Bauprodukten hergestellte Anlage ist UND eine selbständig benutzbare, ÜBERDACHTE bauliche Anlagen darstellt, die betreten werden kann und geeignet oder bestimmt sind, dem Schutz von Sachen (hier: Holz vor Witterungseinflüssen) zu dienen.

Genau deshalb ist es nach § 2 BauO NRW als Gebäudegleich einzustufen, mit der von mir bereits geschilderten rechtlichen Folge.


Sicherlich nicht die erhoffte Antwort; aber bedenken Sie bitte auch, dass Rechtsanwälte die - nicht immer nachvollziehbaren - Bauvorschriften zwar auslegen, nicht aber wegzaubern können; und für eine Auslegung in dem von Ihnen gewünschten Sinne gibt es keinerlei Ansatzpunkte.

Eine ansich negative Antwort kann aber immer dann hilfreich sein, wenn Bußgelder und Abrissverfügungen dadurch vermieden werden können. Das bitte ich zu beachten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Bewertung des Fragestellers 25.04.2012 | 07:56

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