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Holt sich das Sozialamt von mir die Beerdigungskosten zurück?

12.11.2021 16:21 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


17:33

Hallo zusammen,

Meine Mutter ist vor ein paar Tagen verstorben, ich hatte keinen Kontakt zu ihr, da sie mir jahrelang Geld gestohlen hat und in meiner Kindheit nicht ansatzweise angemessen für meine Verpflegung gesorgt hat, mit den Mitteln die ihr für mich zur Verfügung standen. Sie hat einen Ehemann, nicht mein Vater, der allerdings Mittellos ist und von Sozialhilfe lebt. Laut dem Bestatter ist er jetzt in erster Linie verpflichtet meine Mutter zu beerdigen. Da er allerdings Mittellos ist wird er sicher einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Jetzt zu meiner Frage:

Ich werde das Erbe definitiv ausschlagen, da diese Frau viele Schulden hat und ich auch nichts mit ihr, ihrem Ableben oder Ihrer Nachlassverwaltung zutun haben will. Kann Ihr Ehemann jetzt bestimmen wie sie beerdigt wird, wie viel das Kosten wird und ich muss dafür als einziger Sohn letztendlich zahlen, weil das Sozialamt von mir die Kosten einfordert? Sprich: Kann er, nur um mir zu Schaden die Kosten der Beerdigung so hoch anssetzen wie er möchte und das Sozialamt streckt vor und holt sich das Geld bei mir zurück? Bin ich davon befreit wenn ich das Erbe ausschlage auch aufgrund unserer Vergangenheit?

Vielen Dank für Ihre hilfe

Liebe Grüße

12.11.2021 | 16:50

Antwort

von


(430)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
Web: http://www.ra-bernhard-mueller.de/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Sie mit dem Erbe der Verstorbenen nichts zu tun haben wollen, müssen Sie das Erbe innerhalb von 6 Wochen beim Amtsgericht am letzten Wohnort der Verstorbenen ausschlagen.

Leider hat das keinen Einfluss auf die Pflicht zur Bezahlung der Beerdigung. Diese folgt aus öffentlichem Recht. Der Mann der Verstorbenen kann nicht bestimmen, wie die Verstorbene beerdigt wird, wenn er die Beerdigung nicht bezahlen kann. Schließt er trotzdem einen besonders teuren Vertrag mit dem Bestattungsunternehmen, dann muss er mit dem Bestattungsunternehmen klären, wie er dies bezahlt. Gegebenenfalls muss das Bestattungsunternehmen dann Strafantrag wegen Betrug gegen den Mann der Verstorbenen stellen.

Das Sozialamt bezahlt nur die billigste Beerdigung, die verfügbar ist. Das Geld dafür kann es allerdings von Ihnen zurück fordern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 12.11.2021 | 16:58

Hallo,

vielen Dank erstmal für die Antwort, die war sehr hilfreich. Eine kurze Nachfrage habe ich doch:
Sind Erfahrungsgemäß Gründe für "nicht zumutbare Kostenübernahme" beim Sozialamt solche, die ich auch bereits erwähnte? Sprich: Kein Kontakt über viele Jahre, Diebstahl von Geldern, Führsorgepflichtsverletzungen etc?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.11.2021 | 17:33

Sehr geehrter Fragesteller,

die Bestattungsgesetze der Länder sehen keine Möglichkeit der Verweigerung wegen nicht Zumutbarkeit vor.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(430)

Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
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