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Hohe Stromrechnung, Mieter verlangen Bezahlung durch Vermieter

27.07.2020 17:07 |
Preis: 50,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Es besteht keine generelle Ersatzpflicht des Vermieters bei stark angestiegenen Stromkosten. Etwas anderes könnte nur dann der Fall sein, wenn diese durch nicht notwendige Einrichtungen in der Wohnung verursacht wurden.

Die Mieter einer Wohnung die ich im Jahr 2018 gekauft habe, erhielten kürzlich für das Jahr 2019 eine Stromrechnung mit der Bitte um Nachzahlung von 1900 Euro und einem Verbrauch von 12.000 KW in einem zwei Personen Haushalt. Im Jahr 2018 lagen die Mieter bei einem Verbrauch von 2400 KW.

Ich habe einen Elektriker beauftragt die verschiedenen Geräte in der Wohnung zu untersuchen. Ein fehlherhafter Stromzähler konnte, genau wie Fehler beim Ablesen des Stromzählers, ausgeschlossen werden. Viel mehr fand der Elektriker eine sogenante Vorheizung, welche das Wasser vorerwärmt, um Legionellen zu verhindern. Diese Vorheizungen sind enorm teuer im Energieverbrauch. Der Elektriker hat berechnet, dass die Vorheizung etwa 5.000 KW im Jahr Verbrauch verursacht. Er konnte ansonsten keinen Fehler bei der Vorheizung feststellen. Wenn man die Rechnungen von 2019 und vom Vorjahr vergleicht, erklären die 5.000 KW der Vorheizung noch immer nicht vollständigen den starken Unterschied. Und auch warum die Vorheizung nicht schon im Vorjahr nicht erhöhte Stromkosten hervorrief ist unklar (die Vorheizung lässt sich nur über den Sicherungskasten ausschalten, evtl. war die Sicherung bei Einzug nicht eingeschaltet).

Die Mieter verlangen, dass ich die Kosten für den erhöhten Energieverbrauch übernehme. Da die Vorheizung jedoch fehlerfrei arbeitet, sehe ich mich hier im Recht (und selbst wenn die Vorheizung defekt wäre, müsste ich aus meiner Sicht nur für die Reperatur, nicht aber für die Stromkosten aufkommen). Muss ich in diesem Fall die Stromkosten komplett oder zum Teil übernehmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Stromzähler in Ordnung und ich nehme an auch noch geeicht ist, kann ich kein Kürzungsrecht der Mieter erkennen. Voraussetzung ist aber, dass die Vorheizung notwendig ist, damit sie den Mietern legionellenfreies Wasser zur Verfügung stellen können. Wenn dies auch anderweitig und zu geringeren Kosten möglich ist, etwa durch regelmäßige Untersuchungen des Wassers nebst Gabe von Chemikalien o. ä., könnte man hier einen Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot zu rügen in Bezug auf die Kosten der Warmwasserbereitung.

Da nach Ihrer Mitteilung der Anstieg des Stromverbrauches aber auch nicht durch die Vorheizung erklärt werden kann und es auch keinen anderen Grund gibt wie etwa eine Leitung in eine weitere Wohnung, die zuvor nicht benutzt war, können die Mieter nicht von Ihnen verlangen, dass die Stromkosten übernehmen, die den Verbrauch von 2018 übersteigen. Möglicherweise haben die Mieter hier auch ein energieintensives Gerät wie eine Tiefkühltruhe angeschafft oder waren wegen einer Erkrankung, Arbeitslosigkeit oder Ähnliches über Monate hinweg viel zu Hause.

Mit freundlichen Grüßen

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