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Hohe Steuerberater kosten

| 30.01.2008 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Sehr geehrte Damen und Herren

Meine Mutter hat einen relativ kleinen Lebensmittelmarkt
und mir erscheinen die Steuerberaterkosten als zu hoch.
Ihr Markt hat einen Jahresumsatz von ca.900000€
Sie erwirtschaftet einen Jahresgewinn von ca. 17000€

Die Kosten vom Steuerberater belaufen sich auf:

Buchhaltung ca. 750€ monatlich
Lohnabrechnungen ca. 130€ ( 5 Mitarbeiter ) monatlich
Jahresabschluss und Einkommenssteuererklärung ca. 5500€

Ist das zu viel oder darf er so viel verlangen?
Was ist die Obergrenze bei dem Umsatz/Gewinn?

Für eie schnelle Beantwortung bin ich sehr Dankbar

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Die Gebühren für die Buchführung und die Lohnbüchführung ergeben sich aus den §§ 33, 34 StBGebV.

Ohne Kenntnis der Kostennoten ist eine abschließende Beurteilung nicht möglich, da sich aus der Kostennote im Einzelnen ergibt, welche vergütungsfähigen Tatbestände abgerechnet worden sind.

Nach § 24 StBGebV erhält der Steuerberater für die Anfertigung der Einkommensteuererklärung ohne Ermittlung der einzelnen Einkünfte 1/10 bis 6/10 der vollen Gebühr nach Tabelle A (Anlage 1). Gegenstandswert ist die Summe der positiven Einkünfte.
Für die Erklärung zur gesonderten Feststellung der Einkünfte ohne Ermittlung der Einkünfte erhält der StB 1/10 bis 5/10 einer vollen Gebühr nach Tabelle A (Anlage 1).

Nach § 35 StBGebV beträgt die Gebühr für die Aufstellung eines Jahresabschlusses (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung) 10/10 bis 40/10 einer vollen Gebühr nach Tabelle B (Anlage 2).

Eine angemessene Prüfung der Richtigkeit der von Ihnen benannten Steuerberaterkosten lässt sich nur in Kenntnis der Kostenrechnungen des Steuerberaters durchführen. Hier müsste geprüft werden, welche Gebührensätze für die jeweiligen Tätigkeiten abgerechnet worden sind.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2008
info@kanzlei-roth.de

--------------------------------------------------------------

§ 33 StBGebV - Buchführung

(1) Für die Buchführung einschließlich des Kontierens der Belege beträgt die Monatsgebühr
2/10 bis 12/10
einer vollen Gebühr nach Tabelle C (Anlage 3).

(2) Für das Kontieren der Belege beträgt die Monatsgebühr
1/10 bis 6/10
einer vollen Gebühr nach Tabelle C (Anlage 3).

(3) Für die Buchführung nach vom Auftraggeber kontierten Belegen oder erstellten Kontierungsunterlagen beträgt die Monatsgebühr
1/10 bis 6/10
einer vollen Gebühr nach Tabelle C (Anlage 3).

(4) Für die Buchführung nach vom Auftraggeber erstellten Eingaben für die Datenverarbeitung und mit beim Auftraggeber eingesetzten Datenverarbeitungsprogrammen des Steuerberaters erhält der Steuerberater neben der Vergütung für die Datenverarbeitung und für den Einsatz der Datenverarbeitungsprogramme eine Monatsgebühr von
1/20 bis 10/20
einer vollen Gebühr nach Tabelle C (Anlage 3).

(5) Für die laufende Überwachung der Buchführung des Auftraggebers beträgt die Monatsgebühr
1/10 bis 6/10
einer vollen Gebühr nach Tabelle C (Anlage 3).

(6) Gegenstandswert ist der jeweils höchste Betrag, der sich aus dem Jahresumsatz oder aus der Summe des Aufwandes ergibt.

(7) Für die Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Buchführung erhält der Steuerberater die Zeitgebühr.

(8) Mit der Gebühr nach den Absätzen 1, 3, und 4 sind die Gebühren für die Umsatzsteuervoranmeldung (§ 24 Abs. 1 Nr. 7) abgegolten.

------------------------------------------------------------------

34 StBGebV - Lohnbuchführung

(1) Für die erstmalige Einrichtung von Lohnkonten und die Aufnahme von Stammdaten erhält der Steuerberater eine Gebühr von 2,60 Euro bis 9,00 Euro je Arbeitnehmer.

(2) Für die Führung von Lohnkonten und die Anfertigung der Lohnabrechnung erhält der Steuerberater eine Gebühr von 2,60 Euro bis 15,00 Euro je Arbeitnehmer und Abrechnungszeitraum.

(3) Für die Führung von Lohnkonten und die Anfertigung der Lohnabrechnung nach vom Auftraggeber erstellten Buchungsunterlagen erhält der Steuerberater eine Gebühr von 1,00 Euro bis 5,00 Euro je Arbeitnehmer und Abrechnungszeitraum.

(4) Für die Führung von Lohnkonten und die Anfertigung der Lohnabrechnung nach vom Auftraggeber erstellten Eingaben für die Datenverarbeitung und mit beim Auftraggeber eingesetzten Datenverarbeitungsprogrammen des Steuerberaters erhält der Steuerberater neben der Vergütung für die Datenverarbeitung und für den Einsatz der Datenverarbeitungsprogramme eine Gebühr von 0,50 Euro bis 2,60 Euro je Arbeitnehmer und Abrechnungszeitraum.

(5) Für die Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Lohnsteuerabzug und der Lohnbuchführung erhält der Steuerberater die Zeitgebühr.

(6) Mit der Gebühr nach den Absätzen 2 bis 4 sind die Gebühren für die Lohnsteueranmeldung (§ 24 Abs. 1 Nr. 15) abgegolten.
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Nachfrage vom Fragesteller 30.01.2008 | 19:06

Danke erst mal für Ihre schnelle Antwort.
Also die Berechnung nach den Tabellen richtet sich immer nach dem Gewinn?

Bei der Lohnbuchhaltung darf er die Lohnsteueranmeldung nicht seperat abrechnen?

Bei der Abrechnung 12/07 hat er zb.

5 Gehaltsabrechnungen je 7,5€
1 Lohnsteueranmeldung 19€
4 Überm.Lohnsteuerbescheinigungen je 19€
5 SV Jahresmeldungen je 9,18€
9 Porto/Tele. kosten je 1,45€

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.02.2008 | 16:46

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Bei der Einkommensteuererklärung richten sich die Gebühren nach den positiven Einkünften.

Mit den Gebühren nach § 34 II - 4 StBGebV (Lohnbuchführung) sind die Gebühren für die Lohnsteueranmeldung abgegolten.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

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