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Hohe Krankenkassenbeiträge durch Mieteinkommen vermeiden


| 20.11.2017 07:16 |
Preis: 50,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Hallo,

folgender Hintergrund:
- ich bin regulär angestellt (Höchststeuersatz) und freiwillig gesetzlich versichert bei ca. 100.000 € Bruttoeinkommen
- meine Frau hat aktuell kein Einkommen und ist bei mir mit familienversichert

Wir werden ab Jan. 2018 eine möblierte Wohnung vermieten, die meine Frau vor kurzem erworben hat (Grundbuch lautet auf sie). Die Mieteinnahmen der MÖBLIERTEN Wohnung belaufen sich auf ca. 1800 € / Monat. Dadurch ist vermutlich die Familienversicherung für sie nicht mehr möglich, bei 1800 € Einkommen beliefe sich ihr Beitrag auf ca. 270 € /Monat. Frage ist nun wie man sie beitragsoptimiert versichern kann.

Aus diversen Recherchen bin ich auf folgende Optionen gekommen:

1) Meine Frau vermietet mir selber die Wohnung unmöbliert, ich selber vermiete sie weiter als möbliert. Ihre Einnahmen werden reduziert auf eine reguläre Kaltmiete von. ca. 1150 €, sie versichert sich anschließend mit diesem Beitrag zu ca. 170 €/Monat. Mein Krankenkassenbeitrag ändert sich nicht, da ich auf Basis meines Gehalts berechnet werden (richtig?).

FRAGEN:
- bezüglich der Miete, die ich an sie zahle, würde ich auf den minimal möglichen Satz hinuntergehen. 60% des Mietspiegels? Wieviel ist möglich? Wäre eine Kaltvermietung unter 400€ möglich, würde meine Frau der Krankenkassen-Beitragspflicht entgehen können.
- ist es rechtens, daß unter Eheleuten gegenseitig Wohnung nur für den Zweck der Steueroptimierung vemietet werden?

2) Meine Frau lässt sich von mir oder von einer befreundeten Firma auf Basis eines MINIJOBS für 450 € einstellen. Die Mieteinnahmen (egal ob 1150 oder 1800 €) kommen on top. Die Krankenkassenbeiträge beziehen sich aber ausschließlich auf den Minijob (damit vermutlich < 100€), ein zusätzliches Mieteinkommen erhöht den Beitrag nicht, da sie bereits pflichtversichert im Rahmen des Minijobs ist. Diese Option wäre finanziell besser.

FRAGEN:
- ist diese Person versicherungs- und steuerrechtlich möglich?
- Kann ich meine Frau auf Basis eines Minijobs einstellen oder ist es sinnvoller, das extern abzubilden (andere Firma etc.)?
22.11.2017 | 01:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. Die Vermietung der Wohnung unter Ehegatten ist grundsätzlich möglich zur Steueroptimierung. Hier müssen aber folgende Voraussetzungen erfüllt sein (FG Düsseldorf, Urteil vom 25.6.2010, Az. 1 K 292/09):



a) die Verträge müssen eindeutig und ernstlich vereinbart sein,

b) die Vereinbarungen müssen tatsächlich durchgeführt werden

und

c) die Vertragsbedingungen müssen dem zwischen Fremden Üblichen entsprechen.

An lit. c) scheitert das Ganze oft. Denn eine Vermietung weit unter dem üblichen Marktpreis ist zwar rechtlich nicht zu beanstanden, aber die Bedingungen sind dann in Regel nicht mehr üblich. Eine feste Grenze kann man hierbei nicht setzen, doch bei einer Unterschreitung von über 100% dürfte das Ganze klar sein. Nun ist der KK Beitrag zwar keine Steuer, aber diese Voraussetzungen werden analog angewendet.

2. Ja die eigene Frau als Minijobberin einzustellen, ist rechtlich möglich. Die 450€ Grenze sollte im Monat nicht überschritten werden und Ihre Frau muss mindestens den gesetzlichen Mindestlohn von 8,85€ verdienen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 23.11.2017 | 10:33

Sehr geehrter Hr. Dietrich,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Bitte gestatten Sie mir eine schnelle Rückfrage zur Option 2 (ich stelle meine Frau als Minijobberin ein):

- sie erhielte dann die üblichen 450€ Gehalt, die sie bei der Krankenkasse angeben müsste und dann auf Basis dieses Gehalts versichert wird. Beitrag wird niedrig sein
- wenn meine Frau darüber hinaus Einkommen aus den Mieteinkünften erzielt - verändern diese Einkünfte den Krankenkassenbeitrag? Wird sie z.B. bei 1000 € Mieteinkommen Beiträge für 1450 € Einkommen oder für 450 € zahlen? Ich meine gehört zu haben, daß bei einer Selbstversicherung als Minijobber zusätzliche Einkünfte aus Miete nicht mehr beitragsherhöhend wirken. Können Sie das bestätigen?

Gruß und Danke,
Thomas Lindberg

P.S.: Die Antwort wäre mir auch Geld wert, d.h. ich zahle Ihnen gerne zusätzliches Honorar.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.11.2017 | 12:25

Sehr geehrter Herr Lindberg,

ich kann Ihnen bestätigen, dass diese Einnahmen keinen beitragserhöhenden Einfluss haben.

Viele Grüße
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.11.2017 | 06:24


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"Sehr schnelle und kompetente Antwort, sogar eine zweite Nachfrage wurde noch ausführlich beantwortet. In jedem Fall empfehlenswert!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.11.2017
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