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Hohe Inkassogebühren berechtigt?

| 26.10.2010 12:46 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Anwätin, sehr geehrter Anwalt,

Ich wende mich an Sie in zwei sehr ähnlichen Fällen.

1) Am 29.04. dieses Jahres war ich beim Zahnarzt und erhielt kurz darauf eine Rechnung über 80 Euro. Leider verschusselte ich auch trotz Mahnung das Geld zu überweisen.
Daraufhin bekam ich ein Schreiben eines Anwalts mitsamt einer Zahlungsaufforderung über 133,30 Euro. Dies erschien mir ziemlich viel weshalb ich nur 100 Euro überwies und eine Email an den Rechtsanwalt schrieb, mit der Anmerkung, dass ich damit die Hauptforderung beglichen habe und die 20 Euro zusätzlich die Zinsen und den Aufwand einen vorgefertigten Brief anbzuschicken bestimmt abdecken würden.

Gestern bekam ich dann einen Brief vom Amtsgericht Stuttgart, in dem der restliche Betrag gerichtlich eingefordert wird.Nun meine Frage: Ist die Gebühr von 53,30 Euro bei einer Forderung von 80 Euro gerechtfertigt, oder befinde ich mich im Recht?

2) Am 19.09. wurde ich in Berlin beim Schwarzfahren erwischt. Daraufhin bekam ich einen kleinen Zettel mit den Kontodaten und sollte die Strafe von 40 Euro innerhalb von 14 Tagen überweisen. Leider habe ich diesen Zettel verloren. Ich hab dann erstmal nichts unternommen und heute bekam ich folgende Zahlungsaufforderung der der infoscore Forderungsmanagement GmbH:

Hauptforderung : 40,00 Euro
Verzugszinsen: 0,09 Euro
Inkassokosten: 32,50 Euro
Kontoführungskosten: 7,00 Euro.
Das macht zusammen 79,59 Euro, also fast das doppelte der ursprünglichen Kosten. Das erscheint mir doch viel zu hoch.Also lautet hier meine Frage wie oben: Muss ich diese hohen Inkassogebühren bezahlen?

Vielen Dank und beste Grüße

26.10.2010 | 13:25

Antwort

von


(474)
Fuhrstr. 4
58256 Ennepetal
Tel: 0 23 33 / 83 33 88
Web: http://www.rechtsanwalt-ennepetal.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

1.
Bei einem Streitwert von 80,00 € sind üblicherweise Rechtsanwaltskosten für eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 46,41 € zu erstatten, falls keine Berechtigung zum Vorsteuerabzug beim Gläubiger besteht.

Diese Kosten errechnen sich wie folgt:

1,3 Geschäftsgebühr Nr. 2300 VV RVG 32,50 €
Auslagen Nr. 7002 VV RVG 6,50 €
19% Umsatzsteuer 7,41 €

Weitere Kosten können aber durchaus für Mahnungen des Gläubigers selbst, Einwohnermeldeamtsanfragen etc. zu erstatten sein. Zudem kann der Gläubiger Zinsen ab Verzugsbeginn verlangen, so dass Ihre Pauschalzahlung von 20,00 € keinesfalls ausreichend ist.

Da die Sache nun bei Gericht ist, haben Sie durch Ihre gekürzte Zahlung leider weitere Kosten verursacht, die zusätzlich zu erstatten sein werden.

2.
Inkassokosten sind erstattungsfähig in Höhe der Kosten, die bei Beauftragung eines Rechtsanwaltes angefallen wären, wenn der Gläubiger die Tätigkeit des Inkassobüros für notwendig und erfolgsversprechend halten durfte.

Die Rechtsanwaltskosten würden bei einem Streitwert von 40,00 € ebenfalls üblicherweise 46,41 € (s.o.) betragen, so dass die Inkassokosten im Rahmen sind.

Die Kontoführungsgebühr ist hingegen nicht zu erstatten; die Kontoführung gehört zur Geschäftstätigkeit beim Inkasso und ist nicht gesondert zu vergüten.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 28.10.2010 | 08:35

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