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Hohe Heizkostenabrechnung für 2007 - jetzt Defekt an der Heizung festgestellt

| 22.01.2010 11:56 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Hallo,
wir mussten im Dezember 2009 für das Jahr 2007 eine extrem hohe Heizkostennachzahlung leisten - für 2008 wird uns das Gleiche erwarten. Nun haben wir festgestellt, dass der Heizkörper im Schlafzimmer heizt, wenn die Fenster geöffnet sind, obwohl er komplett abgedreht ist. Wir wissen nicht, wie lange er das schon tut - leider haben wir es erst jetzt bemerkt, da wir uns nun näher mit unseren Heizkörpern beschäftigt haben und die Heizung durch unser Bett verstellt ist. Die Heizung im Schlafzimmer ist fast immer abgedreht und wir schlafen meist mit offenem Fenster. Unseren Vermietern haben wir den Fehler noch nicht gemeldet, da wir nicht genau wissen, wie wir uns verhalten sollen. Können wir rückwirkend eine Minderung der Heizkosten verlangen? Macht es Sinn, jetzt ein Heizprotokoll zu schreiben? Die Verbrauchserfassung erfolgt nicht direkt am Heizkörper, sondern es gibt einen Gasverbrauchszähler für die gesamte Wohnung.
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

Ein defekter Thermostat ist ein Mangel, der zur Mietminderung ab dem Zeitpunkt des Mangels führt (§ 536 Abs. 1 S. 2 BGB).
Zu viel gezahlte Miete kann grundsätzlich zurückverlangt werden.

Eine unerhebliche Minderung der Gebrauchstauglichkeit der Wohnung berechtigt aber nicht zur Mietminderung.
Der Vermieter wird Ihnen vorhalten, dass der Mangel leicht erkennbar war.
Zudem ist der Mangel schnell und mit geringen Kosten zu beseitigen.

Für die Mangelhaftigkeit und für die Erheblichkeit des Mangels sind Sie beweispflichtig.

Der Vermieter könnte argumentieren, dass bei „abgedrehtem“ Thermostat dennoch der Frostschutz aktiv ist und die Heizung gerade in kalten Nächten bei geöffnetem Fenster zwangsläufig heizt, um ein Einfrieren zu verhindern.

Zudem ist zu beachten, dass, soweit ein erheblicher Mangel überhaupt vorliegt und bewiesen werden kann, Ihnen wegen grob fahrlässiger Unkenntnis des Mangels kein Anspruch auf Mietminderung zustehen könnte (§ 536b S. 2 BGB).

1.
Den Mangel haben Sie dem Vermieter unverzüglich anzuzeigen (§ 536c Abs. 1 S. 1 BGB). Schreiben Sie ein Heizprotokoll.
2.
Finden Sie eine Einigung mit den Vermietern.
3.
Nach meinem ersten Eindruck - ohne genaue Kenntnis der Umstände - hätten Sie einen (den) Mangel (Heizen trotz „abgedrehtem“ Thermostat) schon eher bemerken können, sodass insoweit eine Mietminderung nicht in Betracht kommt.


Nutzen Sie gegebenenfalls die Nachfragefunktion.

Bewertung des Fragestellers 25.01.2010 | 09:15

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