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Hohe DSL- Rechnung trotz Flat-Vertrag


13.12.2007 23:41 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Anwältin,
sehr geehrter Anwalt

Als Kunde bei 1und1 habe ich unter einer Kundennummer zwei verschiedene Verträge abgeschlossen.
Vertrag_1 ist für die Domainverwaltung und für E-Mail Nutzung usw.(1und1"Visitenkarte"). Vertrag_2 ist ein DSL-Flatratevertrag, den ich im Zusammenhang mit einem 1und1 DSL-Netz-Anschluss abgeschlossen habe. Beide Verträge verfügen über verschiedene Login´s.Über beide Verträge erhalte ich getrennte Rechnungen.
Nun zum Problem:
Beim Austausch des DSL-Routers, der alte war defekt, habe ich statt dem Login für Vertrag_2(Flat-Vertrag) aus Versehen den Login für Vertrag_1 benutzt. Alles hat funktioniert, doch der Schock war groß als ich meinen Kontoauszug mit einem Abbuchungsbetrag von 340 Euro bemerkte. Der Router war rund um die Uhr einen ganzen Monat lang eingeloggt (Zeittarif). Zusätzlich kommen zu diesem Betrag nochmals ca. 120 Euro für den laufenden Monat zusammen, diese Rechnung kommt erst noch. Die Rechnung über die Flatrate natürlich ebenso.
Auf diesen Schock habe ich mich bei 1und1 gemeldet. Man machte mir ein Kulanzangebot von 50 Euro. Dieses Angebot fand ich nicht akzeptabel. Aus meiner Sicht ist für 1und1 kein finanzieller Aufwand entstanden.
Das habe ich 1und1 auch so mitgeteilt und gefragt warum man mich nicht vor der versehentlichen Einwahl über den Vertrag_1 schützt. Zumal dieser Zugang nicht als DSL-Zugang ersichtlich ist. Mir war es überhaupt nicht bewusst, dass es möglich sein kann über diese Zugangskennung eine Verbindung zum Internet herzustellen. Auf der Konfigurationsseite zum Einrichten des Internetzugangs innerhalb dieses Vertrages taucht nämlich eine Telefonnummer auf, die mich vermuten lässt, dass nur eine ISDN-Einwahl möglich ist. Am Router war keine Telefonnummer zur Einwahl notwendig.
Aus Sicht der Kulanz kommt sicher erschwerend hinzu, dass ich vor Kurzem meinen DSL-Vertrag gekündigt habe. Mein Angebot an 1und1 war diesen Vertrag doch noch weiterzuführen und zudem die noch ausstehende Rechnung zu übernehmen. Die Reaktion war negativ, man bedauerte meine Entscheidung das Kulanzangebot nicht anzunehmen.

Nun zu meinen Fragen:
Habe ich irgend eine Chance ob rechtlich oder durch Verhandlung, Drohung mit Verbraucherschutz, Anwalt....auf Minderung des finanziellen Schadens?



14.12.2007 | 01:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Ich rege an, den geforderten Betrag nicht zu bezahlen bzw. den bereits gezahlten Betrag zurückzufordern, da es objektiv erkennbar ist, daß Sie neben Ihrem Flattarif keinen zweiten Zeittarif in Anspruch nehmen wollten, folglich kein entsprechender Nutzungsvertrag zustande gekommen ist.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2007 | 22:24

Sehr geehrter Herr Weber,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Leider verstehe ich Ihre Antwort nicht. Was meinen Sie damit, dass kein entsprechender Nutzungsvertrag zustande gekommen ist?
Beide Verträge habe ich bisher in Anspruch genommen. Vertrag_1 vor Jahren vermutlich sogar zeitweise für Internetzugang (über ISDN), leider weiß ich das jedoch nicht mehr richtig.
Heute habe ich die Lastschrift auf mein Konto zurück überweisen lassen. Vermutlich kommen bald die ersten Mahnungen, zu befürchten ist doch wohl auch, dass irgendwann mein DSL-Anschluss (Vertrag_2) zwangsweise abgeschaltet wird und der Port für andere potentielle Anbieter gesperrt bleibt, bis zum Ende der Laufzeit von Vertrag_2 (November 2008).
Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass ich Vertrag_1 noch nicht gekündigt habe, auf diesen Vertrag lautet die hohe Rechnung.
Kann 1und1 Forderungen aus Vertrag_1 durch Maßnahmen(Abschaltung) von Vertrag_2 erzwingen?
Wie verhalte ich mich bei der 1. Mahnung und welche ca. Kosten kommen auf mich zu, wenn ein Anwalt die Sache übernimmt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2007 | 23:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

klarstellend möchte ich kurz anmerken, daß 1&1 nur dann Gebühren für die Nutzung des Zeittarifs nehmen kann, wenn ein entsprechender Vertrag zustande gekommen ist. Dieser kann neben den beiden bereits bestehenden Verträgen zustande kommen, wenn Sie und 1&1 sich entsprechend einigen. Eine solche Einigung kann ich aber nicht erkennen, weil Sie sich nicht bewußt waren und auch nicht bewußt sein mußten, daß Sie einen anderen DSL-Tarif nutzen.

Aus der Distanz ist eine genaue Prüfung und erschöpfende Antwort immer schwierig, aber vorab würde ich raten, der ersten Mahnung zu widersprechen. Sobald die Gegenseite einen Anwalt hinzuzieht, sollten Sie Ihrerseits selbst unbedingt einen Anwalt hinzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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