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Hohe Anwaltsrechnung bei Fragen zur Rechtslage


26.04.2006 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Guten Tag!

Kurz eine Übersicht was bisher geschah:
Mein Vermieter hat mir mitgeteilt, dass er die Wohnung in der ich zur Miete wohne verkaufen möchte und dies bitte nicht mit mir als Mieter. Zu diesem Vorgang kontaktierte ich einen Anwalt und wollte zu 6 Fragen eine Rechtsberatung. Der Anwalt sagte mir dass die Kosten dafür auch meine Advocard übernehmen würde und so sandte ich ihm die Fragen zu. Meine Fragen wurden auch auf 4 Seiten ausführlich beantwortet, mit den dazugehörigen Paragrafen und Urteilsverweisen. Dann kam die Rechnung und die sieht wie folgt aus:

Gutachtengebühr Nr2103 VV RVG €800,-
Post und Telekommunikation Nr. 7002 VV RVG €20,-
MwSt. €131,20
Gesamt €951,20

Dazu bekam ich noch eine weitere Aufstellung der „Tatsächlich angefallene Kosten“

Streitwert 12*3*1060,00€ Miete gem. LG Karlsruhe 9S 177/05 €38160,-
Kündigung des Untermietvertr. gem. LG Karlsruhe 9S 177/05 €10800,-
Kaution €1980,-
Gesamt €50940,-

Gegenstandswert 50940,-€
Geschäftsgebühr §§13,14,Nr.2400 VV RVG 1,3 €1459,90
Post und Telekommunikation Nr. 7002 VV RVG €20,-
MwSt. €236,78
Gesamt €1716,68

Das hieße ich sollte eigentlich 1716,68€ bezahlen, aber die Kanzlei hat in meinem Interesse davon abgesehen die entstandene Geschäftsgebühr abzurechnen. Leider hat die Advocard eine Absage der Kostenübernahme mitgeteilt, da noch keine Kündigung vorliegt ist dies kein Rechtschutzfall.

Mir stellt sich jetzt die Frage warum die Beantwortung 6 Fragen eine Rechnung über fast 1000,-€ zur Folge hat? Ich hab vorher keine Kosten geklärt oder mir einen Kostenvoranschlag geben lassen. Der Anwalt wollte sich darum kümmern, dass er seine Kosten über die Advocard abrechnen kann. Ist die Höhe der Gebühr normal? Kann ich diese Rechnung prüfen lassen? Welche Möglichkeiten bleiben mir diese Rechnung zu kürzen? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit gegen so eine Rechnung vorzugehen? Bin über jeden Rat sehr dankbar, weil diese Rechnung eine große finanzielle Belastung bedeutet.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Der Hinweis des Kollegen, dass Ihr Rechtsschutzversicherer einspringen wird, könnte Anknüpfungspunkt für eine Verhandlung über die Höhe der Kostenrechnung sein. Es wird sich nur schwer beweisen lassen, wenn der Kollege seine Aussage bestreitet. Deshalb sehe ich keine Aussichten für eine rechtliche Durchsetzung.

Die Gutachtengebühr muss laut Gesetz „angemessen“ sein. Dabei ist zu berücksichtigten, dass ein Gutachten erheblich höheren Zeitaufwand erfordert. Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass die Gebühr angemessen ist.

Setzen Sie sich noch einmal mit Ihrem Anwalt in Verbindung. Schildern Sie ihm, dass Sie nicht an einem Gutachten und wenn, dann nur unter der Voraussetzung interessiert gewesen sein, dass die Kosten von dem Rechtsschutzversicherer übernommen werden würden. Sollte sich der Anwalt nicht erweichen lassen, bitten Sie um eine Ratenzahlung.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
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