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Hofübergabe: Geldschenkungen von Großeltern an Enkel in Abfindung miteinrechenbar?


11.04.2007 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Eltern (Gütertrennung)betreiben eine Landwirtschaft in Bayern und wollen zu Lebzeiten Abfindungen an die Kinder zahlen. Wir sind 4 Kinder.

Nach abgeschlossener Hofübergabe von meinen Großeltern auf meinen Vater, haben die Großeltern aus ihrem verbliebenen Geld (oder Rente) Geldanlagen auf uns Enkel abgeschlossen.(Gelder wurden zum Teil meinem Vater gegeben um sie für uns zu verwalten, zum andern wurden Konten mit unseren Namen eröffnet.) Diese Gelder sollten uns Enkeln zu Gute kommen.

Mein Vater rechnet nun diese angelegten Gelder in die Abfindung weichender Erben mit ein. Ist das rechtlich zulässig? Müssen die Gelder für die Abfindung aus dem Betriebsvermögen kommen oder vom Betrieb erwirtschaftet worden sein?

Mein Vater möchte, dass wir Kinder die Abfindungszahlungen (zu 2/3 aus Geldern von unseren Großeltern, und zu 1/3 aus vom Hof erwirtschaftetem Geld) bestätigen.

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort.
11.04.2007 | 17:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

für die Beantwortung kommt es ganz maßgeblich darauf an, was die Parteien tatsächlich abgesprochen haben.
1.Nach Ihrer Schilderung ist Ihr Vater als Vermögensverwalter seiner Kinder eingesetzt worden. Das Geld haben Sie von Ihren Großeltern als Geschenk erhalten.
2.Ihr Vater will diese Gelder dafür verwenden, um Sie – im Rahmen eines Erbvertrages – auszubezahlen. Sie – und ein Teil Ihrer Geschwister ? - verzichten im Gegenzug auf den Erbteil nach Ihren Eltern, so dass der Hof bei Ihrem Vater oder einem anderen Geschwister verbleibt.
3.Sollte diese Wiedergabe des Sachverhalts stimmen, halte ich die Anrechnung nicht für gerechtfertigt. Die auf Ihre Namen angelegten Konten gehen mit dem Tod Ihrer Großeltern auf Sie über. Ihr Vater erwirbt es also nicht als Erbe der Großeltern, sondern Sie erhalten das Eigentum direkt. Ich sehe nicht, warum Ihr Vater dieses Geld bei der Ausbezahlung Ihres Erbteils nach Ihrem Vater heranziehen darf – es sei denn, so ist es mit den Großeltern vereinbart gewesen.
4.Etwas anderes kann sich für die nicht angelgten Gelder ergeben, wenn Ihre Großeltern gewollt haben, dass die Gelder für die Ausbezahlung von Ihnen und Ihren Geschwistern dient und Ihr Vater dem nun nachkommt. Hier ist zu wenig bekannt.
Ich würde Ihnen und Ihren Geschwistern raten, sich juristische Hilfe zu suchen und die Situation zu klären. Das kostet zwar, schafft jedoch eine klare Rechtslage und vermeidet Streitereien in der Zukunft. Gerne stehe ich hierfür zur Verfügung.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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