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Höhe für außergerichtliche Anwaltskosten bei Scheidung

02.02.2009 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich bin kürzlich (mehr oder weniger friedlich) geschieden worden. Hatte einen notariellen Vertrag gemacht, den ich beim Notar bezahlt habe. Für meinen Anwalt habe ich 2100 Euro für die gerichtlichen Kosten bezahlt (für 10 Minuten vor Gericht). Ich verstehe, daß ich an diesen Kosten nichts ändern kann.

Darüberhinaus hat mein Anwalt mir jetzt noch eine Rechnung von 6000 Euro für außergerichtliche Beratung gestellt. Ich war vielleicht 3-4 mal bei ihm für eine Stunde und hatte noch telefonische Gespräche, nicht aber mehr als ingesamt 15-20 Stunden Beratung. Das ist ja ein Stundenlohn von 300 Euro und viel mehr als ich erwartet habe. Anfangs sprach er nur von gerichtlichen Kosten und es hörte sich immer so an als seien die außergerichtlichen Kosten nicht mehr viel.

Die Rechnung sagt jetzt folgendes aus. Gegenstandswert:
10.000 für Ehegattenunterhalt und Kindesunterhalt
150.000 für Vermögensauseinandersetzung/Zugewinnausgleich
Geschätsgebühr §§13,14 Nr 2300 VV RVG 1.5 2500 Euro
Einigungsgebühr §13, Nr 1000 VV RVG 2500 Euro
Zuzüglich 950 Euro Steuern sind das satte 6000 Euro.

Begründet hat er die hohe Summe damit, dass ich meiner Ex die Hälfte vom Haus abgekauft habe. Das Haus has einen Wert von ca. 280.000 Euro und ich habe es meiner Ex für 150.000 abgekauft. Der eigentliche Zugewinn war max. 10.000 Euro da meine Ex auch verdient hat.

Kann der Anwalt eine solch hohe Rechnung stellen? Ich für mich als Normalsterblichen nicht verständlich. Und sich dann noch mit starren Gebührenordnungen rauszureden macht es leider nicht besser.

Kann ich das Geld für den teuren Abkauf des Hauses zumindest steuerlich absetzen?

Danke
02.02.2009 | 14:31

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte.

1. Hat Ihr Rechtsanwalt im Vorfeld der Scheidung die Beratung hinsichtlich einer aussergerichtlichen Regelung von Unterhalt und Vermögensauseinandersetzung betrieben, so ist er auch berechtigt, dies in Rechnung zu stellen.

Da hier, das setze ich voraus, nicht nur der Zugewinn sondern eben auch das Haus Gegenstand der aussergerichtlichen Vermögensauseinandersetzung war, ist der Verkaufswert in Höhe von 150.000 € hier neben dem Unterhalt als Gegenstandswert einzusetzen.

Bei einen Gegenstandswert von 160.000€, der gem. § 2 RVG Grundlage für die Berechnung der Gebühren ist, ergibt sich eine Geschäfts- und Einigungsgebühr in der von Ihnen benannten Höhe.

Sofern hier keine Vereinbarung hinsichtlich der aussergerichtlichen Gebühren vorlag, ist die gestellte Gebührenrechnung augenscheinlich korrekt erstellt worden.

2. Steuern:
Hinsichtlich des Hauskaufes könnte hier eine Ausnahme zu § 23 EStG einschlägig sein. Diese besagt, dass bei privaten Veräußerungsgeschäften dann eine Besteuerung nicht anfällt, wenn das Haus im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Jahren ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde.

Hier sollten Sie jedoch einen Steuerberater aufsuchen, da in diesem Forum und zu dem von Ihnen ausgelobten Einsatz eine umfassende und erschöpfende Beratung zu diesem Thema auch wegen der nicht ausreichenden Hintergrundinformationen nicht möglich ist.


Rechtsanwältin Wibke Türk

ANTWORT VON

(416)

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