Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Höhe des Unterhalts nach Scheidung

30.10.2009 05:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


05:06
Hallo,
es geht um die Frage, wieviel Unterhalt ich an meine getrennt lebende Ehefrau zahlen müsste, wenn wir uns scheiden liessen.
Ich bin 70 Jahre, meine Frau ist 66. Seit vier Jahren leben wir getrennt. Wir sind aber noch verheiratet. Wir hatten früher ein Haus, das wir wegen der Trennung verkauft haben. Das Geld aus dem Verkauf haben wir damals geteilt. Ich habe mir wieder ein Haus gekauft, während meine Frau zur Miete wohnt.
Ich beziehe eine Pension und eine Rente in Höhe von zusammen ca 1350 Euro. Außerdem habe ich einen Untermieter, der 250 Euro Miete pro Monat an mich zahlt.
Meine Frau erhält eine Rente von 250 Euro pro Monat. Außerdem hat sie ein Vermögen geerbt, dessen Höhe mir nicht bekannt ist. Sie erhält auch etwas Wohngeld in mir unbekannter Höhe.
Ich zahle ihr 400 Euro Unterhalt im Monat. Hierauf haben wir uns außergerichtlich geeinigt. Wir haben übrigens drei Kinder aber dies sollte keine Rolle spielen, da diese keine Unterstützung mehr bekommen.
Eventuell möchte ich mich bald scheiden lassen. Wieviel Unterhalt müsste ich nach der Scheidung an meine (Ex-)Frau zahlen?
Gruss,
Anonymus
30.10.2009 | 06:47

Antwort

von


(257)
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Generell ist es so, dass Ihre Ehefrau einen Unterhaltsanspruch hat, wenn sie bedürftig ist und Ihrerseits eine Leistungsfähigkeit besteht. Ihnen steht ein Selbstbehalt in Höhe von monatlich EUR 1.000,00 zu. Fraglich ist inwieweit Ihrer Frau zugemutet werden kann Ihr Vermögen zu verwerten und ob sie derzeit in einer neuen Lebensgemeinschaft lebt. Dann wäre ein Anspruch unbillig. Mangels detaillierter Sachverhaltsangaben kann ich hierzu keine abschließende rechtliche Beurteilung abgeben.

Wenn ich davon ausgehe, dass Sie monatliche Einkünfte in Höhe von netto EUR 1.600,00 (EUR 1.350,00 + EUR 250,00) haben und Ihre Gattin EUR 250,00, so werden 3/7 der wird die Differenz als Unterhaltsanspruch in Ansatz gebracht, also EUR 578,57 (EUR 1.350,00 (EUR 1.600,00 – EUR 250,00) x 3/7).

Es besteht auch die Möglichkeit sich über den Unterhalt zu einigen, eine Vereinbarung zu schließen. Solche Vereinbarungen sind entweder durch notarielle Beurkundung wirksam oder sie können im Rahmen des Scheidungsverfahrens vor Gericht protokolliert werden. Hierzu müssen aber beide Parteien anwaltlich vertreten sein. Bei einer einvernehmlichen Scheidung ist in der Regel ein Rechtsanwalt ausreichend, allerdings auch erforderlich.

Für das weitere Vorgehen rate ich sich zunächst mit Ihrer Frau zu besprechen, in welcher Höhe sie denn nach der Scheidung einen Anspruch Unterhalt geltend machen würde. Bieten Sie Ihr gleichzeitig an, weiterhin einen Betrag in Höhe von EUR 400,00 zu bezahlen. Hiermit ist sie möglicherweise einverstanden, da sie dies derzeit in der Phase der Trennung wohl für ausreichend erachtet.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin



Nachfrage vom Fragesteller 30.10.2009 | 14:18

vielen Dank für Ihre Antwort.

Sie schreiben: "Fraglich ist inwieweit Ihrer Frau zugemutet werden kann Ihr Vermögen zu verwerten und ob sie derzeit in einer neuen Lebensgemeinschaft lebt. Dann wäre ein Anspruch unbillig. Mangels detaillierter Sachverhaltsangaben kann ich hierzu keine abschließende rechtliche Beurteilung abgeben."

Meine Frau lebt nicht in einer neuen Lebensgemeinschaft, sondern sie lebt allein. Daher wäre ich vermutlich Unterhaltspflichtig.

Und wovon hängt es ab, ob man ihr zumuten kann, daß sie ihr Vermögen verwertet? Nur von der Höhe des Vermögens oder auch von anderen Faktoren? Angenommen, man könnte von ihr verlangen, daß Sie ihr Vermögen verwertet, müsste ich dann gar keinen Unterhalt zahlen, bis das Vermögen vollständig aufgebraucht wurde?


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2009 | 05:06

Sehr geehrter Fragesteller,

hiermit nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Nach § 1577 Abs. 1 BGB kann der Ehegatte keinen Unterhalt verlangen, solange und soweit er sich aus einen Einkünften und seinem Vermögen selbst unterhalten kann. Dabei muss er nach Abs. 3 den Stamm des Vermögens nicht verwerten, wenn dies unwirtschaftlich oder unter Berücksichtigung der beiderseitigen Verhältnisse unbillig wäre.

Es kommt also auf die Art des Vermögens an – handelt es sich um Bargeld bzw. ein Guthaben auf einem Konto oder um Immobilien, Wertpapiere, die erst veräußert werden müssten.

Andererseits hängt es natürlich von der Höhe des Vermögens ab, also wenn das Vermögen so hoch ist, dass es im Verhältnis unbillig wäre Sie zur Unterhaltszahlung heranzuziehen.

Sollten Ihnen die detaillierten Tatsachen bekannt sein, können Sie sich gerne noch einmal mit mir direkt unter den oben stehenden Kontaktdaten in Verbindung setzen.

Ich hoffe Ihnen nun weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

(257)

Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68779 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, endlich habe ich Klarheit. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank :-) ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat die Frage schnell und korrekt beantwortet. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen