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Höhe des Trennungsunterhalts bei gemeinsamer Immobilie und anderen Unterhaltszahlungen


09.06.2005 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Ich möchte mit meiner Tochter (10) aus unserem gemeinsamen Haus ausziehen (vor drei Jahren gebaut, mtl. Belastung 800,00 €). Das Haus gehört uns beiden zu 50%. Mein Mann hat als Beamter in Steuerklasse III aktuell ein Nettoeinkommen von 2.880 €, ich erhalte in Steuerklasse V (Teilzeitstelle) derzeit 650,00 € netto. Zudem erhalte ich für meine Tochter (die ich in die Ehe mitgebracht habe) vom leiblichen Vater Unterhalt in Höhe von 250,00 € sowie das Kindergeld in Höhe von 154,00 €. Steht mir Trennungsunterhalt zu und falls ja, in welcher Höhe ? Muß er mir eine anteilige "Entschädigung" für den gemeinsam angeschafften Hausrat zahlen, welcher im Haus verbleibt ? Vielen Dank vorab für Ihre Antwort.

09.06.2005 | 13:40

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der gegebenen Informationen wie folgt beantworten möchte:

1. Hausrat

Generell besteht keine Verpflichtung ihres Noch-Ehegatten, den gemeinsam angeschafften Hausrat anteilig zu entschädigen. Vielmehr wird, wenn sie sich insoweit nicht einigen können, zum Zeitpunkt der Ehescheidung, per richterlicher Entscheidung, der Hausrat geteilt. Von da kann ihm nur empfehlen, vorab eine Einigung zu erzielen und die Ihnen gehörenden Stücke gleich mitzunehmen.

2. Unterhalt

Leider kann die Frage nicht abschließend beantwortet werden, da insoweit der Wohnwert (fiktive Mietersparnis) Ihrer gemeinsamen Immobilie (bzw. der jeweiligen Hälfte) summarisch nicht abschlägig bekannt ist. Dieser muss nach der Trennung aber Ihrem Mann aber hinzugerechnet werden. Für sie gilt diese Hinzurechnung aber auch, falls nicht Ihr Mann zukünftig auch die andere Hälfte bewohnen will oder sie konkrete und geringere Mieteinnahmen erzielen.

Generell berechnet sich der Unterhalt wie folgt:
2880- 144 (5% berufsbedingte Mehraufwendungen) – 400 (soweit hälftige Tilgung vereinbart) + 600 (durchschnittlich angenommener Wohnwert) = 2936,--

davon 3/7 = 1258,--

Abzug des Ihres eigenen Einkommens:
650- 32,50 (5% berufsbedingte Mehraufwendungen) -400 (hälftige Tilgung) + 600 (Wohnwert)= 817,50 eigenes Einkommen

Damit ergibt sich summarisch ein Unterhaltsanspruch= 440,--. Die genaue Berechnung kann aber nur mittels Kenntnis aller Werbungskosten pp. Erfolgen. Der Kindesunterhalt, da aus anderer Beziehung wird nicht als relevantes Einkommen/Belastung berücksichtigt.

Ich habe Ihnen hoffentlich weiter geholfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Hellmann
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 09.06.2005 | 14:21

Sehr geehrter Herr RA Hellmann,

erst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort.

Den Wohnwert der Immobilie kann ich leider nicht beurteilen, es handelt sich um ein Haus mit 142m² Wohnfläche und rund 800m² Grundstück. Mein Mann wird in diesem Haus wohnen bleiben, ein Verkauf bzw. eine Vermietung ist nicht geplant. Die Tilgungskosten trägt er.

Ich werde mit meiner Tochter eine Wohnung (2 1/2 Zimmer) mieten, die 500,00 € warm kostet.

Ändert sich aufgrund dieser Daten etwas an dem Unterhalt ?

Es kann m.E. doch nicht sein, das ich eine Wohnung finanzieren muß und gleichzeitig die Hälfte der Tilgung, obwohl ich die Immobilie nicht (mehr) nutze, oder ?

Im voraus vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.06.2005 | 18:38

Sehr geehrte Fragestellerin,

abschließend kann ich so den Wohnvorteil nicht beziffern. Allerdings dürfte so, wenn Ihr Ehemann das gesamte Haus nutzt, diesem tatsächlich ein höherer Wohnvorteil zugeschrieben werden, ich schätze 1200,--

Generell berechnet sich der Unterhalt wie folgt:
2880- 144 (5% berufsbedingte Mehraufwendungen) – 800 (soweit hälftige Tilgung vereinbart) + 1200 (durchschnittlich angenommener Wohnwert) = 3136,--

davon 3/7 = 1344,--

Abzug des Ihres eigenen Einkommens:
650- 32,50 (5% berufsbedingte Mehraufwendungen) –= 617,50 eigenes Einkommen. Die Miete findet leider keine Berücksichtigung, da davon ausgegangen wird, dass diese durch die Unterhaltsleistung (und dem daurch garantierten Selbstbehalt) insgesamt abgedeckt wird.

Damit beläuft sich der Unterhalt sumarisch auf 726,50,-- €

Allerdings muss dabei noch der Wert der Immobilie berücksichtigt werden, was auch noch Tatfrage wäre.

Zur genauen Berechnung sollten sie daher einen Kollegen vor Ort beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben.

Hellmann
Rechtsanwalt

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