Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Höhe des Nachlasses bei Vermächtnis

20.11.2020 22:05 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Mann ist in den ersten Tagen des Monats verstorben. Er bezog eine Rente. Laut seinem notariellen Testament bin ich die Erbin, seinen 4 Kindern aus erster Ehe habe ich im Rahmen eines Vermächtnisses jeweils1/6 seines "Nachlasses" auszuzahlen. So der Wortlaut des Testaments.
Das Bankguthaben meines Mannes beträgt am Tag seines Todes 60.000 €.
Der Rentenversicherungsträger wird die überzahlte Rente zurückfordern, dies werden ca. 1.500 € sein.
Da wir getrennte Konten hatten, habe ich derzeit noch keinen Zugang zu seinem Konto und zahle Verbindlichkeiten, die er zu Lebzeiten eingegangen ist, von meinem Konto. Das selbe gilt für die Beerdigungskosten (Beerdigung selbst, Kosten Beerdigungsinstitut etc.).
Mein Mann verfügt ansonsten über keine Wertgegenstände, es existiert ein PKW, der rechtlich ihm gehörte.
Wie definiert sich "Nachlass"? Darf ich ihn um die Verbindlichkeiten (z. B. Kosten einer privaten Pflegekraft) und um die Kosten im Rahmen der Beerdigung kürzen? Wie ist es mit den Ansprüchen des Rentenversicherungsträgers auf Erstattung der überzahlten Rente.? Kürzt dies den Nachlass?
Muss ich den Kindern anteilig den Wert des Autos zahlen?



20.11.2020 | 23:02

Antwort

von


(71)
Roseplatz 6
31787 Hameln
Tel: 01772422226
E-Mail:

Sehr geehrte/r Rechtsratsuchende/r, 

zunächst möchte ich Ihnen mein Beileid für den Verlust Ihres Mannes aussprechen. 

Ihre Fragen im Zusammenhang mit dem Nachlass beantworte ich gerne wie folgt: 

1. Rückforderung der überzahlten Rente: Da der Rückforderungsanspruch des Rentenversicherungsträgers bereits mit dem Tod Ihres Mannes entstanden ist, handelt es sich um eine Nachlassverbindlichkeit, so dass die Rückforderung von dem Nachlasswert abzuziehen ist. 

2. Verbindlichkeiten Ihres Mannes, die noch zu Lebzeiten entstanden sind. Diese stellen ebenfalls Nachlassverbindlichkeiten dar und sind daher vom Nachlasswert abzuziehen. Dies gilt bspw. für die von Ihnen angeführten Kosten einer privaten Pflegekraft 

3. Auto: Da im Testament geregelt wurde, dass den Kindern jeweils 1/6 des Nachlasses auszuzahlen ist, fallen sämtliche Vermögensgegenstände Ihres Mannes in den Nachlass, somit auch das Auto. Jedes Kind hat daher einen Anspruch auf 1/6 des Wertes des Autos zum Zeitpunkt des Erbfalls. 

4. Beerdigungskosten: Diese gelten ebenfalls als Nachlassverbindlichkeiten, auch wenn sie erst durch den Tod entstehen. Als Nachlassverbindlichkeiten mindern sie den Nachlasswert und damit den Anspruch der Vermächtnisnehmer. 

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, wünsche Ihnen alles Gute und stehe Ihnen gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin


ANTWORT VON

(71)

Roseplatz 6
31787 Hameln
Tel: 01772422226
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Steuerrecht, Erbschaftssteuerrecht, Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 91445 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr klare und ausfuehrliche Antwort zu einem schwierigen Thema. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
verständlich und schnell dazu. Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Präzise und erschöpfend. Danke! ...
FRAGESTELLER