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Höhe des Kindesunterhalt berechnen


02.08.2017 16:12 |
Preis: 58,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Zahle seit über drei Jahren der Mutter meiner Tochter (war nie mit Ihr verheiratet) "Kindesunterhalt" und natürlich auch noch Kleidung, Spielsachen etc. auch wenn das schon mit im Unterhalt abgegolten ist.
Würde gerne wissen ob ich beim Kindesunterhalt hier das „bereinigte Nettoeinkommen" ansetzen kann?
Momentan Zahle ich 470€ (hier habe ich schon das anteilige „halbe Kindergeld" abgezogen).
Zur Erläuterung: Habe mein Nettoeinkommen aus 2016 als Grundlage herangezogen.
Komme bei einem 12 Monatsschnitt auf 4892€ inkl. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Sonderzahlungen. Brutto wären es 93445€/Jahr.
Würde jetzt, da ich privat Versichert bin, meinen monatlichen Beitrag von 593,94€ abziehen. Des Weiteren noch meine private Rentenversicherung in Höhe von 163€.
D.h.
4892€ Monatsgehalt
- 593€ private Krankenversicherung
- 163€ private Rentenversicherung
macht ein bereinigtes Monatseinkommen von 4136€ (Netto)
Gibt es hier noch weitere abzugsfähige Positionen die ich berücksichtigen kann wie z.B. Pauschale von 5% des Einkommens als „berufsbedingt" , Lebensversicherung etc.?

Ich möchte meiner Tochter hier nicht irgendwelche Mittel kürzen, jedoch bittet die Mutter meiner Tochter mich für alles Mögliche „zur Kasse" wir z.B. den Geb. meiner Tochter im Dezember (Teilnehmer 12 Personen davon 3 Personen von meiner Seite (Eltern) + Kindesgeburtstag im Sommer.

Da meine Tochter jetzt im August zur Schule kommt, soll ich die Betreuungskosten für die Ganztagsbetreuung in der Schule in Höhe von 130€/Monat + 80€ Verpflegungsgeld anteilig (70% Ich 30% die Mutter) zahlen.
Bei den Betreuungskosten bin ich mir fast sicher, dass ich diese zahlen muß jedoch das Verpflegungsgeld in Höhe von 80€/Monat nicht ,da im Kindesunterhalt abgegolten!?
Dies nur als Beispiel. Ich sehe meine Tochter jeden Mittwoch von 15-19 Uhr und jedes zweite WE von Freitag 15 Uhr bis Sonntag 19 Uhr. Ich liebe Sie über alles und Ihr geht es wirklich sehr gut bzw. Ihr fehlt es an nichts.

Da meine Tochter im Dezember 2016 „6" Jahre alt geworden ist, zahle ich momentan den o.g. Betrag von 470€ (laut Düsseldorfer Tabelle Stufe 8 = 566€-96€)
Die Mutter meiner Tochter hat ein Nettoeinkommen von ca. 2400€ (hat Sie mir mal mitgeteilt, spielt aber bestimmt keine Rolle oder?)

Würde mich über eine Rückmeldung ihrerseits freuen und verbleibe bis dahin.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Abzugspositionen
Sie können neben der privaten Krankenkasse und der privaten Rente noch Beträge zur Vermögensbildung, z.B. Lebensversicherung abziehen. Diese dürfen aber bei Arbeitnehmern, die in der gesetzlichen Rentenversicherung sind insgesamt nicht mehr als 4% des Bruttoeinkommens betragen und müssen konkret nachgewiesen werden. Sie dürfen also neben den Beiträgen der privaten Rentenversicherung auch Beiträge für kapitalbildende Lebensversicherungen mit abziehen, bis insgesamt maximal 4% des Bruttoeinkommens.

Ich gehe davon aus, dass Sie in den OLG-Bezirk Köln fallen. Da gelten die über den Link:
http://www.olg-koeln.nrw.de/infos/unterhaltsleitlinien/
einsehbaren Leitlinien. In Ziff. 10.2 sind die Abzüge für berufsbedingte Aufwendungen geregelt. Es darf hier keine Pauschale in Abzug gebracht werden, sondern es müssen die konkreten Aufwendungen ermittelt und errechnet werden.

Außerdem dürfen Sie Beiträge zur privaten Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung abziehen, sofern vorhanden.

2. Mehrbedarf durch Ganztagesbetreuung
Sie liegen richtig. Die Verpflegungskosten sind im Tabellenbetrag der Düsseldorfer Tabelle enthalten und müssen nicht zusätzlich bezahlt werden. Die Betreuungskosten werden zwischen den Eltern anteilig ihrer Einkommensverhältnisse geteilt. Hierfür spielt das Einkommen der Mutter eine Rolle. Bei den von Ihnen angegebenen Zahlen beträgt die Quote 1/3 Mutter und 2/3 der Kosten anteilig vom Vater zu tragen.

3. Sonstige Zusatzkosten
Bezüglich der anderen Zusatzkosten von größerem Umfang, sollten sich die Eltern im Idealfall vorher einigen. Die Kindesmutter kann nicht einfach "Kosten produzieren" und diese dann im Nachhinein von Ihnen verlangen. Grundsätzlich sind diese dann, sofern sie angemessen sind ebenfalls anhand der Quote (Einkommensverhältnisse der Eltern) zwischen den Eltern zu teilen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten oder Nahcfragen können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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