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Höhe der Notarkosten & Steuern bei der Schenkung?

| 24.09.2008 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein Vater hat vor, mir (oder meiner Tochter 7J) eine Eigentumswohnung in der wir seit 10Jahren wohnen zu schenken. (Marktwert ca. 75.000-100.000€).
Wie hoch wären die Notarkosten, bzw. fallen Erbschaftssteuer und Grunderwerbssteuer an?
Welche Kosten kann mann durch eine "Renovierungsverpflichtung im Gegenzug zur Schenkung" sparen?

Mit freundlichen Grüßen

S.F.

Sehr geehrter Fragesteller,

Aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Die Notarkosten richten sich grundsätzlich nach dem Gegenstandswert. Hier läge ein Schenkungsvertrag vor. Nach § 36 der Kostenordnung wird für die Beurkundung eines Vertrags die doppelte Gebühr verlangt. Bei einem Gegenstandswert von 75.000 € betragen die Notarkosten also 354 €, bei 100.000 € betragen die Kosten 414 €. Hinzu kommen Auslagen des Notars und die Umsatzsteuer.

Bei einer Schenkung fällt grundsätzlich Schenkungssteuer an. Zu berücksichtigen ist hier aber der Freibetrag. Bei einer Schenkung an Sie betrüge der Freibetrag 307.000 €, so dass bei den von Ihnen angegeben Werten nichts zu versteuern wäre. Bei einer Schenkung an Ihre Tochter betrüge der Freibetrag 51.200 €. Hier würde also der drüber hinaus gehende Wert versteuert werden. Beachten Sie, dass alle Schenkungen innerhalb eines Zehnjahreszeitraums für die Erhebung der Steuer zusammengefasst werden und deshalb der Freibetrag nur einmal ausgenutzt werden kann.
Da es sich um eine Schenkung handelt, fällt keine Erbschaftssteuer an. Auch die Grunderwerbsteuer fällt bei einer Schenkung nicht an. Überdies fällt auch bei dem Verkauf an Verwandte in gerader Linie (also Kinder, Enkel etc.) keine Grunderwerbsteuer an.

Eine Renovierungsverpflichtung würde nichts an der Tatsache ändern, dass eine Schenkung vorliegt. Auch die Höhe der Schenkung würde sich nicht ändern.
Eine Schenkung liegt nur dann nicht vor, wenn der Erwerb einer Sache von einer Gegenleistung abhängt. Bei einer Renovierungsverpflichtung läge aber keine Gegenleistung vor. Den von der Renovierung profitieren allein Sie. Der Schenker zieht daraus keinen Nutzen.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Rückfrage vom Fragesteller 24.09.2008 | 12:22

Sehr geehrte Frau Götten,

herzlichen Dank für Ihre überaus kompetente Beratung.
Eine Frage hätte ich noch: Wonach richten sich die Auslagen des Notars? Ungefähre Höhe?

Herzlichen Dank

Mit freundlichen Grüßen

S.F.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.09.2008 | 13:07

Sehr geehrter Fragesteller,

Die Auslagen setzen sich in der Regel aus einer Dokumentenpauschale und Kosten für Telefon und Porto zusammen (§§ 136 , 137 KostO ).
Die Dokumentenpauschale beträgt gemäß § 136 Abs. 2 S.2 KostO unabhängig von der Art der Herstellung in derselben Angelegenheit in jedem Kalenderjahr für die ersten 50 Seiten 0,50 € je Seite und für jede weitere Seite 0,15 €.
Möglich ist auch noch eine Rechnungsgebühr (§ 139 KostO ). Diese entsteht für Rechnungsarbeiten, die durch einen dafür besonders bestellten Beamten oder Angestellten (Rechnungsbeamten) vorgenommen werden und nach dem für die Arbeit erforderlichen Zeitaufwand bemessen werden. Sie betragen für jede Stunde 10 €.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

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