Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Höhe der Aufwandsentschädigung für Makler


| 06.09.2007 08:59 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Im Mai d.J. haben wir einen Vermittlungsauftrag zum Verkauf unserer DHH abgeschlossen. Lt. Vertrag sollen wir das Objekt nicht selbst anbieten, sondern ev. Interessenten an den Auftraggeber verweisen. Maklercourtage 3%, keine weiteren Aufwandsentschädigungen. Vom Käufer nimmt er keine Courtage.
Der Makler hat unser Objekt auf seine Homepage gestellt. Anzeigen sollen wir auf eigene Kosten in eigenem Namen schalten, als provisionsfreier Privatverkauf und Interessenten dann an ihn verweisen. Es lief dann so ab, daß mehrere Interessenten mit uns Besichtigungstermine ausmachten, der Makler aber nie Zeit hatte, dabei zu sein. Von ihm selbst wurde uns bislang kein Interessent vermittelt.
Vor einem Monat trafen wir Bekannte, die sich für unser Haus interessieren u. es vorauss. auch kaufen werden. Dies teilten wir gleich dem Makler mit. Außerdem erbaten wir uns, diesen Privatverkauf nicht an ihn zu vermitteln, ihm im Verkaufsfall jedoch seine Auslagen für die Internetpräsenz zu vergüten. Nun kam eine so überhöhte Honorarrechnung, mit diversen Anfahrten zum Objekt (er war nur einmal bei uns), persönliche Beratungskosten, Bearbeitungspauschale etc.
FRAGE: Müssen wir dies alles bezahlen?
Oder können wir uns auf § 652 BGB berufen, da der Vertrag ja nicht infolge einer Vermittlung des Maklers zustande kommt.
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage,
Freundliche Grüße

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Die Frage, ob Sie die in Rechnung gestellten Leistungen vergüten müssen, richtet sich danach, ob Sie entsprechende vertragliche Vereinbarungen getroffen haben.

Sie haben einen Vermittlungsvertrag geschlossen. Bei der Vermittlung ist es nicht unbedingt notwendig, dass der Käufer von dem Makler geworben wurde und der Makler den Kaufvertrag zum Abschluss gebracht hat. Es reicht vielmehr aus, wenn der Makler auf den Käufer Einfluss nimmt, damit dieser den Vertrag abschließt.

In Ihrem Fall ist der Vertrag aber wohl völlig unabhängig von der Maklertätigkeit zustande gekommen. Daher müssen Sie grundsätzlich auch keine Provision zahlen. Hier haben Sie dennoch einen Vertragsbruch begangen, denn Sie waren verpflichtet, den Interessenten an den Makler weiterzuleiten. Der Makler hat Ihnen diesen Vertragsbruch jedoch nicht vorgeworfen.

Die Nebenkosten, wie Beratungskosten, Bearbeitungspauschale etc. müssen Sie tragen, wenn dies vertraglich vereinbart war. Keinesfalls haben Sie Anfahrten zu tragen, die nicht stattgefunden haben. Hier sollten Sie Ihren Makler vor begleichen der Rechnung dazu auffordern, Ihnen diese Anfahrten darzulegen.

Wie Sie sehen, kommt es hier darauf an, was genau vertraglich vereinbart war. Dabei ist insbesondere auf eventuell vorliegende Allgemeine Geschäftsbedingungen zu achten, soweit diese wirksam sind. Tauchen die in Rechnung gestellten Kosten nicht im Vertrag auf, sind sie entsprechend nicht zu tragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2007 | 13:49

Sehr geehrter Herr Kerres,
vielen Dank für die sofortige Beantwortung.
Im Vermittlungsauftrag steht nur: "Für Aufwendungen erhält der
Auftragnehmer eine Vergütung in Höhe von 3% Maklercourtage auf die Verkaufssumme. Es werden keine zusätzlichen Aufwandsent-schädigungen dem Auftraggeber in Rechnung gestellt." AGB liegen
uns auch nicht vor.
Auf mein Angebot, ihm die Internetpräsenz zu erstatten, ist er eingegangen, hat nicht darauf bestanden, die Interessenten an ihn zu verweisen.
Wir sind ja auch grundsätzlich bereit, ihn zu "entschädigen", nur sind wir nicht bereit, eine "willkürlich hohe" Honorar-rechnung zu zahlen, die wir auch gar nicht nachvollziehen können.
Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2007 | 14:11

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sie sollten den Makler auffordern, Ihnen die Abrechnungsgrundlage und die Höhe der einzelnen Abrechnungspositionen darzulegen. Denn aufgrund der mir vorliegenden Informationen ist es mir leider nicht möglich den genauen Maklerlohn konkret zu berechnen.

Weigert sich der Makler, dies zu tun, besteht jedoch gleichzeitig auf Zahlung, sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Insoweit stehe auch Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die absolut schnelle Beantwortung und Hilfestellung. Dies ist für meine weitere Vorgehensweise sehr unterstützend. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60164 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Toll. vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,0/5,0
Meine Frage wurde ausreichend beantwortet, jedoch finde ich es nicht besonders hilfreich wenn man nur auf Paragraphen verweist, die zur Anwendung kommen, ohne deren Inhalt bzw. deren Auswirkung zu nennen. In meinem Fall hätte ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank an RA Fork! Kurz und präzise auf den Punkt, zügige Rückmeldung - jederzeit gerne wieder! ...
FRAGESTELLER