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Höhe der Anwaltsrechnung


| 01.08.2007 09:20 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen Streitigkeiten ( Erbauseinandersetzung )in der Familie mußte ich mir einen Anwalt nehmen.
Diesen hatte ich zu drei Gesprächsterminen jeweils zu 30 Minuten in Anspruch genommen. Er verschickte drei Mails an mich und ca.
3 Anschreiben an die gegenerische Partei. Er hat noch die Nachlassunterlagen vom Nachlassgericht angefordert.
Auf Nachfrage wollte ich wissen, welche Kosten ca. auf mich zukommen. Daraufhin erhielt ich die Auskunft von Rechtsanwalt, dass ich mit ca. zwischen 3500 und 4000 € rechnen muss.
Die Zahlungsforderung an meinem Bruder beträgt 50 000€ ( für bestehendes Wohnhaus und Bargeldnachlass ).
Ich habe dazu mal eine Tabelle aus dem Internet gezogen. Darin ist die Rede von ca. 1046,-€ für eine derartige Summe.
Deshalb meine Frage an Sie. Ist es dann rechtens, dass mein Rechtsanwalt das drei bis vierfache von mir dazu einfordert?
Falls dieser Fall eintreten sollte ( Rechnung liegt mir noch nicht vor ), wie könnte ich mich dagegen währen?
Sehr geehrte Fragestellerin,

sofern Sie mit Ihrem Anwalt keine Vergütungsvereinbarung getroffen haben, kommt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz zur Anwendung. Die von Ihnen beschriebenen Tätigkeiten fallen unter Nr. 2300 des Vergütungsverzeichnisses. Dort ist für die Geschäftsgebühr ein Faktor von 0,5 bis 2,5 einer Gebühr vorgesehen, wobei üblicherweise von einer Gebühr von 1,3 bei einer durchschnittlichen Tätigkeit ausgegangen wird. Eine 1,3fache Gebühr bei einem Gegenstandswert von 50.000,00 € beträgt 1.359,80 Euro zzgl. Auslagenpauschale und Umsatzsteuer.

Eine höhere Gebühr käme in Betracht, wenn es sich um eine umfangreiche oder schwierige Sache handelt. Dabei dürfen Sie nicht nur den Aufwand in Besprechungen mit Ihnen oder in der Anfertigung von Schreiben sehen, sondern auch evl. in der Recherche des Anwalts und in der (manchmal zeitaufwändigen) Lösung schwieriger Rechtsfragen, was für Sie möglicherweise nicht ohne weiteres erkennbar ist.

Ich empfehle Ihnen, zunächst die Rechnung abzuwarten und dann - falls Unklarheiten bestehen - den Anwalt damit zu konfrontieren. Er ist verpflichtet, Ihnen auf Nachfrage die Rechnung zu erläutern und eine Überschreitung der Schwellengebühr von 1,3 zu begründen. Die Bezahlung einer überhöhten Rechnung können Sie verweigern und nur den berechtigten Teil bezahlen. Sie müssen dann damit rechnen, dass Ihr Anwalt den Rest einklagt und dass dann ein Gericht über die Berechtigung der Rechnungshöhe entscheiden wird.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de




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