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Höhe Pflichtteil


| 29.09.2006 17:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Mann und ich haben ein Berliner Testament in dem wir uns gegenseitig als Alleinerben und als Erbe des Letztversterbenden unsere gemeinsame Tochter eingesetzt haben. Der Sohn meines Mannes aus erste Ehe wird also nicht berücksichtigt.
Was alles für die Berechnung des Pflichtteiles herangezogen wird ist mir bekannt. In unserem Fall auch ein Einfamilienhaus,
welches mein Schwiegervater mir und meinem Mann je zur Hälfte per notarieller Schenkung überlassen hat. Bedeutet dies, bei einem Wert von 200.000 Euro, das mir der Wert von 100.000 Euro und die Hälfte vom Hausanteil meines Mannes zusteht? Somit würde sich der Pflichtteil (nur bezüglich des Hauses) wie folgt berechen? 50.000 Euro : 2 (beide Kinder)= 25.000 Euro
davon die Hälfte als Pflichtteil = 12.500 Euro

Sind meine Überlegungen richtig ?
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Sehr geehrte Fragestellerin,

für den Fall, dass Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, sind diese Überlegungen im wesentlichen richtig. Der gesetzliche Erbteil der beiden Kinder Ihres Mannes beträgt in diesem Fall jeweils 1/4, die Hälfte davon, also 1/8 (= jeweils 12.500 Euro bei einem unterstellten Nachlasswert von 100.000 Euro), ist dann jeweils deren Pflichtteil. Als Alleinerbin Ihres Mannes stünde Ihnen dann der Rest zu, der nach Abzug des Pflichtteils für die beiden Kinder verbleibt. Dies wären 3/4 vom Nachlass Ihres Mannes (= 75.000 Euro bei einem unterstellten Nachlasswert von 100.000 Euro). Außerdem bleibt Ihnen natürlich Ihr eigener Anteil.
Der Pflichtteilsanspruch ist ein reiner Zahlungsanspruch, die Pflichtteilsquote bezieht sich immer auf den Wert des gesamten Nachlasses und nicht auf einzelne Gegenstände.

Nicht berücksichtigt sind hierbei mangels Kenntnis sämtlicher Einzelheiten des Falles aber etwaige erbrechtliche Sonderregelungen, so z.B. falls der Erblasser in den letzten zehn Jahren vor dem Erbfall Schenkungen gemacht hat. Dann können die Pflichtteilsberechtigten noch einen sog. Pflichtteilsergänzungsanspruch haben, der die Schenkungen mit berücksichtigt.

Sollten Sie nicht im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, teilen Sie mir bitte Genaueres im Rahmen der Nachfragefunktion mit, dann kann die Rechtslage eine andere sein.


Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
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