Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Höhe Krankgeld bei Arbeitslosigkeit


| 30.03.2007 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske




Meine Situation:

Ich bin zur Zeit arbeitsunfähig und bin krankgeschrieben, werde aber am 01.Juni.2007 arbeitslos.

Nun bin ich aber seit 01.11.2004 teilzeitbeschäftigt, arbeite also seither 6 Stunden anstatt 8, da sich der Zusand meiner psychisch kranken Tochter, deren Betreuerin ich auch bin, in den letzten 3 Jahren sehr verschlechtert hat. Diese Belastung hat mich auch krank gemacht.


Meine Frage an Sie ist sehr „konkret“: Wie berechnet sich die Höhe des Krankgeldes, wenn ich höchstwahrscheinlich auch dann-also bei Eintritt der Arbeitslosigkeit- noch arbeitsunfähig geschrieben bin?

Welcher Bemessungszeitraum/Bemessungsentgelt wird bei der Berechnung herangezogen?

Gilt die gleiche Sonderregelung wie bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes, welche besagt daß:

Wenn

„-nach einem zusammenhängenden Zeitraum von 6 Beschäftigungsmonaten, innerhalb der letzten 3 Jahre vor Entstehung des Anspruchs, die Arbeitszeit nicht nur vorübergehend durch Teilzeitvereinbarung um mindestens 5 Stunden vermindert und die verbliebene Arbeitszeit weniger als 80% der durchschnittlichen regelmäßigen Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeitbeschäftigten betragen hat“

dann: "der Zeitraum mit der verminderten Arbeitszeit, bei der Bildung des Bemessungszeitraumes(für das Arbeitslosengeld) außer Betracht bleibt."

Bei mir treffen alle diese Voraussetzungen zu.

Kurz gefragt, wird bei der Berechnung der Höhe meines Krankgeldes, nach Eintritt der Arbeitslosigkeit, als BemessungENTGELT mein „letztes“ Vollzeitbrutto herangezogen?






Sehr geehrte Fragestellerin,

durch den Bezug des Krankengeldes bleibt Ihre bisherige Mitgliedschaft bei der Krankenkasse auf Grund der früheren versicherungspflichtigen Beschäftigung nach § 192 Abs 1 Nr 2 SGB V über das Ende der Beschäftigung hinaus aufrechterhalten. Die Berechnung des Krankengeldes richtet sich daher auch weiterhin nach § 47 SGB V. An der Höhe Ihres Krankengeldes ändert sich nichts, solange Sie nicht zwischenzeitlich wieder arbeitsfähig werden und Arbeitslosengeld beziehen. Das Krankengeld beträgt i.d.R. 70 % des Regelentgelts, dieses berechnet sich auf Grundlage des Arbeitsentgelts, das während des letzten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit abgerechneten Entgeltabrechnungszeitraumes (mindestens aber vier Wochen) erzielt wurde. Die von Ihnen erwähnte Sonderregelung für die Berechnung des Arbeitslosengeldes bei einer Arbeitszeitverminderung gilt hier also nicht.

Erst wenn Sie zwischenzeitlich wieder arbeitsfähig werden und aus dem Bezug von Arbeitslosengeld heraus wieder Krankengeld beziehen, ändert sich auch die Berechnungsgrundlage für das Krankengeld. Dann gilt für die Berechnung des Krankengeldes § 47 b SGB V. Die Höhe des Krankengeldes entspricht dann der Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes, so dass die Sonderregelung für die Arbeitszeitverminderung dann mittelbar auch für die Höhe des Krankengeldes gilt.
Werden Sie zwischenzeitlich wieder arbeitsfähig und erst während des Bezuges von Arbeitslosengeld dann wieder krank, erfolgt die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit dann aber nicht mehr wie bisher auf Grundlage der letzten Tätigkeit. Arbeitslose gelten erst dann als arbeitsunfähig, wenn sie auf Grund einer Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, leichte Tätigkeiten an mindestens 15 Wochenstunden auszuüben.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Haeske,

danke für Ihre schnelle, kompetente Antwort mit der Sie mir sehr weitergeholfen haben.

"