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Höhe Kindesunterhalt drittes Kind

| 09.07.2011 17:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Der Ex-Mann meiner Frau muss Unterhalt für drei Kinder bezahlen. Für Kind 1 und 2 (über 18) zahlt er ungefähr 450 EUR pro Kind.
Für das dritte Kind (Alter 16) zahlt er 382 EUR.

Sein Einkommen liegt bei ca. 100'000 EUR brutto pro Jahr. Unterhaltspflicht für Ex-Frau besteht natürlich nicht mehr.

Gemäss Düsseldorfertabelle kommen wir für das dritte Kind auf eine Unetrhaltspflicht von 553 EUR/Monat (Stufe 9).

Was würde uns eine Klage kosten und wie stehen die Chancen? Eine Einigung auf vernünftigem Wege scheint leider nicht möglich.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Für die Unterhaltsberechnung ist nicht das Bruttoeinkommen maßgeblich, sondern das bereinigte Nettoeinkommen. Welche Positionen vom Bruttoeinkommen abgezogen werden dürfen, ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle sowie aus den Leitlinien der zuständigen Oberlandesgerichte. Für Sie gelten die Süddeutschen Leitlinien.
Die Kosten einer Klage richten sich nach dem Verfahrenswert. In Unterhaltssachen wird dieser grundsätzlich nach dem jährlichen Unterhaltsbetrag zzgl. etwaiger Unterhaltsrückstände berechnet. Soll lediglich ein höherer Unterhaltsbetrag geltend gemacht werden als bisher gezahlt wurde, berechnet sich der Verfahrenswert nach dem Jahresbetrag aus der Differenz zwischen gezahltem und geltend gemachtem Unterhalt. Bei meiner Beispielsberechnung unterstelle ich, dass die angegebenen Zahlen richtig sind - wobei es anstatt 553 € wohl 556 € heißen muss. In diesem Falle ergibt sich ein Differenzbetrag in Höhe von 174,00 €. Der Verfahrenswert beträgt dann 2.088,00 € (174 x 12). Nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz fallen bei einer Klage folgende Gebühren an:

1,3 Verfahrensgebühr: 209,30 €
1,2 Terminsgebühr: 193,20 €
Auslagen: 20,00 €
Umsatzsteuer: 80,28 €
Summe: 502, 78 €

Bitte beachten Sie, dass bei dieser Berechnung eine außergerichtliche Tätigkeit des Anwalts nicht berücksichtigt wurde und Fahrtkosten etc. ebenfalls nicht in die Berechnung einbezogen wurden.

Für Ihre minderjährige Tochter dürfte jedoch ein Anspruch auf Verfahrenskostenhilfe bestehen, sodass die Kosten vom Staat getragen werden. Zu den Erfolgsaussichten kann ich anhand Ihrer Angaben leider keine Aussage treffen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion. Wenn Sie eine weitere Vertretung über die hier erteilte Erstberatung hinaus wünschen, bitte ich Sie, mich zunächst per E-Mail zu kontaktieren.
Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.


Nachfrage vom Fragesteller 09.07.2011 | 18:16

Danke für ihre Antwort, jetzt noch eine Nachfrage, falls wir gewinnen trägt dann die Gegenseite die Gerichtskosten oder werden diese dann geteilt, bzw. bleiben sogar die gesamten Kosten bei uns?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.07.2011 | 20:34

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

In Unterhaltssachen entscheidet das Gericht über die Kostenverteilung nach billigem Ermessen. Besonders berücksichtigt wird hier das Verhältnis von Obsiegen und Unterliegen der Beteiligten, einschließlich der Dauer der
Unterhaltsverpflichtung,§ 243 FamFG.

In der Regel erfolgt Kostenaufhebung, das heißt, jeder Partei trägt ihre Kosten selbst. Aber auch andere Entscheidungen sind möglich.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 09.07.2011 | 18:24

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 09.07.2011 3,6/5,0
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