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Höhe Grunderwerbsteuer bei Kauf von Grundstück aus einem Erbbaurechtsvertrag


19.03.2017 13:55 |
Preis: 65,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Wir haben ein Grundstück am 1.4.2014 auf Erbbaurecht von einer Stadt erworben. Dieses Grundstück haben wir nun zum 9.3.2017 käuflich erworben.

Unsere Frage: wie errechnet und wie hoch ist in diesem Fall die Grunderwerbsteuer (beim nachträglichen Kauf des Grundstückes)? Als Kaufpreis sind 94.049 Euro angenommen.

Hier die weiteren Daten, die benötigt werden:
Kaufpreis: 94.049 Euro
Erbpachtzins im Vertrag: 4%
Vergünstigung für mehr als 2 Kinder unter 18: bis 12.5.2026 - 2%
Vergünstigung für bis zu zwei Kinder: 13.5.2026-26.7.2031 – 3%
Erbauzins ab 27.7.2031: 4%
Laufzeit des Vertrags 99 Jahre
Bundesland: Baden Württemberg

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Drei Jahre nach dem Erwerb des Erbbaurechts, haben Sie nunmehr das Grundstück für EUR 94.049,00 käuflich erworben.

Um den Wert des Erbbaurechts zu ermitteln, benötige ich noch den Jahreswert des Erbbauzinses.

Die Berechnung würde dann wie folgt aussehen:

Jahreswert des Erbbauzinses: EUR X
Laufzeit Erbpachtrecht: 99 Jahre
Verbleiben somit: 99 Jahre - 3 Jahre = 96 Jahre.
Vervielfältiger für eine Restlaufzeit von 96 Jahren nach Anlage zu § 9a Bewertungsgesetz: 18,572.

Wert des Erbbaurechts: Jahreswert Erbbauzins x 18,572 = EUR X (Wert des Erbbaurechts)

Die Gegenleistung für das Grundstück wird in der Weise errechnet, dass der Wert des Erbbaurechts vom Kaufpreis des Grundstücks abgezogen wird:

EUR 94.049 - EUR X Wert des Erbbaurechts = EUR X (Gegenleistung für das Grundstück).

Das Produkt aus dem Wert für die Gegenleistung für das Grundstück und dem Hebesatz von 5,0 % (Hebesatz in Baden-Württemberg) ergäbe die zu zahlende Grunderwerbsteuer.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar geblieben ist, damit Sie hier zufrieden aus der Beratung gehen.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -



Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2017 | 16:10

Sehr geehrter Herr Roth,

danke für die Erläuterung, der prinzipielle Teil ist klar. Meine Frage ist aber, wie hoch die Grunderwerbsteuer ist? Dazu braucht man wie sie oben schreiben, den Jahreswert des Erbbauzinses. Wie ist dieser bei unserer Konstellation zu berechnen, da dieser ja die Bestandteil der Rechnung ist?

Vielen Dank für die Klärung.

Freundliche Grüsse,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.03.2017 | 11:28

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Der Erbbauzins beträgt nach Ihren Angaben 4 %, so dass der Jahreswert insgesamt EUR 3.761,96 beträgt.
Der Wert des Erbbaurechts beträgt EUR 3.761,96 x 18,589 (Vervielfältiger bei 99 Jahren) = EUR 69.931,07.

EUR 94.049 - EUR 69.931,07 = EUR 24.117,93 (Gegenleistung für das Grundstück).

EUR 24.117,93 x 5 % = EUR 1.205,90 (= Grundwerbsteuer).


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

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