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Höhe Anwaltsgebühren für Beschwerde vor OLG


04.09.2005 18:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir hatten ein Verfahren wegen des Umgangsrechtes mit unseren Kindern beim Amtsgericht. Es wurde ein Beschluss gefasst.
Der Streitwert wurde vom Gericht mit 3.000,- € festgelegt.
Die folgende Abschlußrechnung meiner Anwältin in Höhe von 1.110,70 € habe ich dann bezahlt.
Anschließend stellte ich erschrocken fest, das meine Anwältin den Beschluss des Amtsgerichtes falsch interpretiert hat, so das doch nicht der von mir gewünschte Umgang erreicht war.
Ich bat meine Anwältin darum Beschwerde bim OLG gegen diesen Beschluss einzureichen. Dies hat sie dann noch gerade fristgerecht geschafft.
Nach längerem Überlegen habe ich dann die Zusammenarbeit mit meiner Anwältin abgebrochen und einen anderen Anwalt gebeten, meine Interessen zu vertreten.
Daraufhin bekam ich eine Rechnung für das Schreiben einer Beschwerde beim OLG:
20,-€ Pauschalsatz für Post- und Telefondienstleistungen
302,40 € Verfahrensgebühr §§2,7,13 (Gebührensatz 1,6)
insgesamt incl. MwSt. : 373,98 €

Dies erscheint mir ein wenig hoch für eine Beschwerde mit 4 Seiten Text. Das hätte ich selber wesentlich billiger gekonnt.

Sind die Rechnungen meiner ehemaligen Anwältin korrekt. Darf sie so viel verlangen ?
04.09.2005 | 19:50

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Anfrage bedanke ich mich recht herzlich und möchte Sie sogleich unter Berücksichtigung der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen summarisch (s. Hilfe-Button) beantworten.

1.
Bei einem Gegenstandswert von 3000,--, ergibt sich bei einer 1,6er Gebühr (hier einmal unterstellt) ein Gebührenanspruch (bei Verfahrens – und Terminsgebühr) von ca. 747,46. Wo der restliche Betrag herkommt, kann ich nicht so erkennen. Ich weise darauf hin, dass die Erstberatung voll auf weitere Gebühren angerechnet wird.
2.
Ich denke nicht, dass Sie ohne Zulassung zur Anwaltschaft (bei Familiensachen herrscht aus guten Gründen Anwaltszwang) die Beschwerde selbst hätten verfassen können.

Bei der Beschwerde fallen die Gebühren bereits mit Einreichen bei Gericht an. NachNr. 3200 VV RVG ist dabei eine Höhe von 1,6 nicht zu beanstanden. Daraus ergibt sich (inkl. Auslagen u MwSt.) ein Betrag von 373,98 €

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Gern stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden Link!

mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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