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Höchstdauer der Reparatur im Garantiefall

21.03.2006 10:40 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


10:52

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 17.11.2005 habe ich einen PC in einem Fachmarkt-Discounter erworben (€399,-). Ende Februar diesen Jahres trat dann ein Problem in der Form auf, dass sich der Rechner nicht mehr starten ließ, so dass er für mich nicht mehr benutzbar war.
Am 28.02.2006 habe ich dann den Rechner beim Discounter zur Reparatur gegeben. Dort sagte man mir, dass der Rechner leider nicht vor Ort in Stand gesetzt werden könne, sondern an den Hersteller geschickt werden müsse. Dauer der Reparatur könne bis zu 6 Wochen sein.
Mittlerweile sind 3 Wochen vergangen und laut Auskunft des Discounters gibts es noch keine Nachricht über den Reparaturstatus des Gerätes, aber es hätte auch andere Fälle gegeben, bei dem die Reparatur bis zu 8 Wochen gedauert hätte.

Meine Frage ist nun, ob es gesetzliche Bestimmungen über die maximale Dauer solch einer Reparatur gibt bzw. ob mir ggf. eine Entschädigung oder ähnliches zusteht.

Mit freundlichen Grüßen
.-.-

21.03.2006 | 11:04

Antwort

von


(233)
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80336 München
Tel: 089/22843355
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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Sie haben die Möglichkeit dem Verkäufer eine angemessene Frist zur Nacherfüllung zu setzen. Angemessen in diesem Sinne ist eine Frist von einer Woche bis zu einem Monat, hierbei kommt es auf den Einzelfall an.

Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein technisches Gerät, ich halte eine Frist von einem Monat für angemessen. Sie können die Frist aber auch kürzer setzen, diese verlängert sich „automatisch“ bis zur Angemessenheit. Das bedeutet, dass im Falle eines Rechtsstreits, das Gericht von einer nach seiner Ansicht angemessenen Frist ausgeht, die im Zweifelsfalle auch länger als die von Ihnen gesetzte sein kann. Dies ist aber vorliegend nicht ausschlaggebend, da in der Zwischenzeit bereits drei Wochen vergingen, ohne dass der Verkäufer tätig wurde.

So Sie eine einmonatige Frist setzen, können Sie, falls der Verkäufer innerhalb dieser Zeit keine reparierte (nacherfüllte) Sache liefert, vom Vertrag zurücktreten, mindern oder Schadensersatz verlangen.
Rücktritt bedeutet, dass der Verkäufer den Computer zurücknehmen muss und Sie den Kaufpreis vollumfänglich erstattet bekommen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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Rückfrage vom Fragesteller 21.03.2006 | 16:28

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, muss ich beim Setzen der Frist dem Discounter den Zeitrahmen von einem 1 Monat einräumen (auch wenn bereits 3 Wochen verstrichen sind), um die Möglichkeit zur Minderung, Rücktritt oder Schadensersatz wahrnehmen zu können.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.03.2006 | 10:52

Leider habe ich mich bei meiner Antwort wohl missverständlich ausgedrückt. Hätten Sie von Anfang an eine Frist gesetzt, wäre ein Monat angemessen gewesen.
Da nun aber bereits drei Wochen verstrichen sind, ist meines Erachtens eine kürzere Frist angemessen. Ich empfehle Ihnen, dem Verkäufer nunmehr eine Frist von (noch) drei Wochen zu setzen.
Nach erfolglosem Fristablauf können Sie die genannten Rechte wahlweise geltend machen.

ANTWORT VON

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