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Hochzeitsvereinbarung und Terminreservierungsgebühr

07.05.2019 07:26 |
Preis: 60,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Ich bin Hochzeitsfotograf und schließe mit meinen Brautpaaren eine Hochzeitsvereinbarung. Auf der Hochzeitsvereinbarung steht groß mein Name, nur in Widerrufsbelehrung bzw. DSGVO steht der Firmenname. Unterschreiben tue ich den Vertrag auch nur mit meinen Namen.
Auch auf dem Angebot erscheint nur mein Name, nicht der der Firma.

Jetzt hat ein Hochzeitspaar die Terminreservierungsgebühr beim Treffen zum Teil in Bar bezahlt. 1000 Euro insgesamt 1500 Euro.

Die Rechnung stelle ich jedoch immer über die Firma, bei welcher ich auch angestellt bin. Jetzt behauptet er, er habe mit der Firma kein Vertragsverhältnis und will natürlich nicht zahlen.

Bei unserem Treffen haben wir uns aber auch darüber unterhalten und er sagte schon das dies nicht ganz in Ordnung ist. Ich habe es Ihm daraufhin erklärt. Somit wusste er es.

Das Paar ist mit meiner Arbeit (wir hatten ein Engagement Shooting), nicht zufrieden und wollen Ihre Hochzeit nicht mehr von mir fotografiert haben. Sie wollen mir das Engagement bezahlen und den Rest zurückfordern.

Die Frage:
Ist meine Rechnung über die Firma rechtens oder kann er sich tatsächlich herauswinden. Oder muss ich ihm die Rechnung über meine Personenfirma erneut ausstellen. Was ich eigentlich nicht möchte.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Erklärung ist so auszulegen, wie ein objektiver Dritter sie in der Situation des Empfängers verstehen würde. Ausgelegt wird also nach dem objektiven Empfängerhorizont vgl. §§ 133 , 157 BGB .

Wenn auf dem Angebot nur Ihr Name erscheint und auch auf der Vereinbarung Ihr Name groß gedruckt ist und die Firma nur in Widerrufsbelehrung und Datenschutzhinweisen genannt wird, kann das Hochzeitspaar davon ausgehen, dass Sie und nicht die Firma Vertragspartner wird.

Anders sieht die Sache aus, wenn Sie das Paar vor Vertragsschluss aufgeklärt haben, dass entgegen der Unterlagen nicht Sie persönlich Vertragspartner werden, sondern die Firma und Sie nur als Angestellter der Firma den Auftrag ausführen. Dann würde die Firma Vertragspartner und Auftragnehmer werden und wäre berechtigt, die Rechnung zu stellen. Diese mündliche Aufklärung müssten im Streitfalle aber Sie beweisen, da die schriftlichen Unterlagen wie ausgeführt auf einen direkten Vertragsschluss mit Ihnen schließen lassen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.05.2019 | 15:15

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Auf der Webseite steht https://www.fotograf-in-muenchen.de/Impressum die Firma IT Systems und Media UG. Alle Dienste etc. werden über die Firma IT Systems und Media UG angeboten.

Ist es denn nicht eigentlich egal wer die Rechnung stellt, hauptsache es wird korrekt abgerechnet?

Ich kann ausnahmensweise die Rechnung auch über meine Personenfirma Ralf Diehle stellen. Wäre das besser, jetzt die schon ausgestellte REchnung zu stornieren und eine neue Rechnung über Ralf Diehle zu stellen? Ist es schlecht, wenn ich ihn das per email oder Whatsapp frage was ihm lieber ist?

DAnke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.05.2019 | 20:17

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Egal ist das leider nicht da nur der Vertragspartner die Leistung in Rechnung stellen darf. Die sollten sich daher besser darauf berufen, dass Sie den Kunden entsprechend vorher aufgeklärt haben. Im Streitfalle könnte auch eine Abtretung der Forderung eine Lösung sein. Die alte Rechnung stornieren und eine neue Rechnung mit ihrem Namen stellen halte ich in diesem Fall für inkonsequent.

Mit freundlichen Grüßen

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