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Hochzeitssaal Inhaber aus dem Saal geflogen

02.03.2019 18:09 |
Preis: 48,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Hallo,

wir haben am 20.10.2019, einen Saal für unsere Hochzeit am 28.09.2019 gebucht und angezahlt.

Jetzt ist wohl der Ihnhaber mit gerichtlich angeordneter Zwangsräumung aus dem entfernt worden. Somit kann unsere Hochzeit nicht in dem Saal stattfinden. Die Inhaber haben jetzt aber zwischenzeitlich einen neuen Saal in einer anderen Stadt angemietet. Wir haben den bereits besichtigt und der sagt uns allerdings überhaupt nicht zu.

Die Betreiber weigern sich jedoch uns unsere Anzahlung zurück zu zahlen.

Jetzt sind wir gezwungen einen Neuen Saal zu mieten und neue Einladungen zu drucken. Natürlich sind an dem Tag keine Termine frei in der selben preisstufe, weshalb jetzt alles teurer wird selbst Catering. Meiner Berechnung nach ca. 4000€ Mehraufwand und ich müsste zwei Tage mehr Urlaub nehmen.

Zu meiner Frage:

- Kann ich meinen Mehraufwand geltend machen?

- Meinen Urlaub anrechnen (Finanziell)

- Bin ich verpflichtet den neuen Saal zu nehmen oder haben die Saalbetreiber vertragsbruch bzw. können den Vertrag nicht erfüllen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Grundsätzlich sind Sie nicht dazu verpflichtet, auf den neu angebotenen Veranstaltungort auszuweichen, wenn der Vertrag explizit nur für den vorgesehenen Saal geschlossen worden ist. Insofern wäre die Gegenseite dann tatsächlich vertragsbrüchig, weil es ihr subjektiv unmöglich wäre, den Vertrag zu erfüllen. Sie dürfen dann vom Vertrag zurücktreten und können Schadenersatz verlangen, da Sie so zu stellen sind als ob sich nichts an den Rahmenbedingungen geändert hätte.

Im Hinblick auf die Schadenminderungspflicht gemäß Par. 254 Abs. 2 BGB sollten Sie dringend zahlreiche Angebote für Ersatz-Lokalitäten einholen, da Sie nachweisen müssen, dass tatsächlich keine angemessene Alternative bestanden hat. Wenn dies aber nicht der Fall ist, kann der Mehraufwand als Schaden verlangt werden.

In Bezug auf die Urlaubstage gilt die Schadenminderungspflicht ebenfalls. Nur wenn diese notwendig sind, können sie angesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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