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Hochzeitsdienstleisterin hat Anzahlung von Brautpaar zum Teil einbehalten.

25.08.2020 11:20 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Anwälte,

Lieben Dank wenn Sie sich meinen Fall ansehen.

Ich versuche es kurz zu erklären.

Ich bin Hochzeitsrednerin, arbeite(te) seither 8 Jahre ohne Verträge - Nut mit Anzahlungen als "Sicherheit" verwies ich in meinen Rechnungen lediglich auf die Agbs meiner Homepage (diese beinhalten u.a. eine Information bezüglich Absage der Hochzeit unter 3 Monate vor der Hochzeit- (einbehält der angezahlten Gage in Höhe von 85%)

Nun zu meinem Problem mit einem Brautpaar.

Am 19.07.20 sollte die Hochzeit statt finden. Laut aktualisierter Coronaregelung hätte das Brautpaar heiraten dürfen, entschied sich allerdings 4 Wochen vor dem genannten Datum dagegen und cancelte den Termin mit dem angeblichen Vorhaben, die Hochzeit zu verschieben.

Diese Information teilten Sie mir via Whats App mit, mit anfänglich einem Ersatztermin im Herbst/Winter 2021 angedacht, diesen Zeitraum bestätigte ich Ihnen- mit der Bitte ein Datum recht bald zu fixieren- denn schließlich könne ich Ihnen nur so garantieren an Ihrem Tag auch zur Verfügung zu stehen.

Es kam leider anders, denn das Brautpaar wählte aus dem nichts einen Termin aus- im März 2021 , an dem ich bereits leider schon gebucht war.
Ich versuchte ein Gespräch mit ihnen zu finden, es kam leider nur nie zustande. somit bestand die Kommunikation leider immer nur aus Whats App Nachrichten.

Hierüber erreichte mich eine Bitte, ich sollte ihnen doch eine Kollegin empfehlen.

Gesagt, getan- meine Kollegin, würde die selbe Dienstleistung (Gesang und Rede, gleiche Gage) anbieten und hätte auch an dem Ersatztermin noch Kapazitäten.
Die Anzahlung in Höhe von 800€, so machte sie das mit mir aus- sollte ich Ihr dann einfach ein paar Tage vor der Hochzeit überweisen.
Dem Brautpaar würden keine weiteren Umstände damit gemacht werden.
Natürlich vorausgesetzt das Brautpaar, fühle sich mit meiner Kollegin als Ersatz für mich auch wohl.

Ein paar Tage später erhielt ich vom Brautpaar die Bestätigung, meine Kollegin würde ihnen überaus gefallen und das wäre super- somit fixiert.
Ich schlug ihnen hierauf vor die bereits angezahlte Gage an meine Kollegin, weiter zu geben
natürlich auch aufgrund der aktuellen Situation in der wir Dienstleister eben uns befinden, wäre dies die "einfachste Lösung".

Die Antwort war, Nein- wir wollen das Geld sofort zurück.

Ich sagte - in meiner Verzweiflung und natürlich dem netten Herzen und dem Mitleid fürs Brautpaar- okay- ich mache das irgendwie möglich.

Leider erfuhr ich seitens meiner Kollegin, ein paar Tage später das Brautpaar hätte ihr eine Absage erteilte- mit der Aussage sie würden im März aufgrund Kurzarbeit und Corona wohlmöglich nicht mal heiraten, bzw. hatte mir das Brautpaar nach meiner eigenen Rückfrage erklärt sie würden heiraten aber wissen noch nicht ob sie sich zu diesem Zeitpunkt eine Traurednerin leisten können/wollen.



Ich wiederum kam mir natürlich ein wenig veräppelt vor und dachte hierbei lediglich daran, dass das Brautpaar bewusst einen auf meiner Bandseite blockierten Termin als Ersatz wählte, wissentlich ich hätte keine Zeit.

lange Rede, ich habe dem Brautpaar dann mitgeteilt das ich es mir anders überlegt habe- und nun doch 3 Stunden Arbeitszeit und die Anzahlung zu 65% einbehalten werde. (zu diesem Zeitpunkt gab es Treffen, Telefonate- Vorbereitende Arbeit, die eben schon geleistet wurde)

Und aufgrund von dem Austausch mit anderen Dienstleistern zwischendrin hatte ich die Bestätigung eingeholt das dies alle Kollegen so handhaben, voraussetzt es gab kein Verbot aufgrund der Coronabestimmungen.
Dies war in diesem Fall aber nicht gegeben, das Brautpaar sagte aus eigenem ermessen die Hochzeit ab.
Akzeptierte einen Ersatz um diesen dann wieder abzusagen

Nun droht mir das Brautpaar damit weitere rechtliche Schritte einzuleiten, da sie meine Abrechnung so nicht akzeptieren.
Da ich ihnen "immer wieder" versichert hätte, die Anzahlung voll zurück zu bezahlen.

Abgesehen davon, das man menschlich untereinander enttäuscht sein kann- möchte ich gern wissen, ob ich rechtlich "korrekt" gehandelt habe. Bzw. mir wohlmöglich doch Strafen bevorstehen, die diese ganze Situation nur noch verschlimmern würden.


Allerdings sehe ich es nun auch gerade nicht ein, nachzugeben.

Sie haben mir einen Brief via Email geschickt. Hier wurde mir eine Deadline genannt, mit der Anmerkung das ich Ihrerseits mit keinem entgegen kommen mehr zu rechnen habe.

Bietet ich hier nochmal ein entgegen kommen in Höhe einer Ratenzahlung an, sollte ich nicht korrekt gehandelt haben, müsste das Brautpaar dies akzeptieren?
Oder steht das Recht gar auf meiner Seite?



Vielen Dank für Ihre Mühen.






25.08.2020 | 11:55

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben einen Werkvertrag abgeschlossen.
Da die Hochzeit stattfinden kann, würde grundsätzlich die Regelung in den einbezogenen AGB Anwendung finden.

Allerdings haben Sie zugestimmt, den Auftrag an eine Kollegin abzugeben. So wie ich den Sachverhalt lese, ist diese Kollegin keine Angestellte von Ihnen, sondern ebenfalls selbständig tätig.

In diesem Fall käme die Zustimmung zur Abgabe des Auftrags an die Kollegin einer Vertragsaufhebung gleich. Der Vertragspartner kann in diesem Fall das Geld tatsächlich zurückverlangen.

Eine andere Frage ist, ob die Kollegin die Einhaltung des Vertrages verlangen kann. Dies hängt davon ab, ob man sich bereits über ein konkretes Datum und den Vertragsinhalt einig war.

FAZIT: Da Sie den Auftrag abgegeben haben, haben Sie keinen Anspruch auf Zurückbehaltung mehr.

Sie sollten daher den Betrag zurückzahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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