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Hochzeit mit einer Ausländerin, die vorübergehend hier nicht lebt

| 16.05.2009 15:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag, ich benötige eine justische Einschätzung!
Ich möchte meine südamerikanische Freundin heiraten. Sie hat hier in Deutschland 7 Jahre studiert und hat jetzt in ihrer Heimatstadt in Südamerika eine Arbeit aufgenommen, da in Deutschland wegen der Finanzkrise keine Jobs zu bekommen waren. Wir wollen heiraten, für ein paar Jahre getrennt leben und anschließend in Deutschland gemeinsam leben. Ist eine derartige Konstellation in Deutschland rechtlich möglich, incl. einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis für meine zukünftige Frau für Deutschland/Europa ohne hier zu leben und zu arbeiten?
Mit Dank!

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Natürlich können Sie hier in Deutschland heiraten und müssen dann nicht zusammenleben. Für die Eheschließung an sich müssen selbstverständlich beide Partner anwesend sein.

Eine Aufenthaltserlaubnis benötigt Ihre zukünftige Frau dann nicht, wenn sie zunächst ohnehin nicht in Deutschland leben will.

Nach § 28 Abs. 1 Ziffer 1 des Gesetzes über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG) ist Ihrer Gattin grundsätzlich dann eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn Sie Deutscher sind und Ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet haben.

Nach § 28 Abs. 5 AufenthG berechtigt die Aufenthaltserlaubnis auch zur Erwerbstätigkeit.

Weitere Voraussetzungen nach § 5 AufenthG sind, dass der Lebensunterhalt gesichert ist, kein Ausweisungsgrund besteht, die Einreise mit Visum erfolgte und die Gründe für die Einreise angegeben werden.

Es darf sich auch nicht um eine Scheinehe handeln, die nur zum Zwecke der Einreise geschlossen wurde und keine Nötigung zur Eheschließung vorliegt.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 16.05.2009 | 16:21

Sehr geehrte Frau Hein,

ich habe noch eine kurze Nachfrage. Wie verhält es sich in dieser Konstellation mit der Steuerklasseneingruppierung? Muss ich in der Steuerklasse eins bleiben, wenn sie im Ausland arbeitet?

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.05.2009 | 18:24

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Da es sich um eine Zusatzfrage handelt, darf ich diese allein schon im Interesse der anderen User grundsätzlich nicht beantworten, denn diese Nachfragefunktion soll nur dazu dienen Verständnisschwierigkeiten zu klären.

Nachdem die Frage aber eindeutig und kurz zu beantworten ist, werde ich bei Ihnen eine Ausnahme machen:

Ja, Sie müssen in der Lohnsteuerklasse I bleiben, solange Ihre Gattin im Ausland lebt.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen



Astrid Hein
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 16.05.2009 | 18:31

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