Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hochschulzugang ohne Abitur


14.06.2006 00:20 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,

die Verordnung über die Prüfung zum Hochschulzugang ohne Abitur in NRW (für die in der beruflichen Bildung Qualifizierte) datiert vom 24.01.05.

Im Februar 2006 habe ich mich bei der Uni Münster zum Studiengang Psychologie angemeldet.

Am 15.02.06 teilte mir die Uni Münster mit, dass mein Antrag bearbeitet werde und sich der Fachbereichsbeirat am 12.04.06 mit der Zugangsprüfung beschäftigen würde.

Am 7.06.06 bekam ich die Mitteilung, dass die bisherige Einstufungsprüfung keine Gültigkeit mehr habe und die neue Einstufungsprüfung, welche ungleich schwerer ist als die alte Zugangsprüfung, erst Mitte Juli Gültigkeit erlange.

Einen Tag vorher bekam ich telefonisch jedoch die Mitteilung, ich könnte am 28.06.06 zur schriftlichen Prüfung nach der alten Einstufungsprüfung antreten und am 11.07.06 meine mündliche Prüfung ablegen, damit die ZVS-Zulassungsfrist 15.07.06 gewahrt werde. Dies ist nunmehr hinfällig.

Das heisst nun:

die ZVS-Zulassung läuft ab

ich bekomme eine schwierigere Prüfung als nach der alten Ordnung

Ich muss (sollte ich die Prüfung bestehen) wieder ein Jahr warten, um von der ZVS einen Studienplatz zugeteilt zu bekommen.

Wann die alte Prüfungsordnung außer Kraft getreten ist, ist nicht zu erfahren.

Ich möchte die Uni Münster verklagen und bitte um Mitteilung, welche Chancen bestehen.

MfG


A. Stenzel

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage der zur Verfügung gestellten Informationen wie folgt:

Angesichts der bevorstehenden Termine hätte eine Klage nicht die erhoffte Wirkung, da Sie nicht vor den genannten Terminen mit einer Entscheidung rechnen könnten. Insoweit bleibt Ihnen nur die Möglichkeit des einstweiligen Rechtsschutzes um rechtzeitig eine Entscheidung herbeizuführen.

Die Prüfung der Erfolgsaussichten ist ohne die entsprechende Prüfungsordnung, die ich in der Kürze der Zeit nicht zur Verfügung habe, nur bedingt möglich. Was für Sie spricht im Rahmen einer einstweiligen Verfügung, bei der die Glaubhaftmachung der Anspruchsvoraussetzungen ausreicht und ein Vollbeweis nicht erforderlich ist, ist zum einen die telefonische Aussage, wobei hier die Kenntnis des Namens des/der Sachbearbeiters/in unbedingt erforderlich ist.

Zum anderen, so schätze ich Ihre Aussage ein, dass ein Prüfungstermin generell stattfindet. Insoweit ist nicht einzusehen, warum Sie nicht an diesem teilnehmen können.

Weiterhin müsste die entsprechende Verordnung rückwirkende Geltung haben, da Sie bei der Antragsstellung und bis kurz vor der Prüfung noch von den alten Gegebenheiten ausgehen konnten und auch das letzte Datum der Prüfungsordnung vom 24.01.2005 spricht dafür, dass eine Änderung in Ihrem Falle möglicherweise zu spät umgesetzt wurde.

Zur weiteren Verfolgung rate ich Ihnen eine Kollegen vor Ort mit dem Spezialgebiet auf dem Verwaltungsrecht aufzusuchen, insbesondere da die Zeit drängt und eine entsprechende Verfügung vorbereitet werden muß. Sicherlich bestehen gewisse Erfolgsaussichten, die zu bewerten aufgrund der wenigen Information jedoch nicht zuverlässig möglich ist.

Ich hoffe Ihnen zunächst einen Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 14.06.2006 | 08:56

Sehr geehrter Herr Schröter,

was bedeutet "Möglichkeit des einstweiligen Rechtsschutzes"?

MfG



A. Stenzel

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.06.2006 | 15:50

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Vorläufigem Rechtsschutz (auch einstweiliger Rechtsschutz oder Eilverfahren) ist die Möglichkeiten, subjektive Rechte bereits vor einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren (Klageverfahren) wirksam zu schützen.

Allen Formen des Vorläufigen Rechtsschutzes ist gemeinsam, dass sie keine endgültige Entscheidung treffen und auch nur vorläufig die Schaffung vollendeter Tatsachen nicht gestatten (grundsätzliches Verbot der Vorwegnahme der Hauptsache).

Vorläufiger Rechtsschutz kann nur so lange beansprucht werden, wie ein Recht in der Hauptsache geltend gemacht wird oder (noch) geltend gemacht werden kann

Bei Vorläufigem Rechtsschutz durch ein Gericht ist der Prüfungsmaßstab ist reduziert (so genannte summarische Prüfung) und die Art der Darlegung weicht vom Hauptsacheverfahren ab. Das Gericht kann auch ohne mündliche Verhandlung oder sonstige Anhörung entscheiden und Fristen abkürzen. Die Notwendigkeit zur Beschleunigung des Verfahrens lässt in der Regel die Durchführung einer förmlichen Beweisaufnahme (Zeugenvernehmung, Ortsbesichtigung, Sachverständigengutachten) nicht zu.

Entschieden wird grundsätzlich auf der Basis des vorgetragenen oder bekannten Sachverhalts und der von dem Antragsteller glaubhaft gemachten Tatsachen, in solchen Fällen ist zugelassen, eine eidesstattliche Versicherung zu berücksichtigen.

Ich hoffe Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER