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Historische Brunnenanlage verliehen, Herausgabe wird verweigert. Was tun?

| 25.10.2013 16:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


22:23

Zusammenfassung: Wenn der Gegner Schenkung behauptet, trägt der Verleiher die Beweislast für die Vereinbarung einer Leihe.

Auf einem meiner Grundstücke stand eine historische Brunnenanlage aus dem 18ten Jahrhundert. Der gewschätzte Wert liegt bei weit über 100.000.-€. Ich habe das Haus neu vermietet und den Brunnen einem (damals befreundeten) Inhaber eines Gartenbaubetriebes für 1 Jahr als Leihgabe für seine Ausstellung zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug sollte er die Grabstelle meiner Mutter herrichten, so dass kein Unkraut mehr durchwachsen kann. Er holte den Brunnen ab und baute ihn in seiner Ausstellung auf (August 2012). Das Grab wurde mangelhaft gemacht und zusätzlich noch mit 230.-€ berechnet. Ich sagte ihm, er möge das Grab wie vereinbart herrichten, oder mir den Brunnen aushändigen. Nichts geschah, er antwortete mir lediglich, dass er nie Zusagen bezgl. des Grabes gemacht hat und er den Brunnen nicht rausgibt, er wolle ihn für das Jahr behalten. Zwischenzeitlich erteilte er mir schriftlich Hausverbot.
Von seinem Nachbarn erfuhr ich nun, dass er behauptet, ich habe ihm den Brunnen geschenkt, dafür habe er Zeugen. Ich habe ihn nochmals angeschrieben (Einschreiben mit Rückschein), dass er den Brunnen transportfertig auf Europaletten verpacken soll und mir einen für ihn passenden Termin bis Ende Januar nennen möge, damit ich dem Spediteur den Auftrag erteilen kann. Ich setzte eine Frist (per Einschreiben mit Rückschein), die fruchtlos verstrich. Ich habe ihn in dem Schreiben nochmal mitgeteilt, dass die Anlage seit ca. 1750 in Familienbesitz ist und von einem Museum auf einen materiellen Wert von "weit mehr als 100.000€, aber historisch unersetzlich" beziffert wurde und ich ihn für Beschädigungen oder ein Abhandenkommen haftbar machen werde. Ich gehe davon aus, dass dieser Kretin im Streitfall behaupten wird, ich habe ihm diese Anlage geschenkt. Ich traue diesem Herrn sogar zu, dass er Zeugen dafür bezahlt, da er mit meinem Brunnen schön prahlen kann. Was tun, sprach Zeus? Ich bitte um Antwort von einem erfahrenen Fachanwalt, der mich auch vorm LG Aurich verteten kann.
25.10.2013 | 16:25

Antwort

von


(482)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Leider tragen Sie die Beweislast dafür, daß Sie den Besitz an dem Brunnen nur leihweise übertragen haben, wenn der Gegner Schenkung behauptet. Der Gegner muß also gar keine Zeugen benennen.

Wenn Sie die von Ihnen vorgetragene Vereinbarung (Überlassung des Brunnens gegen Grabherrichtung) nicht bspw. durch einen schriftlichen Vertrag oder Zeugen beweisen können, sind Ihre Erfolgsaussichten außerordentlich ungünstig.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Vasel, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.10.2013 | 17:02

Vorab erstmal vielen Dank für die rasche Antwort, auch wenn diese nicht so ausfällt, wie erhofft :-).
Dann muss halt ein Richter entscheiden, ob ich ein Familienerbstück von immensem Wert, dass seit vielen Generationen in unserem Besitz ist an meinen befreundeten Gärtner verschenke..... Ich werde jetzt trotz Hausverbotes noch einmal versuchen, vernünftig mit ihm zu reden. Sollte das fehlschlagen,werde ich den kostenintensiven Klageweg beschreiten müssen. Ich werde mich dann bei Ihnen telefonisch melden, falls erwünscht, denn selbst, wenn er mit seiner Behauptung durchkommen würde, er habe diesen Brunnen geschenkt bekommen, dann müsste ich ja erneut klagen auf Rückgabe der Schenkung, oder? Der Mann hat mich böse beleidigt, wollte mich betrügen (35.000.-€ für 60m² Pflasterarbeiten, usw.) und erteilt mir Hausverbot. Wäre eine Strafanzeige wegen Unterschlagung ratsam? Schönen Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.10.2013 | 22:23

Sehr geehrte/r Fragesteller/in!

Sicher würde es in einem Prozeß auch darauf ankommen, wie plausibel die vom Gegner behauptete Schenkung ist. Der Gegner müßte schon im einzelnen darlegen, warum die behauptete Schenkung erfolgte und wie sich das Geschehen genau abspielte. Die bloße Behauptung "Schenkung" würde nicht ausreichen. Wenn der Gegner allerdings plausibel darlegt, warum und auf welche Weise Sie ihm den Brunnen geschenkt haben, ist es an Ihnen, die von Ihnen geschilderte Vereinbarung zu beweisen. Es würde dabei aber auch ausreichen, wenn Sie beweisen könnten, daß der Gegner äußerte, den Brunnen für das vereinbarte Jahr behalten zu wollen, denn das würde belegen, daß der Brunnen eben nicht geschenkt, sondern nur leihweise überlassen war.

Wenn Ihnen dies nicht gelingt, bliebe Ihnen - wie von Ihnen bereits angedeutet - der Widerruf der Schenkung wegen groben Undanks des Beschenkten. Ob die von Ihnen genannten Umstände (böse Beleidigung, Betrugsversuch, Hausverbot) ausreichen, um solch groben Undank anzunehmen, kann ich ohne genauere Kenntnis der Einzelheiten nicht beurteilen, es spricht sicher einiges dafür.

Eine Strafanzeige wegen Unterschlagung wird zwar wegen der vorgenannten Beweisschwierigkeiten nicht unbedingt zu einer Anklage und Verurteilung des Gegners führen. Wenn sich der Gegner vor der Polizei/Staatsanwaltschaft zur Sache einläßt (was er nicht muß), ist es aber möglich, daß seine dortige Aussage von seinen Darlegungen im Zivilprozeß abweicht und er sich so in Widersprüche verwickelt, die seine Glaubwürdigkeit schmälern.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.10.2013 | 23:07

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