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Hinzufügen eines zweiten Vornamens


24.03.2006 11:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Iris Sümenicht



Hallo,
ich bin nun schon lange auf der suche nach informationen, habe aber leider noch nichts konkretes zu diesem thema finden können.
ich hätte gerne einen zweiten vornamen. ursprünglich sollte ich den auch bekommen, aber kurz vor meiner geburt hat sich mein vater dann doch für nur einen entschieden. gibt es möglichkeiten sich einen zweiten vornahmen zuzulegen? wenn ja, mit welchen kosten ist das verbunden oder welche vorraussetzungen müssen erfüllt sein? ich heiße lena und würde gerne marie hinzufügen, also lena marie (so war es auch damals von meiner mutter vorgesehen). ich verbinde mit diesem zweiten namen emotional sehr viel, da er der name einer großmutter war, die mir sehr nahe stand.

vielen dank für die bantwortung meiner fragen und herzliche grüße

kiwilena

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Angaben folgendermaßen beantworten möchte:

Auch bei dem Hinzufügen eines Vornamens handelt es sich um eine Namensänderung im Sinne des Namensänderungsgesetzes. Eine solche Namensänderung darf nur vorgenommen werden, wenn ein „wichtiger Grund“ im Sinne von § 3 Namensänderungsgesetz dies rechtfertigt. Ein solcher wichtiger Grund ist nach der Rechtsprechung gegeben, wenn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers so wesentlich ist, dass die Belange der Allgemeinheit, die in der Regel die Beibehaltung des bisherigen Namens fordern, zurücktreten müssen.

Zuständig ist das Standesamt. Dort müssen Sie einen Antrag auf behördliche Namensänderung stellen. Ihren Antrag sollten Sie dann ausführlich begründen – in Ihrem Fall also beispielsweise darlegen, dass und warum das Fehlen des von Ihnen gewünschten zweiten Vornamens für Sie eine emotionale Belastung darstellt. Sehr hilfreich wäre es auch, wenn Sie dies durch ein ärztliches oder psychologisches Gutachten untermauern können. Ob dann ein wichtiger Grund anerkannt wird, kann im Vorfeld von hier aus nicht beurteilt werden, einen Versuch ist es aber auf jeden Fall wert.
Bei einer Ablehnung sollten Sie sich vor Ort anwaltlich beraten lassen und dann gegebenenfalls Widerspruch gegen die ablehnende Entscheidung einlegen.

Die Gebühren für die Namensänderung sind von Standesamt zu Standesamt etwas unterschiedlich. Sie bewegen sich für eine Vornamensänderung ca. im Rahmen zwischen 77 und 255 Euro. Am besten fragen Sie einfach einmal bei Ihrem zuständigen Standesamt nach.
Dort wird man Ihnen zugleich auch Auskunft darüber geben können, welche Unterlagen Sie außerdem noch einreichen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Frage eine erste hilfreiche rechtliche Orientierung geben. Gerne stehe ich noch für eine Nachfrage zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Iris Sümenicht
Rechtsanwältin
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