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Hinterlassenes Erbe wird geleugnet

11.06.2008 00:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Vor sechs Jahren haben drei Personen (alle gehören der Steuerklasse III) ein Erbe erhalten. Es gab ein Testament, indem alle als Erbengemeinschaft standen. Im Testament wurde nur ein Haus mit Grundstück erwähnt.

Als ich (eine der drei Personen) von dem Erbe erfahren habe, musste ich feststellen, dass die Wohnung des Erblassers von den anderen zwei Personen komplett ausgeräumt wurde. Da ich mich zur diesem Zeitpunkt gar nicht ausgekannt habe, unternahm ich nichts dagegen. Habe also mir bis heute keine Inventarliste etc. ausstellen lassen.

Die einzelnen Wohnungen wurden kurz darauf durch eine Teilauseinandersetzung auf die drei Personen aufgeteilt.

Nun zur meiner Frage:
Ich weiß dass sich in einer Wohnung des Erblassers mehrere Jahre bis kurz vor dem versterben eine Kiste mit SEHR vielen Geldscheinen befunden hatte. Als ich damals die zwei anderen Personen drauf angesprochen habe, wurden die zwar sehr nervös, aber haben trotzdem behauptet, dass eine Kiste mit Geldscheinen nie existierte.

Habe immer geglaubt, dass ich es vor einem Gericht nicht beweisen könnte und deshalb leider nie etwas dagegen unternommen.

Gibt es, aus der heutigen Sicht, Möglichkeiten diesen Anspruch zu erheben? Wie müsste ich bzw. ein Anwalt richtigerweise dabei vorgehen?

Vielen Dank


Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Zunächst könnten Sie Ihren Miterben gegenüber einen Auskunftsanspruch geltend machen. Dieser könnte darauf gerichtet sein, aufzuzählen welche Gegenstände aus der Wohnung des Erblassers verbracht worden sind.

Weiterhin sollten Sie eine Liste der Personen erstellen, die von der Kiste wussten.

Sofern eine Auskunft von Ihren Miterben nicht zu erlangen ist und Sie einen begründeten Verdacht haben, dass Ihre Miterben die Kiste verbracht haben und dies auch ansatzweise nachweisen können, z.B. mit Zeugen die von dieser wussten, könnten Sie Strafanzeige gegen Ihre Miterben stellen. Sodann könnten die Strafverfolgungsbehörden bei Bestehen eines Anfangsverdachts die Ermittlungen über den Verbleib des Geldes aufnehmen.

Einen Auskunftsanspruch oder einen eventuell noch bestehenden Anspruch auf Inventarerstellung sollten Sie jedoch durch einen Rechtsanwalt geltend machen.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 11.06.2008 | 08:10

Sehr geehrte Frau Pietrzyk,

vielen Dank für Ihre Antwort. Das Erbe ist vor sechs Jahren eingetreten worden. Ist in diesem Fall die Verjährung entstanden, so dass ich keinen Auskunftsanspruch oder Anspruch auf Inventarerstellung, bzw. Anspruch auf das Geld habe?

Ebenfalls würde ich noch von Ihnen erfahren, ob ich von den 2 Miterben eine Eidesstattliche Versicherung verlangen kann und es auch problemlos durchsetzten kann? Können die Miterben dazu verpflichtet werden eine Eidesstattliche Versicherung abzugeben?

Ich kennen Personen, die von der Kiste wussten. Diese Personen haben jedoch diese Kiste mindestens ein Jahr vor dem Ableben des Erblassers zuletzt gesehen. Ich vermute jeder Richter würde sagen, dass das Geld möglicherweise noch vor dem Ableben ausgegeben wurde.

Wäre der Richtiger nicht skeptisch, warum nicht bereits früher Anklage erhoben wurde?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.06.2008 | 11:00

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage, wenn auch etwas verspätet, wie folgt:

Erbrechtliche Ansprüche verjähren nach § 197 Abs. 1 Nr. 2 BGB in 30 Jahren.

Ob Sie von den Miterben eine eidesstattliche Versicherung verlangen können, kommt auf den jeweils geltend gemachten Anspruch oder das von Ihnen verfolgte Rechtsschutzziel an. Daher kann hier keine pauschale Antwort gegeben werden.

Die von Ihnen angedachte Argumentation eines Richters oder der Gegenseite ist durchaus nachvollziehbar.

Hinsichtlich der strafrechtlichen Verfolgung könnte in der Tat bereits Verfolgungsverjährung eingetreten sein, so dass eine strafrechtliche Verfolgung der Handlung der Miterben unterbleiben könnte. Eine abschließende Beurteilung kann an dieser Stelle jedoch nicht vorgenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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