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Hinterlandbebauung


23.10.2006 20:39 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

laut einer mündliche Zwischenauskunft der Sachbearbeiterin unseres Städtischen Bauamtes auf unsere Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus bekamen wir einen negativen Bescheid.

Es handelt sich dabei um ein Bauvorhaben eines freistehenden EFH , es liegt aber kein Bebauungsplan vor.Da es noch genug freistehenden
Wohnungen im Ort gibt, sagt und die Sachbearbeiterin das wir keinen
positiven Bescheid bekämen.

Das Grundstück besteht aus einem Vorderhaus, wo meine Schwiegermutter wohnt, und dahinter ca. 1600qm Gartenland. Hinter dem Gartenland befindet sich ein Schotterweg in dem auch Abwasserleitung bereits gelegt worden. Angeblich würde keine Feuerwehr im Notfall dort lang fahren können, aber neulich hat es gebrannt und die Feuerwehr kam trotzdem durch.
Genau neben unserem Grundstück steht bereits ein 2 Etagenhaus mit
Auffahrt usw.
Bei Nachfrage wieso wir nicht bauen dürfen und der Nachbar schon,
wurde uns ziemlich plump geantwortet, das Sie das Thema nicht mehr hören können. Da jeder Grundstücksbesietzer dieser Straße sein Hinterland gern verkaufen würde, aber nicht als Bauland verkaufen darf. Uns wurde nicht mal ein Gartenholzhaus genehmigt.
Von vorne darf man nur 44 m nach hinten raus bauen(angeblich).
Aber dann auch kein Wohnhaus.

Jetzt wollte ich wissen, ob das rechtens ist oder was ich tun kann, um ein Einfamilienhaus zu bauen.
Wir wohnen in Sachsen Anhalt/Jerichower Land.
Hier nun unsere Fragen:
a) Gibt es entsprechende Urteile dazu, die unsere Position stützen, wenn ja, kennen Sie ggf. welche?
b) Sofern es solche Urteile nicht gibt, wie gross sind unsere Chancen eines Einspruchs bzw. einer Klage und welche Argumente können wir anführen?

Vielen Dank im vorraus!!!

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Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

auf Grundlage der geschilderten Details erlaube ich mir, Ihre Frage wie nachfolgend summarisch zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass bedingungsgemäß eine Erstberatung geboten wird, die eine genaue und abschließende weiterführende Beratung nicht ersetzt! Gerade im Baurecht hängt vieles von diversen Einzelumständen vor Ort, sowie örtlichen Satzungen, baulichen Besonderheiten ab, die online schlecht beurteilt werden können, bitte beachten Sie dies und suchen einen Kollegen vor Ort auf!
Grds. ist eine Hinterbebauung in Ihrem Fall zulässig, wenn die Voraussetzungen von § 77 Bauo LSA, § 34 BauGB erfüllt sind, insbesondere keine öffentlich rechtlichen Vorschriften entgegenstehen und zudem die Erschließung gesichert ist. Den besonders wichtigen § 34 BauGB zitiere ich sogleich:

(1) Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden.

Wenn sich das Bauwerk dementsprechend einfügt, was hier nicht abschließend beurteilt werden kann und die Erschließung (und auch Zuwegung für den Brandschutz) tatsächlich möglich ist, sehe ich gute Chancen für die Genehmigung. Dann sollten Sie nach förmlichen Negativbescheid unbedingt Widerspruch einlegen. Ansonsten sprechen Sie die Behörde direkt an, wie ggf. die Voraussetzungen für eine Bebaubarkeit von Ihnen geschaffen werden können.

Ich kann Ihnen im Rahmen dieser Anfrage allerdings keine Urteile nennen, da mir Ihre spezifische Problematik jedenfalls für spezielle Urteile nicht erkennbar ist.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Für eine weitere Vertretung schreiben Sie mich bitte ausschließlich über die untenstehende email an, ich rufe dann gerne zurück!

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hinrichs

rahinrichs@gmx.de
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