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Hilfe mit Sonderkündigung 2-Jahresvertrag Fitnessstudio nach Baby und Umzug in Stadt

12.05.2013 20:20 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Es geht um die Frage der Zulässigkeit einer außerordentlichen Kündigung bei einem Fitnessstudio.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einen 2-Jahres-Vertrag mit einem Fitnessstudio, aber nach der Geburt meines Babys, kann ich leider nicht mehr ins Studio gehen (Ausführung unten).

Folgendes ist der Sachverhalt zu meinem Vertrag:

- am 28.10.2011 habe ich einen ein-Jahres-Vertrag unterzeichnet. Dieser Vertrag schliess ein 1-Monats-Probeabo mit ein, und damit ging das offizielle Jahr erst am 5.12.2011 los.
- Nach meinem Einführungstermin am 4.11.2011 (für den Schnuppermonat) habe ich mündlich angefragt, ob ich den Vertrag noch auf einen 2-Jahres-Vertrag ändern kann, was mir (mündlich) zugesagt wurde
- ich habe dann noch einmal einen 2-Jahres-Vertrag unterschrieben (nachdem ich wegen Überschreitung der 2-Jahres-Frist gekündigt hatte, hat man mir nach langem Drängen eine Kopie dieses Vertrages zukommen lassen, da ich mir dessen nicht mehr bewusst war)
- also ich schwanger wurde hat man mir eine beitragsfreie Zeit angeboten, und zwar vom 24.9.2012 bis zum 24.3.2013 (genau 26 Wochen).

Weitere Sachverhalte:
- Das Fitnesscenter hat Kinderbetreuung. Als ich meinen Vertrag unterschrieben habe boten sie noch regulär mehrmals die Woche Nachmittagsbetreuung an, welche nun nicht mehr angeboten wird (schon seit längerem - wir wurden darüber aber nicht persönlich informiert - sondern nur ein Aushang). Ab und an wird noch einmal die Woche Kinderbetreuung nachmittags angeboten. Ob das zur Zeit der Fall ist, weiss ich nicht.
- Wir sind nach der Geburt (innerhalb derselben Grossstadt) umgezogen
- Mit nunmehr zwei kleinen Kindern (bei Kündigung war das Baby 6 Monate alt, und die Grosse 2 1/2) komme ich kaum noch aus dem Haus komme, da erst das Kleine schläft, dann die grössere, dann wieder der Kleine, und es ist mir unmöglich zu den Kinderbetreuungszeiten ins Fitnessstudio zu gehen. Es würde mich ca 40 Minuten kosten (in eine Richtung), zum Fitnessstudio zu gelangen - die ich einfach nicht habe (wegen dem Baby).
- ausserdem war es möglich, vor dem Umzug das Fitnessstudio mit Fahrrad in 10 Minuten zu erreichen. Das geht nun nicht mehr. Es würde mich ca 40 Minuten dauern, und ca 60 Euro im Monat kosten, was auch sehr hohe Mehrkosten sind.

Folgendes habe ich bereits unternommen:
- meine Kündigung ist am 21.2.2013 bei WomanPur eingegangen (Sonderkündigungsrecht wegen 2-Jahresvertrag der länger als 2 Jahre bindend ist). Per Nationalem Rückschein der Post
- in dieser Kündigung habe ich beides erwähnt, sowohl den Umzug also auch dass ich wegen des neuen Babies einfach nicht mehr die Zeit habe
- ich habe dem Fitnessstudio vor einigen Wochen die Einwilligung zum Kontoeinzug entzogen (bevor sie mir den zweiten Vertrag gesendet haben). Diese Kündigung wurde abgelehnt, da man mir sagt, ich hätte den Vertrag erst am 5.12.2013 unterschrieben (vor einigen Tagen nach meinem Drangen endlich vorgelegt)

Die Kündigung wurde akzeptiert, allerdings erst ab dem 1. Juni 2014 (2 1/2 Jahre nach Unterschrift). Das Sonderkündigungsgrund wurde nicht akzeptiert.

Nun habe ich einen Vertrag, den ich bereits seit bald einem Jahr nicht benutzt habe (zuerst Schwangerschaftszeit, dann unklare Kündigung) und auch auf absehbare Zeit nicht benutzten kann.

Also bitte ich um Klärung:
- auch wenn der neue Vertrag der entscheidende sein sollte, ist die Vertragsbindung Dank Aussetzung des Vertrages wegen Schwangerschaft 2 Jahre und 6 Monate (sogar mehr wenn es nach dem Fitnesscenter geht - sie haben einen Kündigungstermin von 2 Jahren und fast 7 Monaten angegeben). So wie ich es verstehe, durfte ich wegen Schwangerschaft nicht kündigen, da mir eine Aussetzung des Vertrages angeboten wurde. Also ergibt sich für mich in diesem Fall genauso eine Vertragsbindung von über 2 Jahren ab Unterschrift, und deshalb gilt der Sonderkündigungsgrund eben doch wieder. Ist dies zutreffend?

- falls dies nicht der Fall ist, sind Verpflichtungen wegen einem neuen Baby nicht ein Sonderkündigungsgrund (wichtige Gründe müssen doch akzeptiert werden)?
- oder gibt es einen anderen Grund weshalb ich den Vertrag kündigen kann (wie z.B. dass es mittlerweile nicht mehr immer Nachmittags Kinderbetreuung gibt)?
- Muss das Studio die alte Kündigung anerkennen? Falls ja, wie sollte ich den Widerspruch formulieren? Falls nein, wie muss ich nun vorhegen?
- Falls ich nicht aus dem Vertrag rauskommen kann, muss ich wegen dem entzogenen Einzugsverständnisses aktiv werden, oder kann ich warten, dass eine Rechnung kommt?

Vielen Dank und mit freundlichen Grüssen,
12.05.2013 | 21:28

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihren Fragen im Einzelnen:

Ein Sonderkündigungsrecht ergibt sich nicht daraus, dass wegen der Schwangerschaft die Vertragsdauer insgesamt zwei Jahre überschreitet, da der Vertrag während der Schwangerschaft ruhte und es nicht im Einflussbereich des Fitnessstudio lag.

Allerdings könnte sich ein Kündigungsrecht daraus ergeben, dass Sie nunmehr bereits eine zweite Schwangerschaft durchlebt haben und Sie umgezogen sind und außerdem die bei Vertragsschluss vorhandene Kinderbetreuung nicht mehr vorhanden ist (wegen dieser sie sich aber genau für dieses Studio entschieden haben, so wie ich Sie verstanden habe).

Allerdings sollten Sie der Rechtssicherheit halber das Fitnessstudio noch einmal mit einer Frist von zwei Wochen auffordern, die entsprechende bei Vertragsschluss vorhandene Betreuung wieder einzurichten.

Falls dies nicht der Fall sein sollte, wovon auszugehen ist, können Sie an Ihrer bereits ausgesprochenen Kündigung festhalten und sprechen hilfsweise noch eine weitere fristlose aus (alles per Einschreiben).

Mit dieser Vorgehensweise reduzieren Sie das Prozessrisiko erheblich und meinem Rechtsverständnis nach reicht dies für eine Sonderkündigung dann auch aus.

Wenn Sie das Risiko noch weiter minimieren wollen würden, sollten Sie noch den Betrag bis zum Zeitpunkt der dann letzten hilfsweisen Kündigung zahlen, sofern die Kinderbetreuung nicht wieder eingerichtet wird.

Fazit:

1) Einschreiben und Aufforderung zur Wiederherstellung der Kinderbetreuung innerhalb der nächsten zwei Wochen.

2) Nach erfolglosem Fristablauf an der Kündigung festhalten, diese mit den beiden Schwangerschaften, der fehlenden Betreuung und dem Umzug begründen und hilfsweise noch einmal fristlos (zum Monatsende) per Einschreiben kündigen.

3) Zahlung der Beiträge bis zum Zeitpunkt der hilfsweisen Kündigung.


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