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Hilfe Trennung: Was mache ich zuerst??

21.09.2008 15:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


hallo,

ich bin 37 jahre alt und habe 3 kinder im Alter von 13J,8J und knapp 8 Monaten.

Ich bin vor knapp 3 Jahren wegen meinem Mann von NRW nach Hessen gezogen.Wir sind 1 1/2 Jahre verheiratet und haben keinen Ehevertrag. Die beiden
Großen, 13 Jahre und 8 Jahre, stammen aus einer anderen Beziehung.
Nun zu unserem Problem:

Wir wollen uns trennen.

Ich möchte zurück in meine Heimat NRW, weil ich hier neimanden kenne, meine Familie lebt in NRW, auch Hilfe hätte ich nur dort, sollte mal ein Kind erkranken etc.pp!

Nun sagte mein Mann gestern
voller Hass, ich solle gehen aber die Kleine würde hier bleiben. Er
hätte angeblich mit seinem AG gesprochen, er können angeblich 3 Jahre
zu Hause bleiben, was ich aber nicht ganz glaube.
Nun hängt auch der
Umzug von so Vielem ab: Schulwechsel mitten im Schuljahr, Whg finden,
Renovieren (wir wohnen hier in seinem Haus, deswegen würde ich auch
gehen!), mir fehlen Küche, Waschmaschine etc.pp...kein Geld dafür!:-(

Ich sagte ihm , dass es sicher dauern wird, bis ich das passende von hier aus gefunden habe, renoviert habe, Möbel gekauft...

Er will Montag zum RA und nachfragen, was er an Unterhalt zahlen müsse, er
verdient derzeit Netto 2100€, hat aber eine Erbengemeinschaft mit
seinem Bruder über 3 Häuser, die aber schon vor der Ehe betanden und einige Bau- und Sparverträge, wo ich aber keinerlei Einblick habe. Muss
also keine Miete hier zahlen sondern nur reine Nebenkosten und Hypothek
des Hauses noch bis 2012! Dazu haben wir zwei Autos, ein geleastes Auto
und einen Käfer, der in der Ehe gekauft wurde!

Nun möchte ich vorher das Aufenthaltsbestimmungsrecht für meine Kleinste
denn ohne sie gehe ich nicht!!! Bei meiner Mittleren war es damals auch kein Problem, mein RA sagte mir, ich kann hinziehen wo ich will! Wer das Kind überweigend betreut, hätte auch automatisch das Aufenthaltsbestimmungsrecht!

Dummerweise (zumindest in der jetzigen Situation) fliege ich in 3 Wochen 7 Tage
nach Kreta, was schon seit 1 Jahr geplant ist und die Großen freuen
sich sehr, dass möchte und werde ich jetzt nicht absagen. Er bleibt mit
der Kleinen hier! Ich fliege nur mit meinen Eltern und beiden Großen Kindern!

Ich habe Angst, dass er mir sie wegnimmt, wenn ich wieder komme...so schnell finde ich jetzt keine WHG??

Was soll ich jetzt als erstes tun? ich bin total verwirrt, es ist so viel, Whg suchen ( meine Mutter hilft mir von NRW aus), ich weiss noch nichtmals, wie hoch die Miete sein darf, weil ich nicht weiss, was er ca an Unterhalt für mich und das baby zahlen müsste? Zahlen wird er zu 100%, der er bzgl zahlungen sehr korrekt ist, da sehe ich auch kein Problem,e r will sich aber morgen erstmal anwaltlich erkundigen, in welcher Höhe!
Ab wann müsste er dann zahlen? Sobald mein Mietvertrag läuft?
was muss ich noch tun?
Zum RA das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht einklagen? Wie geht das?Ich möchte nicht, dass er mir einen Schritt zuvor kommt und ich womöglich hier nicht weg darf wegen dem Baby.

Wieviel Unterhalt müsste er bei dem o.g Nettoverdienst ca bezahlen?

Welchen Schritt mache ich als erstes, damit mir mein Baby nicht genommen wird?? Kann er das so einfach?? Auch,w enn ich 7 Tage im Urlaub bin?? Kann mir da etwas passieren?

Bitte antworten Sie mir schenll, damit ich weiss, welche Schritte ich morgen unternehmen soll...:-(

vg n

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Beachtung der Angaben. Bitte bedenken Sie, dass an dieser Stelle nur eine erste Einschätzung aufgrund der bekannten Informationen möglich ist. Jede Ergänzung des Sachverhalts kann zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen.

1. Sie sollten noch einmal Ihren Mann definitv befragen, ob er wirklich plant die kleine Tcohter zu behalten. Sollte dies der Fall sein, dann sollten Sie über Ihren Anwalt eine Klage auf Übertragung des Aufenthaltbestimmungsrechts einreichen, verbunden mit dem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zum Aufenthaltsbestimmungsrecht. Da Sie bisher die Tochter betreut haben, sehe ich für Ihren Mann keine Chance das Kind zu bekommen, denn kein Gericht trennt Kinder im Alter von 8 Monaten von der Mutter, wenn nicht schwerwiegende Gründe des Kindeswohls dies erforderlich machen. Sie können Ihre Tochter jederzeit ohne Zustimmung des Mannes mitnehmen, sollten aber parallel eine gerichtliche Klärung suchen. Im Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird entweder schriftlich entschieden, oder aber es kommt sehr kurzfristig zu einem Anhörungstermin vor Gericht. Ihr Urlaub in drei Wochen sollte kein Problem sein, eventuell ist die Sache schon vorher entschieden und ein Anhörungstermin läßt sich ohne Probleme um eine Woche verschieben. Sie sollten nur vor dem Urlaub den Antrag stellen, dann droht Ihnen auch keine Gefahr.

2. Ihr Mann muß ab Trennung Unterhalt zahlen, diese ist auf jeden Fall mit Auszug erfolgt. Sie können sich aber auch schon im Haus trennen, denn zur Trennung gehört auch eine innere Seite, der Trennungsentschluss der nach außen treten muß. Der Unterhalt wird aber erst fällig wenn Ihr Mann in Verzug gesetzt wird, dazu ist mindestens ein Aufforderungsschreiben Ihres Anwalts auf Auskunft über Einkommen und Vermögen notwendig.

Ihre Angaben sind zum Unterhalt sehr pauschal. Es ist nach Auskunft das Nettoeinkommen Ihres Mannes zu ermitteln, hierzu gehört auch der Wohnwertvorteil für Wohnen im eigenen Haus und sonstige Einnahmen, etwa aus Miete. Nimmt man nur das Einkommen aus Arbeit und unterstellt man, dass Sie kein Einkommen haben, dann müßte Ihr Mann für die Tochter 244 € Kindesunterhalt zahlen, voraussgestzt er ist nur Ihnen und einem Kind zum Unterhalt verpflichtet. Ich habe Ihn deswegen in der Tabelle eine Gruppe heraufgesetzt. Sie haben Anspruch auf Trennungsunterhalt in Höhe von 3/7 der Einkommensdifferenz nach Abzug des Kindesunterhalts. Das ergebe dann rund 795 € für Sie.

Diese Berechnung ist aber sehr grob, genauers kann nur gesagt werden, wenn Einkommen und Vermögen Ihres Mannes genau berechnet ist. Alle sonstigen Fragen betreffen die Bereiche Zugewinn und Hausrat, hierzu sind mangels genauer Angaben keine Aussagen möglich. Diese Punkte sind auch nicht eilbedürftig, Sie können nach erfolgter Trennung in Ruhe geklärt werden. Vorab müssen das Aufenthaltsbestimmungsrecht und der Unterhalt geregelt werden.

Sie sollten dringend sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Insbesondere ist nicht ausreichend, wenn nur Ihr Mann einen Anwalt aufsucht. Bei Bedarf stehe ich für einer weitergehende Wahrnehmung der Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 21.09.2008 | 21:36

Vielen Dank für Ihre schnelle Auskunft! Das hilft mir schonmal sehr weiter!

Derzeit habe ich das Gefühl, er will hier noch etwas retten, ich weiss nicht, welches sein nächster Schritt sein wird..? Selbst wenn wir uns aufeinmal nochmal eine Chance geben, was ich aber nicht weiss, da es immer nur 2 Tage gut ging und nacher wieder alles beim Alten war, kann ich trotzdem unverbindlich dafür schonmal das ABR einklagen,schon getrennt zu sein bzw die Scheidung eingereicht zu haben? Ich möchte ja nichts unversucht lassen, vielleicht haben wir ja doch noch eine Chance, weiss aber derzeit eben nicht, ob er nur so tut oder evt auch schon etwas im Schilde führt...deswegen die Frage, ob ich es unverbindlich einfordern kann, damit ich es sozusagen in der Tasche habe oder geht so etwas nicht??

Und noch eine Frage: Also müsste er 244€ für meine Tochter zahlen? Ja, er ist nur der Kleinen Unterhalt verpflichtet, die anderen Beiden sind nicht seine leiblichen Kinder.

Vg n.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.09.2008 | 16:53

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie können die Übertragung des ABR auch schon vor Stellung eines Scheidungsantrages verlangen, allerdings fordert § 1671 BGB für den Antrag ein Getrenntleben der Eltern. Sie können also nicht unverbindlich einen Antrag stellen. Nicht erforderlich ist aber schon eine räumliche Trennung, hierzu hatte ich bereits Ausführungen gemacht. Wenn Sie also ggü. dem Gericht mitteilen, der Trennungsentschluss sei gefasst, dann wird dies in aller Regel ausreichen. Wenn Ihr Mann dann sogar zustimmt, wäre das Verfahren schnell beendet. Eventuell können Sie sich mit Ihm darauf einigen, dass er dem Antrag zustimmt und Sie danach die Trennung wieder "aufheben", denn dass ist zulässig. So könnte man Ihrem Mann nahebringen, dass er noch eine Chance erhält.

Nach den Zahlen, die Sie genannt haben. müßte er 244 € zahlen, dies ist aber nur eine grobe Berechnung, weil noch Angaben fehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

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