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Hilfe Hund wurde mir geschenkt. Person hält ihn jedoch versteckt

| 30.10.2018 23:15 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um die Eigentumsverhältnisse an einem (wohl vernachlässigten) Hund.

Dieses Jahr hatte ich immer wieder von einem Paar dessen Hund zur Pflege bei mir da sie zuwenig Zeit hatten für ihn zu schauen. Anfangs August 2018 hat mich das Paar erneut um Hilfe gebittet auf ihn eine kurze Zeit zu schauen da Sie viele Probleme haben keine Zeit und das Geld nicht dazu dem Hund futter zu kaufen. Natürlich habe ich dazu eingewilligt. Etwa zwei Wochen später habe ich vom Freund der Hundebesitzerin erfahren dass Sie nicht mehr zusammen sind und auch nicht mehr zusammen wohnen und sie sich nun in Thailand aufhält. Ich versuchte Sie dann über FB zu kontaktieren jedoch hat Sie sich nicht gemeldet fast ganze 2 Monate nicht. Einmal wollte der jetzige Ex-Freund mit dem Hund einwenig Zeit verbringen also habe ich ihn zu ihm gebracht mit Hundefutter da er kein Geld hatte. Eigentlich haben wir vereinbart dass der Hund dort über Nacht bleibt doch 4 Stunden später also nachdem ich ihn zu ihm gebracht habe, rief mich der Mann an ob ich schnell kommen kann um den hund wieder zu holen da er die ganze zeit am Balkonfester sitzt und nach mir heult. also habe ich ihn wieder geholt.(Es hat Zeugen gegeben die das auch gesehen haben) Auf meine immerwieder kehrende Anfrage an ihn wie lange der Hund noch bei mir sein soll konnte er nie eine richtige Antwort geben. Auch meldete er sich kaum bei mir und schlief Tagelang durch. Auch konnte ich über Messenger die Frau der der hund gehört und die in Thailand sehr selten mit ihr kommunizieren. So konnte ich auch nicht mehr erfahren und einmal als sie sich meldete sagte sie mir, dass Sie für den Hund keine Zeit hat um sich um ihn zu kümmern und am liebsten würde sie gerne den Hund abgeben, aber sie das nicht machen kann da sie zu grosse Angst von den Gewalttaten ihres Ex-Freundes gegenüber ihr hat, wenn er das erfahren würde. Das ist der Grund dass sie auch nach thailand gegangen ist. In diesen 3 Monaten hat er sich bei mir kaum gemeldet nicht einmal ist er den Hund holen gekommen um spazieren zu gehen. Die Wohnung in der er seit der Trennung weitergelebt hat ist ohne Tageslicht es wurden immer alle Vorhänge gezogen und der Hund wurde viel vernachlässigt manchmal viele Stunde allein gelassen. Seit der Hund bei mir ist hat er sich an mich gewöhnt ich bin seine Hauptbezugsperson jetzt und er kommt mir überall nach. Wenn ich mal 30 min. ohne ihn aus dem Haus gehe und danach zurückkehre zittert er am ganzen körper, obwohl immer jemand auch in meiner abwesenheit im Haus ist Tante und Mutter. Nun zum folgendem Problem. Die Frau hat den Hund privat gekauft 1200 und hat dafür nur eine Quittung erhalten. Er war beim Kauf nicht dabei. Sie zahlte die Hundesteuer für 2016/2017 und war bei Amicus registriert. Er hingegen war gar nicht registriert. Im April wurde er schriftlich von der Hundekontrolle Stelle dazu aufgefordert den hund innert 10 Tagen anzumelden. Letze Woche konnte ich mit der Frau zum Wohl des Hundes eine Lösung finden. Sie hat mir angeboten dass sie mir ihren Hund schenkt als Beweis erhielt ich ihre Quittung wo steht dass Sie 1200 für den Hund bezahlt hat. Im Gegenzug möchte sie jedoch dass ich diese 1200.- an den Auslagen abziehe die ich in den 3 Monaten hatte für den Hund. Muss dazu sagen die Ausgaben waren höher als die 1200 aber egal. Sie meinte auch, Dass alles muss unter uns bleiben da sie zu grosse Angst hat wenn es der Ex erfährt wenn sie den Hund nicht mehr hat. Nun wurde die Wohnung in der der Ex gewohnt hat von der Verwaltung gekündigt und er ging in eine Entzugstherapie. Leider ist nun der Hund seit samstag nicht mehr vom Ex-Freund an mich zurück gebracht worden. Letzte Woche hat mich Ihr Ex-Freund per SMS angefragt ob er den Hund am Samstag von 14.00-20.30 sehen könne da er Ausgang hat und erst um 21,30 in der Klinik wieder sein muss. Auch hat er mir zuvor immer wieder gesagt dass er sich nun angemeldet hat bei der Gemeinde und in Amicus (was leider nicht stimmte wie ich im Nachhinein erfahren habe) hat er sich nur in Amicus registriert. Er betonte auch dass er nun alle Papiere dafür in der Hand hat. Ebenfalls hat die Frau ganze 2 Jahre nie die Daten auf den der Chip registriert ist auf ihren Namen umgeändert.(Hat sie sich somit nicht strafbar gemacht)? Also weiter aufgrund dass er mir am Telefon und im Beisein seines Betreuer in der Klinik in der er sich aufhält bestätigt hatte, dass er ihn um 20.30 Uhr wieder zurückbringt und dies auch per SMS mir bestätigt hat, habe ich ihm nur deswegen den Hund gegeben. Jetzt ist es so ich bin seit gestern bei Amicus registriert, auch der Chip wurde lautet nun auf meinen Namen. Die vorherige Eigentümerin des Hundes hat den Hund auf Amicus freigegeben so konnte ich ihn dann auch auf mich übernehmen. Zugleich habe ich gegen den Ex eine Anzeige bei der Polizei gestern eingereicht. Ihr Ex hält sich zwar jetzt wieder in dieser klinik auf der Hund hat er irgendwo versteckt gelassen. Dazu ist er jetzt überhaupt nicht einsichtlich der Polizei zu sagen wo er den hund versteckt hält. Ich vermisse ihn so sehr und nur schon der Gedanke wie der kleine jetzt angst hat bringt mich fast um. Morgen muss ich zur Einvernahme und danach wird er auch noch einvernommen jedoch weiss ich jetzt nicht wie es rechtlich für mich aussieht da ich erst seit gestern Eigentümerin des Hundes bin und alles korrekt registriert ist, der Vorfall mir den Hund nicht zurück gebracht hat, ein paar Tage vorher geschehen ist. Reicht die Kaufquittung, die sie mir gegeben hat überhaupt aus um mein Eigentum des Hundes zu beweisen? Da die Schenkung mündlich erstanden ist und die Frau nichts zu all dem aussagen möchte bei der Polizei da sie Angst hat von ihrem Ex. Dazu stellt man doch auch fest, dass sie mir den Hund auf Amicus freigeben muss, damit ich ihn übernehmen kann oder?. Die Hundesteuer 2018 habe ich bereits bezahlt.
Ist die Vereinbarung betreffend Hund zurückbringen rechtlich zulässig wenn sie per SMS und im Beisein einer Zeugin mündlich ausgesprochen wurde in der hervorgeht dass er ihn mir um 20.30 zurückbringt? Er hat mir auch vor einiger Zeit gesagt, dass er sich bei der Gemeinde nun angemeldet hat und er darum jetzt auch ein Recht über den Hund hat, deswegen muss ich ihn am Samstag für ein paar Stunden überlassen, und deswegen habe ich ihm den Hund auch für ein paar Stunden übergeben. Nun hält er den Hund irgendwo versteckt und ich verstehe einfach nicht was ihm das bringt wenn er sich so wieso in dieser Zeit als er bei mir in Pflege war fast gar nicht darum kümmerte geschweige den nur 1-2 mal wissen wollte wie es ihm geht.Bitte um Hilfe weiss nicht mehr weiter bin verzweifelt.... Danke

Gerne zu Ihren Fragen:

Entscheidend ist was Sie wie folgt beschrieben haben:

"Die Frau hat den Hund privat gekauft 1200 und hat dafür nur eine Quittung erhalten. Er war beim Kauf nicht dabei. Sie zahlte die Hundesteuer für 2016/2017 und war bei Amicus registriert."

Damit ist diese Frau Eigentümerin des Hundes geworden.

Weiter, dass Sie schreiben: " Letze Woche konnte ich mit der Frau zum Wohl des Hundes eine Lösung finden. Sie hat mir angeboten dass sie mir ihren Hund schenkt als Beweis erhielt ich ihre Quittung wo steht dass Sie 1200 für den Hund bezahlt hat. Im Gegenzug möchte sie jedoch dass ich diese 1200.- an den Auslagen abziehe die ich in den 3 Monaten hatte für den Hund."

Damit sind Sie von der allein verfügungsberechtigten Eigentümerin des Hundes jetzt selbst Eigentümerin geworden und können von dem Mann nach § 985 BGB die Herausgabe des Hundes verlangen und notfalls auch einklagen.

Die Quittung ist zumindest ein "Beweis des 1. Anscheins", den der Mann allenfalls qualifiziert bestreiten müsste, was er - aus der Ferne bewertet - wohl kaum kann.

Ich bitte sie, diese Quittung per PDF-Datei an meine Kanzlei zu übersenden, damit ich dann weitere Informationen abfragen kann und Ihnen noch genauer Auskunft über das weitere Verfahren geben kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2018 | 04:10

Nachfrage: An einem Samstag hat er den Hund nicht mir zurückgebracht wie vereinbart. Den Hund hat sie mir 2 Tage also an einem Donnerstag mündlich geschenkt im gegenzug wollte Sie dass ich ihr die 1200.- (Soviel hat sie für den Hund bezahlt)von den auslagen für den Hund abziehe. Heisst das nun dass ich als Eigentümerin des Hundes seit Donnerstag bin und er sich mit dieser Tat strafbar gemacht hat? Oder bedeutet meine Handlung: Da ich den Hund freiwillig ihm übergeben habe bin ich selber schuld?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2018 | 09:46

Hallo, gerne zu Ihrer Nachfrage:
Der Mann wäre dann wegen Unterschlagung anstatt Diebstahls zu belangen.
Zur Herausgabe müssen Sie ihn aber zivilrechtlich nach Paragraph 985 BGB auffordern.
Freundliche Grüße,
Ihr Willy Burgmer
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 31.10.2018 | 19:29

Da Sie offenbar aus Österreich die Frage hier eingestellt haben, hier noch eine Adaption an das Österreichische Recht:

In Österreich wäre die Herausgabe des Hundes nach § 366 ABGB zu fordern und notfalls Eigentumsklage zu erheben.

Strafrechtlich gilt:

§ 134 StGB Unterschlagung
(1) Wer ein fremdes Gut, das er gefunden hat oder das durch Irrtum oder sonst ohne sein Zutun in seinen Gewahrsam geraten ist, sich oder einem Dritten mit dem Vorsatz zueignet, sich oder den Dritten dadurch unrechtmäßig zu bereichern, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.

(2) Ebenso ist zu bestrafen, wer ein fremdes Gut, das er ohne Zueignungsvorsatz in seinen Gewahrsam gebracht hat, unterschlägt.

Bewertung des Fragestellers 29.11.2018 | 17:21

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