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Herkunft des Geldes


08.12.2015 17:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



Hallo
Es ist folgender Sachverhalt gegeben:
Ich bin vor 7 Jahren von Russsland nach Deuschland gekommen. Habe deutsche Frau unddeutsches Kind. Selber befriesteten Aufenthalt Habe bis dato nie gearbeitet und nie irgendwelche Sozialleitsungen in Anspruch genommen(meine Frau auch nicht). Ich würde mich etwas vermögend bezeichen. Geld habe ich in Russland verdient. Meine Frau ist teilzeit beschäftigt, Jahreseinkommen ca.18.000,-€. Ich bin Hausmann.
Nun möchte ich nächstens ein Kleingewerbe aufmachen. Habe bereits für ca.25.000,€ Gerätschaften gekauft(vorweggenommene Betriebtsausgaben), die ich auch in Betriebsvermögen einbringen und die Vorsteuer dementsprechend zurückholen möchte .
Habe mir sagen lassen, dass die Wahrschneinlichkeit gross ist dass FA nach der Herkkuft der Mittel fragt.
Meine frage ist folgende:
Was ist der worst case im Falle dass der FA meine Erklärung(egal welche) bezüglich der Herkunf des Geldes für unschlüssig hält?
Sehr geehrter Fragesteller,



Frage 1:
"Was ist der worst case im Falle dass der FA meine Erklärung(egal welche) bezüglich der Herkunf des Geldes für unschlüssig hält?"


Das Finanzamt wird Ihnen dann den Vorwegabzug versagen und wegen des Verdachts der Geldwäsche genauer ermitteln sowie im schlimmsten Fall die Einzahlung der Einkommenssteuer unterwerfen.


Daher sollten Sie sowohl bei einer Privateinlage als auch erst recht bei späteren Privateinlagen die Herkunft der Mittel belegen können.

Denn bei ungeklärten Einlagen ist davon auszugehen, dass diese auf nicht versteuerten Einnahmen beruhen (BFH-Beschluss vom 13. Juni 2013, X B 132-133/12). Wird Geld aus dem Privatvermögen in das Betriebsvermögen eingelegt, so geht der BFH in ständiger Rechtsprechung davon aus, dass den Steuerpflichtigen eine Mitwirkungspflicht zur Aufklärung trifft. Gelingt ihm diese Aufklärung nicht, so darf dies dahin gewürdigt werden, dass die ungeklärten Kapitalzuführungen auf nicht versteuerten Einnahmen beruhen.



Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-



Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2015 | 18:49

In dem Fall (BFH-Beschluss vom 13. Juni 2013, X B 132-133/12) hat der Betroffene schon Gewerbe gehabt. In meinem Fall war ich zum fraglichen Zeitraum Privatman(kein Gewerbetreibender). Wie will denn FA mir Einkünfte unterstellen. Wäre ja dann Schwarzarbeit oder Ähnliches. Was ist dann mit Unschuldsvermutung etc?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2015 | 22:55

"Was ist dann mit Unschuldsvermutung etc? "


Die gilt natürlich weiterhin.

Da Sie sich in der Vorgründungsphase befinden kann das zum Maschinenkauf eingesetzte Geld ja nur aus Ihrem Privatvermögen stammen.

Hier kann dann das Finanzamt nicht einen ganz so strengen Maßstab anlegen und jeden unter Generalverdacht stellen solange die Herkunft der Einlage eingermaßen nachvollziehbar begründet werden kann.

Alles weitere werden Sie ja durch die Kauf- bzw. Leasingverträge belegen können.


Bei den folgenden Zuflüssen von Privat- ind das betriebsvermögen gelten dann aber strengere Maßstäbe - insbesondere in Bereichen wo regelmäßig auch Bareinnahmen von Kunden vereinnahmt werden.

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