Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Herausgabe von Sparbüchern

02.12.2005 18:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Meine Frau Iris Busse ist Betreuerin von Ihrer leiblichen Oma.
Am 1.12.20005 verstarb die Oma. Gleichzeitg ist meine Frau Erbin laut Testament. 4 Enkelkinder erben dfie Sparbuchvermögen. Die zwei Töchter erben das Haus.
Heute hat meine Frau den Betreuerausweis zurückgegeben und das Testament dem Gericht übergeben. Eine Erbin, die Tante meiner Frau fordert die Herausgabe aller Sparbücher und Kontoauszüge, die in den fast 3 Jahren gedruck wurden. Auch fordertsie alle Kostenrechnungen, welche schon bereits durch das gericht genehmigt sind.
Hat die Tante hierzu ein Recht?
Wir befürchten Erbunterschlagung durch die Tante.
Wie lauten ihre Empfehlungen zur Sicherung des Erbes meiner Frau?
mit freundlichen Grüßen

Dieter Busse

Sehr geehrter Herr Busse,

vielen dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:

1.

Die Tante ist zusammen mit Ihrer Frau eines der sechs Mitglieder der Miterbengemeinschaft. Als solches hat sie gegenüber anderen Miterben nach herrschender Meinung zwar keinen allgemeinen AUSKUNFTSANSPRUCH, aber ggfls. AUSKUNFTSANSPRÜCHE gegen den Erbschaftsbesitzer (§ 2027 BGB ) bzw. betreffend ausgleichungspflichtiger Zuwendungen (§ 2057 BGB ).

Einen HERAUSGABEANSPRUCH hinsichtlich einzelner Gegenstände aus dem Nachlass existiert vor Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft dagegen nicht. Nur am Rande: Es ist auch nicht klar, was die Tante mit den Sparbüchern zu tun haben soll, da diese ja nach Ihrem Bericht den vier Enkeln, darunter auch Ihrer Frau, zukommen sollen.

Ihre Frage 1 ist deswegen mit Nein zu beantworten.

2.

Soweit die Tante die vom Vormundschaftsgericht im Rahmen der Betreuung bereits genehmigten Unterlagen einsehen will, vermag ich auch aus dem Betreuungsrecht (1896 §§ BGB) hierfür keine Grundlage erkennen. Zwar bestehen auch nach todesfallbedingtem Ende der Betreuung noch aus der Betreuung fortwirkende Pflichten, so z.B. auf Vorlage eines Schlussberichts (LG Leipzig, FamR 96, 1361) – aber nicht gegenüber der Tante.

Sie sollten die vermeintlichen Ansprüche der Tante deswegen zurückweisen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 78835 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr verständlich. Alles in allem "wie man es erwartet". Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort auf die Frage kam schnell und hat uns sehr weitergeholfen. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich habe an einem Sonntag (!) innerhalb von zwei Stunden eine umfassende Antwort erhalten und möchte mich bei Herrn Rechtsanwalt Burgmer herzlich bedanken. ...
FRAGESTELLER