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Herausgabe persönlicher Unterlagen

27.12.2008 15:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

noch vor unserer Trennung, im September 2005, hat meine Ex-Frau persönliche Unterlagen non mir wie zum Beispiel Tesatmet meiner Mutter, notarielle Grundstücksakten, Zeugnisse, Versicherungsurkunden , ein Sparbuch mit einer höheren Geldsumme, etc. "auf die Seite geschafft" und bei ihrer Anwältin zu "Treuhand" hinterlegt - so hat diese es in einem Schreiben ausgedrückt.
Alle Unterlagen sind mein persönliches Eigentum und haben nichts mit meiner Ex zu tun. Desweiteren gibt es keine Verpflichtungen, die ich noch zu erfüllen hätte.
Trotz dass ich diese Anwältin über die Jahre mehrmals persönlich und über Anwälte - mit Fristen - aufgefordert habe, die Sachen herauszugeben, ist sie dem nicht nachgekommen.
Somit sind mir auch seit 2005 nicht unerhebliche Kosten entstanden.

Deshalb möchte ich nun Klagen. Daher die Frage an Sie, was sollte diese Klage enthalten, bzw. welche Gesetzes-Verstöße hat diese Anwältin mit der Nichtherausgabe in Kauf genommen. in wie weit muss ich meine Ex in die Klage mit hineibeziehen, schließlich war sie es, die diese unterlagen gestohlen hat.

Im Voraus herzlichen Dank für Ihre Anwort.

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Sehr geehrter Ratsuchende,

während der Trennung und des Scheidungsverfahrens hatte Ihre Ex-Frau in der Tat einen sog. Auskunftsanspruch gegenüber Ihnen (zur Klärung des Unterhalts und des Zugewinnanspruches). Allerdings müssten die Originalunterlagen nach Einsicht an Sie zurückgegeben werden (mit Ausnahme vielleicht des Sparbuches und der Unterlagen, die evtl. Ihrer Ex zur Hälfte gebührten, das müsste noch geklärt werden, falls der Zugeweinnanspruch noch nicht gerichtlich feststeht).

Sie können Klage auf Herausgabe gegen die Rechtsanwältin erheben(und eine Schadensersatzforderung geltend machen bzgl. der Ihnen entstandener Kosten) , als Anspruchsgrundlage für die Herausgabe käme § 985 BGB in Betracht.
Ich würde Ihnen raten, vor der Klage, die Anwältin nochmals letztmalig anzuschreiben und die Klage anzukündigen , da Sie so evtl. erreichen, dass Sie Ihnen die Unterlagen umgehend herausgibt.

Das ist eine erste rechtliche Orientierung. Bitte beachten Sie, dass das Weglassen von Sachverhaltsangaben eine andere rechtliche Bewertung mit sich ziehen kann.

MfG


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