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Herausgabe eines Buches


22.07.2006 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Habe ein fertiges Manuskript für einen Roman vorliegen, der sich sehr eng an die Geschehnisse in einem deutschen Autowerk anlehnt.Habe dafür auch den Inhalt (Recherchen) diverser Presse-Artikel genutzt wie z.B. Stern, Focus usw..
1. Frage: Was muss ich tun um das rechtlich sauber über die Bühne zu bringen?
2. Frage: Wie verhält es sich mit der Nutzung von Porträtfotos, die für jedermann im Internet abrufbar sind

Ich grüße Sie!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten darf:

1.
Sofern Ihr Werk einen Roman darstellen soll, gehe ich davon aus, dass nur teilweise authentische Sachverhalte wiedergegeben werden sollen. Was und in welchem Umfang Inhalt des Buches sein soll, ist entscheidend für die korrekte juristische Bewertung.

Grds. dürfen Sie hier keine falschen Tatsachenbehauptungen in Bezug auf Dritte abgeben. Auch beleidigende Äußerungen sind tabu. Hier ist das Persönlichkeitsrecht von Dritten zu beachten, die evtl. Ähnlichkeit mit lebenden Personen haben können und auf die ein Rückschluss durch Angaben im Roman möglich ist. Sofern Sie Presse-Artikel genutzt haben, müssen Sie das Urheberrecht der Journalisten beachten, die den Artikel geschrieben haben. Sie dürfen daher nur Tatsacheninformationen verwenden. Hier kommt es aber auch wiederum auf den Charakter des Buches an, da ein Roman ja eher von einer künstlerischen Ader lebt. Bei einem Sachbuch sollten daher zB. Quellenangaben nicht außer Betracht bleiben. In der Belletristik werden Sie aber allerdings nur Sachinformartionen verwenden, um diese dann in den Geschehensablauf einzubinden, nehme ich an.

Sofern Sie Charaktere in Ihrem Buch verwenden, die nicht Personen der Zeitgeschichte sind, sondern einfache Private und diese sich ohne Weiteres in dem Buch wiedererkennen können, kommt es auch hier wiederum auf die Darstellung an. Grds. sollten Sie zum Schutz vor Unterlassungsansprüchen, entweder das Einverständnis der Personen einholen oder persönlichkeitsverletzende und nicht an die Öffentlichkeit gehörende Angaben vermeiden.

2.
Bei Portraifotos gilt ebenfalls, dass grds. ein Urheberrecht an den Fotos besteht, auch wenn diese "öffentlich" im Internet vorhanden sind. Dies bedeutet nicht, dass der Fotograf als Urheber mit jeglicher Veröffentlichung einverstanden ist, evtl. hat er auch nur ein Einverständnis für die Abbildung auf einer bestimmten Seite gegeben. Bitte berücksichtigen, dass alles, was im Internet sichtbar ist, in diesem Fall evtl. für die Öffentlichkeit sichtbar ist, aber in Bezug auf die Nutzungsrechte keinen Beschränkungen unterliegt.

Personen der Zeitgeschichte können grds. abgebildet werden, bei der Abbildung privater Personen ist ebenfalls ein Einverständnis ratsam, außer es handelt sich um Fotos, bei denen diese Personen nicht im Mittelpunkt stehen bzw. nur "Nebenwerk" sind. Auch hier kommt es stark auf den Einzelfall an.

Insgesamt ließe sich eine genauere Antwort abgeben, wenn man die einzelnen Passagen und die Art und Weise der Formulierungen und das Ziel des Buches kennen würde. Aus diesem Grund ist auch hier nur eine pauschale und grundsätzliche Einschätzung möglich.

Ich hoffe aber, dass Ihnen diese trotzdem eine Hilfe gewesen ist und stehe Ihnen gerne weiter zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen von der Ostsee


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de
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