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Herausgabe eines Baumgutachten durch die Haftpflichtversicherung des Schädigers

| 26.03.2018 21:27 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um einen Schaden durch einen umgestürzten Baum. Vorschaden? Sturm? Gutachten.

Beim Sturm Frederike Anfang des Jahres hat ein umgestürzter Baum des Nachbarn unser Gewächshaus zerstört.

Die Haftpflicht Versicherung des Nachbarn verweigert einen Schadensausgleich und stützt sich dabei im Wesentlichen auf ein durch den Nachbarn im vergangenen Jahr erstelltes Baumgutachten, demzufolge er seiner Verkehrsicherungpflicht in hinreichender Weise nachgekommen sei.

Ich habe die Versicherung mehrfach aufgefordert mir das Baumgutachten vorzulegen. Dies wurde von der Versicherung jedoch verweigert mit dem Argument, dass darin Daten enthalten seien, die zumindest in Teilen dem Datenschutz unterliegen würden.

Wie kann ich den Versicherer dazu bewegen, dass Baumgutachten heraus zugeben?



Gerne zu Ihren Fragen:

Wie kann ich den Versicherer dazu bewegen, dass Baumgutachten heraus zugeben?


Antwort: Zunächst einmal haftet Ihr Nachbar für die Ihnen entstandenen Schäden. Will er seine Haftung aus welchen Gründen auch immer – leugnen, trägt er dafür die Beweislast. Ggf. also mit dem streitigen Gutachten.

Für die Haftung seiner Haftpflichtversicherung gilt mittelbar nichts anderes. Im Streitfall wird also das Sachverständigengutachten bei Gericht beigebracht werden müssen, will die Versicherung nicht beweisfällig bleiben. Oder es wird vom Gericht angefordert, s.u.

Sie können auch Ihre eigene Wohngebäudeversicherung – rechtzeitig! – zum Ausgleich des Schadens in Anspruch nehmen. Die wird sich dann an Ihren schadensverursachenden Nachbar zum Regress wenden und der wiederum an seine Versicherung. Das erspart Ihnen eigenen Aufwand und Kosten sowie das Prozesskostenrisiko wg. des ausstehenden Gutachtens.

Das alles setzt einen Sturmschaden nach Maßgabe der AVB voraus, in der Regel also nach meteorologischer Definition von > 8 Beaufort = mehr als 61 km/h. Im Einzelnen prüfen Sie dazu Ihre eigene Versicherungspolice inkl. der AVB und die der gegnerischen Versicherung, sofern die vorliegen.

Darunter – und dann wird das vorenthaltene Gutachten relevant, haftet die Versicherung, wenn der Baum vorgeschädigt war.
Zum Gutachten selbst gilt, dass das SV-Gutachten zwischen dem VR und dem VN (der Haftpflicht) vereinbart ist. Mithin besteht kein direkter Anspruch Ihrerseits auf Einblick. Wohl aber in einem etwaigen Prozess nach § 142 ZPO , der aber aufgrund der oben gezeigten Umstände vermeidbar ist.

Darüber hinaus wäre auch der Weg zum unabhängigen und kostenneutralen Ombudsmann eröffnet, sofern die Haftpflichtversicherung das in ihren AVB anerkannt hat, was aber überwiegend der Fall ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 01.04.2018 | 15:00

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