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Hemmung der Verjährung (Gewährleistung) bei Autokauf


29.11.2017 16:24 |
Preis: 40,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe folgende Frage zur Verjährung von Gewährleistungsansprüchen: Der Käufer eines gebrauchten Pkw zeigt den Mangel innerhalb der einjährigen Gewährleistungsfrist an (10 Monate nach Übergabe des Fahrzeuges). Der Verkäufer bestätigt die Mängelanzeige und sichert zu, den Mangel prüfen zu lassen. Die Prüfung nimmt aber 3 Monate in Anspruch. Nach Ablauf der 3 Monate wird mitgeteilt, die Überptüfung habe ergeben, dass gar kein Mangel vorläge. Kann ich als Käufer jetzt noch den Verkäufer verklagen, oder lief die Verjährungsfrist für die Gewährleistung während der Prüfung weiter und ist nun abgelaufen?
29.11.2017 | 17:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Zunächst einmal wäre genau zu prüfen, warum hier nur eine einjährige Gewährleistungsfrist gelten sollte. Die gesetzliche Gewährleistung geht eigentlich von zwei Jahren aus. Jedoch kann diese beim Kauf vom Händler gemäß schriftlichem Vertrag auf ein Jahr verkürzt werden.

Sie haben den Mangel aber jedenfalls innerhalb des - wohl- vereinbarten Jahres angezeigt und gerügt.

Hier hat der Verkäufer die Angelegenheit noch geprüft, die Beseitigung des Mangels aber auch nicht abgelehnt, so gilt nach § 203 BGB, dass die Verjährung gehemmt ist. Die Hemmung der Verjährung endet, wenn entweder Käufer oder Verkäufer eindeutig zu erkennen gibt, dass keine weiteren Verhandlungen mehr stattfinden.
Bleibt der Käufer untätig, gelten die Verhandlungen als beendet ab dem Zeitpunkt, an dem nach Treu und Glauben eine Antwort auf die letzte Stellungnahme des Verkäufers spätestens zu erwarten gewesen wäre. Hier müsste man prüfen, ob Sie zwischenzeitlich nachgefragt haben, also, ob es noch Verhandlungen über die Angelegenheit gab.

Wenn für Sie beide klar war, dass es dauern würde, bis die Ursache gefunden ist, hätte aber der Verkäufer von sich aus tätig werden müssen und Ihnen ein Ergebnis nennen.

Nach alledem ist anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung davon auszugehen, dass für die drei Monate der Prüfung eine Hemmung vorliegt.

Wenn Sie nun aber klagen wollen, so sollten Sie sich vorher mit Ihren sämtlichen Unterlagen an einen Anwalt wenden, denn hier im Rahmen einer online- Ersteinschätzung kann der Sachverhalt nicht abschließend beurteilt werden. Sie sind bei einer Klage auch beweisbelastet dafür, dass es tatsächlich einen Mangel gab. Wenn der Verkäufer diesen nun bereits abstreitet, so sollten sich hier vor einer Klage bezüglich Beweisangeboten sicher sein. Auch müssen Sie die Hemmung der Verjährung beweisen, sofern sich der Verkäufer als Beklagter überhaupt hierauf berufen würde.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin


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