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Hemmung Verjährung

30.12.2018 20:44 |
Preis: 69,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


00:09
Sehr geehrte Damen und Herren,

am 15. Oktober hatte ich einen unverschuldeten Verkehrsunfall

am 16. Oktober informierte ich die Versicherung

am 19. Oktober bekam ich einen Brief mit der Schadennummer

am 14. November erhielt ich das Sachverständigengutachten

am 16. November schrieb ich der Versicherung das ich vorerst auf Totalschadenbasis abrechnen möchte

am 22. November erhielt ich eine Überweisung der Versicherung

am 8. Dezember schrieb ich der Versicherung das ich die Kosten für Bergung und Fahrten zu Ärzten und Physiotherapeuten ersetzt haben möchte

am 15.Dezember erhielt ich einen Brief, die Versicherung hatte eine Rückfrage zu den Fahrtkosten

am 16. Dezember stellte ich den Anspruch auf Schmerzensgeld

am 20. Dezember erhielt ich einen Brief mit der Bitte um Entbindung meines Arztes von der Schweigepflicht

am 28. Dezember erhielt ich einen Brief das die Versicherung den Arztbericht abwartet

am 22. Januar erhielt ich eine Zahlung über die von mir am 8. Dezember beantragten Fahrtkosten

Aufgrund einer Krankheit übergab ich den Fall im Sommer 2016 einem Anwalt, der wurde ebenfalls krank, sein Vertreter war etwas überfordert. Die Sache schlief meiner Seits etwas ein. Den Anwalt habe ich die letzten 2 Wochen versucht zu erreichen, leider keine Rückmeldung bekommen.

Meine Frage ist jetzt.
Der Anspruch auf noch ausstehende Zahlungen würde ja morgen am 31.12.18 verjähren.

Wie mir in einer anderen Frage mitgeteilt wurde, gibt es die Möglichkeit das die Verjährung durch Verhandlungen gehemmt wird.

Ist also davon auszugehen das meine Korrespondenz von mindestens 2,5 Monaten, von Oktober bis Dezember, wo aktiver beidseitiger Schriftverkehr stattfand, an die Verjährungsfrist hinten angehängt wird, oder müsste ich morgen noch einen Mahnbescheid beantragen um die Verjährung ganz sicher zu hemmen.

Der Anwalt schrieb ebenfalls einen Brief mit Anspruch auf Schmerzensgeld, leider habe ich nicht erfahren was die Versicherung geantwortet hat, deswegen betrachte ich jetzt nur meine "Verhandlungen".

Und in dem Mahnbescheid müsste ich ja alle Ansprüche ausrechnen. Und die Summe einschließlich z.B. Nutzungsausfall angeben, diesen hat aber noch niemand bei der Versicherung beantragt. Geht das Überhaupt, da die Versicherung ja davon noch keine Info hatte.

Mir wäre es lieber die Ansprüche jetzt komplett zu betiteln und der Versicherung zu melden und wenn dann die Verjährungsfrist in z.B. 2 Monaten abläuft rechtzeitig einen Mahnbescheid zur Fristverlängerung zu beantragen sollte die Sache bis dahin nicht erledigt sein. Aber natürlich nur wenn das mit den Verhandlungen nach §203 BGB ganz sicher klappt.

Vielen Dank im voraus und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
30.12.2018 | 21:52

Antwort

von


(509)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
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Antwort:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

die Verjährung ist zumindest für die Zeit von der Anspruchsanmeldung bis zur letzten Zahlung bzw. Reaktion der Versicherung gehemmt.

Sie sollten auf jeden Fall Ihren Anwalt zur Mitteilung des Sachstandes auffordern. Wenn er nicht reagiert, sollten Sie sich bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer beschweren.

Sie können auch die Versicherung bitten, Ihnen Näheres mitzuteilen (möglicherweise ist ja auch schon eine Schmerzensgeldzahlung an den Anwalt erfolgt).

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 30.12.2018 | 23:28

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Vasel,

vielen Dank für die verständliche Antwort und das Angebot der Nachfragefunktion.

Nachdem ich meinen Anwalt die ganze Zeit nicht erreicht habe, hatte ich natürlich das Internet befragt.

Ich finde es nicht mehr wieder und erinnere es nicht genau, aber ich meine irgendwo gelesen zu haben das die Verjährung nur in der "wirklichen" Verjährungsfrist gehemmt werden kann. Also ab dem 1.1. des Folgejahrs, bzw. dem 31.12.. Also zu dem Zeitpunkt wann die 3-jährige Verjährungfrist beginnt.

Der Schriftverkehr fand ja in meinem Fall noch vor Beginn der regulären Verjährungsfrist statt. Eine Zahlung erfolgte zwar im Januar und der Anwalt schrieb auch nochmal in der Verjährungszeit, aber ich bin mir unschlüssig ob das reicht um als Verhandlung angesehen werden kann um die Verjährung zu hemmen.

Sie schreiben ja, ist bis zur letzten Zahlung/Reaktion gehemmt. Das wäre in meinem Fall natürlich ausreichend, aber die eigentlichen Verhandlungen fanden vorher statt.

Ich würde mich freuen Ihre Meinung kurz dazu zu hören, oder ob die Variante Mahnbescheid am 31.12.2018 nicht die sichere Variante ist die Verjährung übermorgen zu verhindern, auch wenn ich dafür zum Mahngericht des Empfängers fahren muss.

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.12.2018 | 00:09

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

da Sie am 16.12.2015 die Zahlung von Schmerzensgeld verlangt hatten, über dieses Verlangen aber – wenn überhaupt – erst nach dem 01.01.2016 (Beginn der Verjährungsfrist) entschieden wurde, ist jedenfalls vom 01.01.2016 bis zur letzten Zahlung/Reaktion der Versicherung die Verjährung gehemmt.

Den Mahnantrag stellen Sie bei dem für Sie örtlich zuständigen Mahngericht. Dies ist auch über das Internet möglich (www.online-mahnantrag.de).

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

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