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Hemmender Mahnbescheid wegen Nichtzahlung Restbetrag Einbau einer Küche

29.12.2015 16:33 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Sehr geehrte Anwälte,

habe mir 2012 eine neue Küche gekauft und einbauen lassen. Leider war ich von der Art und Weise wie alles gehandhabt wurde nicht zufrieden, wollte auch wieder aus dem Vertrag raus. Der Inhaber hat mich aber nicht zurücktreten lassen. obwohl wir uns wegen dem Preis und diesem Vertreter nicht einig waren. Bei dem Einbau dann kam es ständig zu Verzögerungen.

Bei letzten Mal konnte die Küche (kleine Küche, nichts Besonderes) wieder nicht fertig montiert werden. Ich hab dann bei dem Küchenstudio angerufen und denen erklärt, dass ich die Restarbeiten selber (bzw. mein Sohn) erledigen werde. Den Restbetrag von ca. 800 € habe ich nicht überwiesen, da auch nie eine richtige Rechnung kam, habe nur eine handschriftliche Einzelaufstellung zum Kaufvertrag. Das war im Mai 2012. Ende 2014 habe ich eine Mahnung über 820,-- erhalten, auf die ich nicht reagiert habe. Habe gedacht, nach all dem Ärger, würden sie den Restbetrag kulanterweise ausbuchen lassen.

Nun habe ich jetzt, 21.12.15, Eingang heute, wieder eine Mahnung erhalten, dass ich bis 31.12.15 bezahlen soll, da sie wegen der Verjährung mir einen Mahnbescheid zustellen müssen.

Ich weiß, dass ich zunächst mal dem Mahnbescheid widersprechen kann. Doch wie geht es dann weiter. Wie komm ich dieser Firma am besten bei?

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen,

1) "Wie geht es [nach Widerspruch gegen den Mahnbescheid] weiter?"
2) "Wie komm ich dieser Firma am besten bei?"

beantworte ich wie folgt.

Sie haben eine Mahnung erhalten mit Zahlungsfrist bis zum 31.12.2015 aus einem Küchenkauf im Jahre 2012.

Wenn Sie davon überzeugt sind, dass die Firma keinen Anspruch hat, können Sie zunächst abwarten, ob Sie überhaupt einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten.

Die Firma muss diesen bis spätestens 31.12.2015 24 Uhr bei zuständigen Mahngericht einlegen oder Klage erheben. Ansonsten ist der Anspruch verjährt.

> Nach Widerspruch hat die Firma die Möglichkeit, den Anspruch zu begründen. Das geschieht durch eine Klageschrift / Anspruchsbegündung.

Begründet die Gegenseite den Anspruch, läuft ein ganz normales Gerichtsverfahren.
Sie können dann auf die Klage erwidern.

Begründet die Gegenseite den Anspruch nicht, verjährt der Anspruch sechs Monate nach Widerspruchseinlegung (§ 204 Abs. 1 Nr. 3, 1. Alt., Abs. 2 S. 1 und 2 BGB).

> Nach Eintritt der Verjährung kann die Firma den (vermeintlichen) Anspruch nicht mehr durchsetzen. Im oben genannten Verfahren stellt ein Gericht fest, ob die Firma einen/den Anspruch hat.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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