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Hellhörigkeit und mangelnder Trittschall


| 15.03.2006 19:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir bewohnen seit Sommer 2005 eine Mietwohnung im Erdgeschoss eines umgebauten Resthofes (ehemaliger Kuhstall), der Ausbau zu Wohnungen erfolgte ca. 2000 )
Alle Wohnungen sind vermieterseitig mit Laminat ausgelegt.
Obwohl unsere kürzlich über uns eingezogenen Nachbarn keinen das normale Mass übersteigenden Lärm machen, können wir jeden Schritt, jede WC-Benutzung und jedes Gespräch (oft im Wortlaut, je nachdem, in welchem Raum wir uns aufhalten)mithören.
Wir haben kürzlich mit einem ehemaligen Mieter unserer jetzigen Wohnung gesprochen, auch er empfand die Geräuschkulisse von oben als kathstrophal.
Unseren Vermieter haben wir darauf angesprochen, er meinte nur hilflos, dass er da nichts machen könne.
Nach meinem Dafürhalten liegt ein Mangel an der Mietsache vor, ich möchte daher die Miete mindern. Wir zahlen 580€ brutto, welcher Betrag wäre angemessen?
Sehr geehrter Fragesteller,

sind die Lärmbeeinträchtigungen unzumutbar hoch, weil die Wohnung keine ausreichende Trittschalldämmung hat, so ist hierin ein Mangel zu sehen. Maßgeblich ist das Maß der durch den Trittschall auftretenden Belästigung (LG Berlin GE 1996, 677; AG Hamburg WuM 1996, 760).

Beispiele für die Höhe der Minderung: AG Gelsenkirchen WuM 1978, 66: 20% bei erheblicher Lärmbelästigung; AG Braunschweig WuM 1983, 122: 10 bis 15%, wenn die Wohnung mangelhaft isoliert ist und der Mieter deshalb durch Geräusche aus der über ihm liegenden Wohnung, insbesondere durch Trittschall, nicht unerheblich gestört wird; LG Hannover WuM 1994, 463: 5% bei Trittschallgeräuschen aus einer Dachgeschosswohnung, deren Fußboden den baulichen Mindestanforderungen nicht entspricht; AG Hamburg WuM 1996, 760: 13% der Bruttokaltmiete bei Störungen durch Trittschall aus der darüberliegenden Wohnung und Störungen durch Sanitärgeräusche aus den darunter liegenden Räumen, wenn sich um eine relativ komfortable und teure Wohnung handelt.

Ich gehe auf Grund Ihrer Schilderung davon aus, dass bei dem Umbau die damals geltende DIN-Norm für Trttschalldämmung nicht eingehalten wurde. Unter Umständen haben Sie dann sogar einen Anspruch auf Herstellung der Norm, welchen Sie klageweise geltend machen könnten. Ich halte nach Ihrer Schilderung eine Minderung in Höhe von 10 % - 15 % für angemessen.

Mit freundlichem Gruß
H. Momberger

Nachfrage vom Fragesteller 15.03.2006 | 19:47

Danke für die rasche Antwort - ausserdem dauert es nach Aufdrehen des Warmwasserhahnes mehr als 20 sec, bis das Wasser warm wird, ich habe gelesen, dass dies eine Mietminderung von 5% rechtfertigt. Kann man diese Werte addieren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.03.2006 | 20:29

Ja, die Werte können addiert werden.

Mit freundlichem Gruß
H. Momberger

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