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Heizungsreparatur - müsste die Hausverwaltung zumindest anteilig für den Schaden haften?

03.04.2013 14:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


20:16

Die Heizung in meiner (vermieteten) ETW fiel aus und musste repariert
werden. Es handelt sich um eine Öl-Kachelofen-Heizung, bei der sich
die Brenner in den Wohnungen befinden und von einem gemeinsamen
Tank im Keller mit Öl beliefert werden.
Als Hauptursache wurde vom Techniker genannt, dass verschmutztes
Öl aus Richtung Tank in den Brenner gelangte.
Obwohl der Brenner natürlich zum Sondereigentum gehört inclusive
einem Teil der Zuleitung stehe ich auf dem Standpunkt, dass es Pflicht
Der Hausverwaltung wäre, das Gemeinschaftseigentum (= Tank, Pumpe,
Verteiler, Leitungen)) so instandzuhalten, dass sauberes Öl in die Brenner
geliefert wird. Wenn dies nicht geschehen ist (wofür es Anhaltspunkte gibt)
müsste die Hausverwaltung zumindest anteilig für den Schaden haften.
Sehe ich dies richtig?

03.04.2013 | 15:04

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.

Ob der Brenner tatsächlich dem Sondereigentum zugeordnet werden kann, ist bereits fraglich. So ist bereits entschieden worden, daß Heizungs- und Thermostatventile an Heizkörpern dem Gemeinschaftseigentum zuzurechnen sind; vergl. OLG Hamm, NJW-RR 2002, 156 , 157; OLG Stuttgart, WuM 2008, 44 .

Allerdings betreffen die Entscheidungen die Regelungstechnik von Heizungen mit der Folge, daß davon auch die Kosten abhängen.

2.

Meiner Auffassung nach kommt es aber auf diese Frage nicht an.

Wenn verschmutztes Öl die Ursache für den Ausfall Ihrer Heizung gewesen ist, ist ein Teil des Gemeinschaftseigentums auch für den Schaden am Sondereigentum ursächlich. Das wiederum hat zur Folge, daß die Kosten für die Reparatur Ihrer Heizung aus der Instandhaltungsrücklage, also von der Eigentümergemeinschaft, beglichen werden müssen.

3.

Ob die Hausverwaltung für den Schaden haftet, läßt sich aus der Sachverhaltsschilderung dagegen nicht herleiten. Eine Haftung würde ein Verschulden der Hausverwaltung voraussetzen. Ein Verschulden dafür, daß verschmutztes Öl in den Heizkreislauf gelangt ist, ist nicht ersichtlich. Sie müßten, wenn Sie Ansprüche gegen die Hausverwaltung geltend machen, vortragen und auch beweisen, daß die Hausverwaltung rechtswidrig und schuldhaft eine ihr obliegende Pflicht verletzt habe. Anhaltspunkte hierfür ergeben sich aufgrund der Sachverhaltsschilderung jedoch nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 05.04.2013 | 19:59

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Eine Nachfrage:
Liegt evtl. ein schuldhaftes Verhalten der Hausverwaltung
vor, wenn seit 30 Jahren keine Reinigung von Öltank und
Ölleitungen erfolgt ist und auch bei ersten Hinweisen auf Ver-
schmutzung (defekter Ölzähler) keine entsprechenden Nach-
forschungen veranlasst wurden?
Mit freundlichen Grüßen, a.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.04.2013 | 20:16

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Aus technischer Sicht ist eine Reinigung des Öltanks und der Leitungen im Regelfall nicht erforderlich, obwohl das häufig behauptet wird.

Daß keine Reinigung veranlaßt worden ist, kann man also nicht von vorne herein als schuldhaftes Handeln der Hausverwaltung sehen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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