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Heizungsausfall - kein Warmwasser - Fristsetzung für Reparatur

| 09.10.2018 14:01 |
Preis: 50,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Sa, 06.10. ist unsere Heizung (Gastherme) inkl. Warmwasserspeicher ausgefallen. Wir sind Eigentümer des Hauses und die Therme wurde im März 2018 eingebaut. Der Heizungsbauer war Sa nicht zu erreichen, meldete sich am Sonntag und meinte das Problem sei eine defekte Pumpe. Da er selber derzeit im Ausland unterwegs ist diese Woche, hat er einen anderen Kundendienst (ein örtlicher Heizungsbauer) zu uns geschickt. Dieser hat gestern (Mo) die Pumpe gewechselt. Allerdings läuft die Gastherme immer noch nicht. In Telefonaten des Kundendienstes mit dem Heizungsbauer kam heraus, dass ein Defekt der Steuerung vermutet wird. Eine neue Steuerung hatte der Heizungsbauer nicht dabei.
Wir haben daraufhin unseren Heizungsbauer telefonisch aufgefordert unverzüglich die Gastherme zu reparieren / reparieren zu lassen, er meinte er versuche bis heute gegen 17:00 einen Servicetechniker zu bekommen. Laut seiner Aussage von ihm heute Morgen, hat er heute eine Serviceanfrage an den Hersteller gestellt, es sei aber schwierig derzeit jemanden zu bekommen, alle seien ausgebucht. Bisher haben wir nichts wieder von ihm gehört. Es ist derzeit unwahrscheinlich, dass der Termin um 17:00 Uhr gehalten wird.
In Niedersachsen haben wir derzeit über Tage ca. 16-18 °C, gegen Abend und Nachts Frostgrenze mit 1-3°C. Im Haus ist es gegen Abend gestern ca. 18 °C gewesen.

Seit Sa haben wir keinerlei warmes Wasser mehr zum Duschen, Waschen o.ä. zur Verfügung! Wir duschen außer Haus und erhitzen uns warmes Wasser mit Wasserkocher! Das ist ihm bekannt!
Wir, d.h. zwei gesunde Erwachsene mit Ende 40 und Anfang 50.

Nun zu den Fragen:
- Wenn wir ihm den Mangel schriftlich anzeigen, welche Frist ist angemessen: unverzüglich - binnen zwei Tagen ab Schriftstück-Datum? Und dann per Fax an ihn senden? Immerhin sitzen wir im Haus ohne Warmwasser.

- Haben wir die Möglichkeit auf seine Kosten einen anderen Heizungsbauer zu beauftragen, wenn er die Frist nicht einhält? Remeha als Hersteller sieht sich nicht in der Verantwortung, die Hotline habe ich bereits kontaktiert.

- Wie oft darf er nachbessern bis wir einen Tausch oder Rückerstattung fordern können? Innerhalb welcher Frist?

- Muss ich ihn nach diesem Debakel mit weiteren Wartungen beauftragen, um die Gewährleistung aufrecht zu halten?
- Haben wir die Möglichkeit Schadensersatz zu fordern? Erhöhte Kosten durch Heizlüfter /Wasserkocher o.ä?

Vielen Dank im Voraus.

M it freundlichen


09.10.2018 | 15:11

Antwort

von


(1804)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende,



der Mangel sollte schriftlich angezeigt werden, wobei eine "angemessene" Frist zu setzen ist.

Was nun "angemessen" ist, ist vom Einzelfall und den Gesamtumständen abhängig, wird nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung bei einer Woche aber mindestens liegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass (wenn auch unbequeme) Ersatzmöglichkeiten durch Kocher/Lüfter bestehen (dazu unten mehr.

Daher sollte die Frist eine Woche betragen; das Schreiben zu faxen reicht; allerdings sollte ein Faxprotokoll erstellt werden. Teilen Sie ihm weiter mit, dass Sie nach Fristablauf einen anderen Handwerker beauftragen und die Kosten ihm gegenüber geltend machen werden.



NACH Fristablauf und bei immer noch bestehendem Mangel können Sie dann - wie angekündigt - einen anderen Handwerker beauftragen.



Eine genaue Anzahl und genaue Frist gibt Gesetzgeber und auch die Rechtsprechung nicht vor, sondern lässt es offen. Aber in der Regel wird man zwei Versuche zubilligen müssen.



Nein; Sie müssen ihn nicht mit weiteren Wartungen beauftragen; wichtig ist nur, dass ordnungsgemäße Wartungen (von wem auch immer) fachgerecht durchgeführt worden sind. Ein festhalten an diesen Heizungsbauer ist nicht notwendig.



Ja, die Möglichkeit zum Schadenersatz besteht, wobei der Schaden konkret dargelegt und bewiesen werden muss.

Hinsichtlich der Anschaffungen von Heizlüftern und Wasserkochern reichen die Kaufquittungen, wobei Sie die Geräte dann nach Zahlung Zug-um-Zug dem Heizungsbauer zur Verfügung stellen müssen.

Zusätzlich sollte ein Zwischenstromzähler gesetzt werden, um die Stromkosten darlegen zu können; notfalls muss der Verbrauch aus den Produktbeschreibungen gezogen werden, wobei Sie dann aber genau nachweisen müssen, wielange welche Geräte in Betrieb gewesen sind.

Zudem sind Fahrtkosten für das "Außer-Haus-Duschen" und mögliche Nutzungskosten zu ersetzen.

Desweiteren kann das Haus nicht genutzt werden, wobei man dann mietrechtliche Minderungsmöglichkeiten auch beim Eigenheim heranzieht:

Nach LG Berlin, Beschl.v. 04.06.1993, Az.: 64 T 69/93 beträgt die Mietminderung bei solchen Totalausfällen im Herbst 40%, ausgehend von einer Bruttomiete. Nunmehr ist zu vergleichen, welches ein Haus vergleichbar mit Ihrem Haus an Miete kosten würde (Lage, Größe) und dann ist davon eben 40% in Ansatz zu bringen, denn Sie geltend machen können.

Auch alle anderen Kosten, die im Zusammenhang mit dem Heizungsausfall stehen, sind auf Nachweis ersetzbar.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg



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Bewertung des Fragestellers 10.10.2018 | 09:39

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